Xinca®
Bringt Unkräuter zum Weinen.

Flüssiges Herbizid gegen einjährige zweikeimblättrige Unkräuter in Mais und Zwiebelgemüse (ausgenommen Frühlingszwiebel), Schnittlauch sowie Luzerne, Klee-Arten und Gräser zur Saatguterzeugung.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3091
Handelsform: 1 Liter

Vorteile

  • Breites Wirkungsspektrum
  • Hohe Verträglichkeit
  • Schnelle Wirkstoffaufnahme
  • Schnelle Regenfestigkeit (ca. 1 Stunde nach der Behandlung)

Wirkstoff

Bromoxynil (321,4 g/l, 25,8 Gew.-%) als Butyrat + (Octanoat + Phenol) (398,5 g/l, 32,3 Gew.-%), Suspensionskonzentrat (SC)

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Mais 1,0 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser im Freiland mit nach dem Auflaufen der Kultur im Stadium 12 (2-Blatt- Stadium) bis Stadium 16 (6-Blatt-Stadium) der Kultur nach dem Auflaufen der Unkräuter spritzen.
Max. 1 Anwendung.
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Zuckermais 1,0 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser im Gemüsebau im Freiland nach dem Auflaufen der Kultur im Stadium 12 (2-Blatt-Stadium) bis Stadium 16 (6-Blatt-Stadium) der Kultur nach dem Auflaufen der Unkräuter spritzen.
Max. 1 Anwendung.
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Zwiebelgemüse
ausg. Frühlingszwiebel
0,5 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser im Freiland nach dem Auflaufen der Kultur im Stadium 12 (2. Laubblatt deutlich sichtbar, größer 3 cm) bis Stadium 14 (4. Laubblatt deutlich sichtbar, größer 3 cm) der Kultur nach dem Auflaufen der Unkräuter spritzen.
Max. 2 Anwendungen in einem zeitlichen Abstand von 7-14 Tagen.
Geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51.
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Luzerne
zur Saatguterzeugung
0,5 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser im Freiland nach dem Auflaufen der Kultur ab Stadium 13 (3. Laubblatt oder Blattquirl entfaltet) nach dem Auflaufen der Unkräuter spritzen.
Max. 1 Anwendung.
Geringfügige Anwendung gemäß Art. 51
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Klee-Arten
zur Saatguterzeugung
0,5 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser im Freiland nach dem Auflaufen der Kultur ab Stadium 13 (3. Laubblatt oder Blattquirl entfaltet) nach dem Auflaufen der Unkräuter spritzen.
Max. 1 Anwendung.
Geringfügige Anwendung gemäß Art. 51
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Gräser
zur Saatguterzeugung
1 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser im Freiland nach dem Auflaufen der Kultur ab Stadium 13 (3. Laubblatt oder Blattquirl entfaltet) bis Stadium 29 (Ende der Bestockung) nach dem Auflaufen der Unkräuter spritzen.
Max. 1 Anwendung.
Geringfügige Anwendung gemäß Art. 51
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Schnittlauch 0,5 I/ha in 200 - 400 I/ha Wasser im Gemüsebau im Freiland nach dem Auflaufen der Kultur im Stadium 12 (2. Laubblatt deutlich sichtbar, gröBer 3 cm) bis Stadium 14 (4. Laubblatt deutlich sichtbar, größer 3 cm) der Kultur nach dem Auflaufen der Unkräuter spritzen.
Max. 2 Anwendungen in einem zeitlichen Abstand von 7-14 Tagen.
Geringfügige Anwendung gemäß Art. 51

Wartefrist
Mais: 60 Tage
Zuckermais: 45 Tage
Zwiebelgemüse, Luzerne, Klee-Arten, Gräser und Schnittlauch: abgedeckt durch Zulassungsbedingungen

Gebrauchsanleitung

Wirkungsweise
XINCA enthält den Wirkstoff Bromoxynil in einer besonders verträglichen Form, der als Kontaktherbizid über das Blatt aufgenommen wird und in den angrenzenden Blattzellen seine Wirkung entfaltet. Dort greift er in die Photosynthese der Unkrautpflanzen ein.
XINCA bekämpft aufgelaufene Unkräuter. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, sollten zum Anwendungszeitpunkt strahlungsintensive, helle, warme und wüchsige Bedingungen herrschen. Eine hohe Sonneneinstrahlung begünstigt die Wirkgeschwindigkeit und Wirkungssicherheit.

