UniKombo®
Das Paket für saubere Bestände.

Herbizid-Kombination zur umfassenden Unkraut- und Ungrasbekämpfung in Mais.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. Kideka® 3751
Amtl. Pfl. Reg. Nr. SL950 2514
Amtl. Pfl. Reg. Nr. Spectrum® 2798


Handelsform: 5 l Kideka® + 5 l SL950 + 5 l Spectrum®

Vorteile

  • Terbuthylazin-freie Lösung: Anwendung in Wasserschutz- und Schongebieten möglich
  • Komplettlösung mit breitem Wirkungsspektrum
  • Stark gegen Unkräuter, Ungräser und Hirsen inkl. Glattblättrige Hirse
  • Einfache Handhabung durch Flüssigformulierung der Produkte
  • Langanhaltende Wirkung über den Boden durch Spectrum®
  • Wirkungssicher mit drei verschiedenen Wirkmechanismen
  • Flexible Lösung im Nachauflauf BBCH 12–16
  • Aktives Resistenzmanagement mit drei Wirkmechanismen

Wirkstoff

Kideka: Mesotrione (100 g/l; 9,15 Gew.-%), Suspensionskonzentrat (SC)
SL950: Nicosulfuron (40 g/l; 4,2 Gew.-%), Suspensionskonzentrat (SC)
Spectrum: Dimethenamid-p (720 g/l; 64 Gew.-%), Emulsionskonzentrat (EC)

Zugelassene Anwendungen

Kideka®

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Hühnerhirse
(Echinochloa crus-galli)
Mais 1,5 l/ha in 200-400 Liter Wasser nach dem Auflaufen der Kultur ab Stadium 12 (2. Laubblatt entfaltet) bis Stadium 18 (8. Laubblatt entfaltet) spritzen
Max. 1 Anwendung
-
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Hühnerhirse
(Echinochloa crus-galli)
Zuckermais 1,5 l/ha in 200-400 Liter Wasser nach dem Auflaufen der Kultur ab Stadium 12 (2. Laubblatt entfaltet) bis Stadium 18 (8. Laubblatt entfaltet) spritzen
Max. 1 Anwendung
-

Sonstige Auflagen und Hinweise:
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Jahr und Kultur.

SL950

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
Ungräser, Zweikeimblättrige Unkräuter Mais 1 - 1,5 l/ha in 300-500 Liter Wasser nach Aufgang der Ungräser bzw. Unkräuter
Max. 1 Anwendung
-

Spectrum®

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten Mais 1,4 l/ha in 200-400 l/ha Wasser vor oder nach dem Auflaufen der Kultur bis Stadium 16 spritzen;
max. 1 Anwendung
-
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten Zuckermais 1,4 l/ha in 200-400 l/ha Wasser vor dem Auflaufen der Kultur oder nach dem Auflaufen bis Stadium 16 spritzen -
(60 Tage bei Nachauflauf)

Wirkung
UniKombo® ist eine Produktkombination aus den Produkten Kideka®, SL 950 und Spectrum®. Die Produkte enthalten die Wirkstoffe Mesotrione, Nicosulfuron und Dimethenamid-p. Die Wirkstoffe ergänzen sich ausgezeichnet in ihrer Boden- und Blattwirkung. Somit ist eine sichere Wirkung gegen bereits aufgelaufenen Ungräser und Unkräuter und eine langanhaltende Bodenwirkung gegen später auflaufende Ungräser und Unkräuter garantiert.

Wirkungsspektrum

Mischbarkeit
Tankmischungen mit anderen Herbiziden sind grundsätzlich möglich. Beim Auftreten von Winden und Disteln empfehlen wir die Beimischung von 0,3-0,5 l/ha Dicamba flüssig.

Behördliche Auflagen zum Schutz von Gewässern und Nichtzielorganismen
Zum Schutz von Gewässerorganismen nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern anwenden. In jedem Fall ist eine unbehandelte Pufferzone mit folgendem Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten:
Spritzen
20 m (Regelabstand)
10 m (Abdriftminderungsklasse 50 %)
5 m (Abdriftminderungsklasse 75 %)
5 m (Abdriftminderungsklasse 90 %)
Zum Schutz von Gewässerorganismen vor Einschwemmung in Oberflächengewässer ist eine Anwendung auf abtragsgefährdeten Flächen nicht zulässig.
Zum Schutz von Nichtzielpflanzen ist eine Abdrift in angrenzendes Nichtkulturland zu vermeiden und das Pflanzenschutzmittel in einer Breite von mindestens 20 m zu angrenzendem Nichtkulturland (ausgenommen Feldraine, Hecken und Gehölzinseln unter 3 m Breite sowie Straßen, Wege und Plätze) mit abdriftmindernder Technik (Abdriftminderungsklasse mind. 90 % gemäß Erlass des BMLFUW vom 10.07.2001, GZ.69.102/13-VI/B9a/01 in der jeweils geltenden Fassung) auszubringen.
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Jahr und Kultur.