Wirkungsspektrum Mais, Gräser zur Saatguterzeugung

Wirkungsspektrum Zwiebel, Luzerne, Klee-Arten, Schnittlauch

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Mais, Zuckermais
Im Nachauflauf ab dem 2-Blatt- bis zum 6-Blatt-Stadium der Kultur mit 1,0 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser anwenden.
Für eine verbesserte Wirkung anderer Herbizidkombinationen gegen Unkräuter ist in Tankmischungen eine Aufwandmenge von 0,3 – 0,6 l/ha XINCA möglich.

Zwiebelgemüse ausg. Frühlingszwiebel
Im Nachauflauf ab dem 2-Blatt- bis zum 4-Blatt-Stadium der Kultur mit 0,5 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser. Zum Behandlungszeitpunkt sollte das 2. Laubblatt größer als 3 cm sein. Die Unkräuter sollen sich im Keim- bis beginnendem Laubblatt-Stadium befinden. Nach 7 – 14 Tagen soll eine Folgebehandlung durchgeführt werden.

Luzerne (zur Saatguterzeugung)
Im Nachauflauf ab dem 3-Blatt-Stadium der Kultur mit 0,5 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser. Zum Behandlungszeitpunkt sollte das 3. Laubblatt vollständig entfaltet sein.
Die Unkräuter sollen sich im Keim- bis beginnendem Laubblatt-Stadium befinden.

Klee-Arten (zur Saatguterzeugung)
Im Nachauflauf ab dem 3-Blatt-Stadium der Kultur mit 0,5 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser. Zum Behandlungszeitpunkt sollte das 3. Laubblatt vollständig entfaltet sein.
Die Unkräuter sollen sich im Keim- bis beginnendem Laubblatt-Stadium befinden.

Gräser (zur Saatguterzeugung)
Im Nachauflauf ab dem 3-Blatt-Stadium der Kultur bis zum Ende der Bestockung mit 1 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser. Zum Behandlungszeitpunkt sollte das 3. Laubblatt vollständig entfaltet sein. Die Unkräuter sollen sich im Keim- bis beginnendem Laubblatt-Stadium befinden.

Schnittlauch
Im Nachauflauf ab dem 2-Blatt- bis zum 4-Blatt-Stadium der Kultur mit 0,5 I/ha in 200 - 400 I/ha Wasser. Zum Behandlungszeitpunkt sollte das 2. Laubblatt größer als 3 cm sein. Die Unkräuter sollen sich im Keim- bis beginnendem Laubblatt-Stadium befinden. Nach 7 -14 Tagen soll eine Folgebehandlung durchgeführt werden.

Besondere Hinweise
XINCA enthält keinen Wuchsstoff und ist somit zur Anwendung in der Nähe wuchsstoffempfindlicher Kulturen wie Reben, Hopfen, Rüben, Raps u. a geeignet. Zum Zeitpunkt der Behandlung müssen die Unkräuter aufgelaufen sein. Durch frühes Spritzen wird die Unkrautkonkurrenz erfolgreich ausgeschaltet. Dies ist besonders beim Einsatz in Zwiebel zu beachten, weil hier die Aufwandmenge des Produktes aus Verträglichkeitsgründen herabgesetzt ist. Eine ausreichende Benetzung der Unkräuter verbessert die gute Wirkung des Präparates.
Die Anwendung von XINCA sollte bei trockenem und warmem Wetter erfolgen. Bei wenig ausgebildeter Wachsschicht (z.B. nach lang anhaltenden Niederschlägen oder nach Beregnung) können vor allem bei jungen, wüchsigen Pflanzen Blattaufhellungen und Blattspitzenverbrennungen auftreten. Vor der Behandlung sollte deshalb mindestens einen Tag kein Niederschlag gefallen sein. Keine nassen oder taufeuchten Bestände behandeln. Keine Anwendung in der Mittagshitze bei Temperaturen über 25 °C. An heißen Tagen in den Abendstunden behandeln. Überdosierungen und Überlappung sind zu vermeiden. Behandlungen bei Nachtfrostgefahr sind zu unterlassen, ebenso sind lückige Bestände, z.B. durch Frost und Nässe bedingt, von einer Behandlung auszuschließen.

Resistenzvorbeugung
XINCA enthält den Wirkstoff Bromoxynil. Dieser gehört zur Gruppe der Hydroxybenzonitrile, dessen Wirkmechanismus in die Gruppe C3 der HRAC-Klassifi zierung eingestuft ist. Weitere Informationen siehe
Internet http://www.plantprotection.org.

Wenn diese Herbizide über mehrere Jahre auf demselben Feld eingesetzt werden, ist regional eine Selektion von resistenten Biotypen möglich. Geeignete Resistenzvermeidungsstrategien sind zu berücksichtigen, wie z. B.:

Pflanzenverträglichkeit
XINCA ist nach unseren Erfahrungen in allen Sorten der empfohlenen Kulturarten im Allgemeinen gut verträglich. Schäden an den Kulturpflanzen sind möglich. Diese Schäden treten mitunter in Form von Blattverätzungen auf, die die weitere Pflanzenentwicklung jedoch nicht behindern. In Vermehrungsbeständen mit Inzuchtlinien empfehlen wir wegen der gegebenen Sortenvielfalt keine Anwendung von XINCA ohne Vorprüfung auf Verträglichkeit.
Bei benachbarten breitblättrigen Kulturen wie Reben, Hopfen, Raps und Zuckerrüben können bei direktem Kontakt mit der Spritzbrühe Schäden an diesen Pflanzen entstehen.

Regenbeständigkeit
Regen unmittelbar nach der Anwendung hat Wirkungsminderung zur Folge. Nach ca. 3 Stunden ist Regenbeständigkeit gegeben.

Hinweise zur Anwendungstechnik

Mischbarkeit
XINCA kann in Mais mit Gräserherbiziden, terbuthylazin- und triketonhaltigen Herbiziden gemischt werden. In Zwiebel werden keine Tankmischungen empfohlen. Tankmischungen von XINCA mit Ölzusätzen oder Flüssigdüngern können zu erheblichen Blattschäden führen.
Für evtl. negative Auswirkungen von Tankmischungen mit von uns nicht als mischbar eingestuften Produkten haften wir nicht. Bei Verwendung mehrerer Produkte in einer Tankmischung können unvorhergesehene Wechselwirkungen auftreten.
Generell sind die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sowie die Grund sätze der Guten Landwirtschaftlichen Praxis zu beachten.

Spritzarbeit
Spritzgerät regelmäßig auf Prüfstand testen! Vor der Behandlung Gerät auslitern und Düsenausstoß kontrollieren. Während der Fahrt und während des Spritzens Rührwerk laufen lassen. Nach Arbeitspausen Spritzbrühe erneut aufrühren.

Ansetzen der Spritzbrühe
Spritzgeräte regelmäßig auf Prüfstand testen lassen. Reihenfolge der Spritzarbeit:

  1. Tank zu 1/2 bis 3/4 mit Wasser füllen.
  2. Rührwerk einschalten.
  3. Produkt vor dem Einfüllen kräftig schütteln!
  4. Produkt über das Einspülsieb oder direkt in den Tank geben.
  5. Entleerten Produktbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben.
  6. Tank mit Wasser auffüllen; die Wasserzuleitung unter die Wasseroberfläche verhindert ein Schäumen der Lösung. Wasserschlauch nicht direkt in die Spritzbrühe eintauchen, da die Gefahr des Brühe-Rückflusses bei Druckabfall in der Wasserleitung besteht. Fülltrichter verwenden, der in die Spritzbrühe eintaucht. Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig.
  7. Spritzflüssigkeit nach dem Ansetzen umgehend bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritzenreinigung
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden:

Restmengenverwertung
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben.
Eventuell auftretende Reste von Spritzbrühe und aus der Gerätereinigung nie in die Kanalisation oder im Freiland ablassen, sondern unverdünnt auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.

Maßnahmen im Unglücksfall

Erste Hilfe

Hinweise für den Arzt

Brand

Persönliche Schutzausrüstung verwenden. Im Brandfall, wenn nötig, umluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen. Kontaminiertes Löschwasser getrennt sammeln, darf nicht in die Kanalisation gelangen.

Nach Verschütten/Auslaufen
Nicht in Oberflächengewässer oder in die Kanalisation gelangen lassen. Mit flüssigkeitsbindendem Material (Sägespäne, Silikagel, Säurebinder, Universalbinder) aufnehmen, in entsprechenden Gefäßen zwischenlagern und vorschriftsgemäß entsorgen. Restmengen nicht mehr in Originalgebinde zurückgeben.

Hinweise für Transport und Lagerung

Transport
Nicht transportieren und lagern bei Temperaturen unter 0 °C und über 30 °C.

Lagerung
LGK 12/10 (Lagerklassen nach VCI)
Produkt bei Raumtemperatur im Originalgebinde so lagern, dass Betriebsfremde und Kinder keinen Zutritt haben.
Getrennt von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln lagern. Vor Gebrauch gut schütteln.

Gefahrenhinweise

Achtung