Anwendungsempfehlung
Die Anwendung von UniKombo® im Mais erfolgt nachdem Auflaufen des Maises und ist durch die Zulassung vom 2- bis zum 6-Blattstadium des Maises abgedeckt. Die Anwendung sollte mit praxisüblichen Wasseraufwandmengen von 200-400 l/ha erfolgen.
Die Produkte wirken über Blatt und Boden und werden von Wurzeln, Keim- und Laubblättern der Unkräuter und Ungräser aufgenommen. Die Wirksamkeit erstreckt sich über mehrere Wochen, sodass auch noch später auflaufende Unkräuter und Ungräser erfasst werden.

Die Universallösung im Mais
3,0 l/ha UniKombo® / BBCH 12-16

Kulturverträglichkeit
Grundsätzlich ist UniKombo® nach unserer bisherigen Kenntnis in allen Körner- und Silomaissorten verträglich. Nach Niederschlagsereignissen sollte der Mais wieder eine ausreichende Wachsschicht ausbilden. Dazu sollte mindestens ein regenfreier Tag zwischen Niederschlagsereignis und der Anwendung von UniKombo® liegen. UniKombo® sollte nicht unmittelbar nach Frost oder bei Frostgefahr, bei Temperaturen unter 10 °C (insbesondere auf sich nur langsam erwärmenden Böden), während starker Tag-Nacht-Temperaturschwankungen oder an sehr heißen Tagen mit hoher Sonneneinstrahlung und Temperaturen deutlich über 25 °C auf jungen, geschwächten Maisbeständen eingesetzt werden. Vom Einsatz von UniKombo® in Saatmaisvermehrungen, in Inzuchtlinien und im Zuchtgarten raten wir ohne vorhergehender Verträglichkeitsprüfung ab.
Maisbestände, die mit UniKombo® behandelt wurden oder werden sollen, dürfen nicht zusätzlich mit einem Insektizid auf der Basis systemischer organischer Phosphorsäure-Ester oder Thiocarbamate behandelt werden, um Mais- Unverträglichkeiten zu vermeiden. Dies gilt für Tankmischungen und Behandlungsfolgen während zwei Wochen vor und nach der Anwendung von UniKombo®.

Hinweise für Transport und Lagerung
Nicht transportieren und lagern bei Temperaturen unter 0 °C und über 40 °C.

Lagerung
LGK 12/10 (Lagerklasse nach VCI)
So lagern, dass Betriebsfremde keinen Zutritt haben. Lagerung und Transport haben in geschlossenen Originalpackungen getrennt von Lebensmitteln, Getränken und Futtermitteln zu erfolgen.


Kideka®

Flüssiges Herbizid gegen einjährige zweikeimblättrige Unkräuter und Hühnerhirse im Mais und Zuckermais.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3751
Handelsform: 5 Liter

Wirkstoff

Mesotrione (100 g/l; 9,15 Gew.-%), Suspensionskonzentrat (SC)

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Hühnerhirse
(Echinochloa crus-galli)
Mais 1,5 l/ha in 200-400 Liter Wasser nach dem Auflaufen der Kultur ab Stadium 12 (2. Laubblatt entfaltet) bis Stadium 18 (8. Laubblatt entfaltet) spritzen
Max. 1 Anwendung
-
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Hühnerhirse
(Echinochloa crus-galli)
Zuckermais 1,5 l/ha in 200-400 Liter Wasser nach dem Auflaufen der Kultur ab Stadium 12 (2. Laubblatt entfaltet) bis Stadium 18 (8. Laubblatt entfaltet) spritzen
Max. 1 Anwendung
-

Sonstige Auflagen und Hinweise:
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Jahr und Kultur.

Anwendungshinweise

Wirkungsweise
Der in KIDEKA® enthaltene Wirkstoff Mesotrione gehört zur chemischen Gruppe der Callistemone (Triketone).
KIDEKA® ist ein überwiegend blattaktives Nachauflauf-Herbizid mit einer zusätzlichen Wirkungskomponente durch Aufnahme über die Wurzel. Dadurch werden, im Gegensatz zu ausschließlich blattaktiven Herbiziden, insbesondere empfindliche Unkrautarten, die über eine längere Zeitspanne verteilt auflaufen, bekämpft. Spät nach der Anwendung auflaufende Hirsen (zweite und dritte Welle) werden von KIDEKA® allein unzureichend erfasst.
Der Wirkstoff hemmt indirekt die Carotinoid-Biosynthese empfindlicher Pflanzen. In der Folge tritt eine photooxidative Zerstörung der grünen Blattpigmente ein, die zu Ausbleichungen grüner Pflanzenteile führt.
Die ersten Wirkungssymptome treten 5 bis 7 Tage nach der Behandlung mit KIDEKA® auf.
Während eines Zeitraums von bis zu 14 Tagen nach Anwendung sterben empfindliche Unkräuter ab.

Wirkungsspektrum

* Bis zum 3-Blatt-Stadium. ** Bis zum 2- bis 4-Blatt-Stadium

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Anwendungsempfehlungen
KIDEKA® wird im Nachauflaufverfahren im Mais eingesetzt. Frühestmöglicher Einsatztermin ist im 2-Blattstadium des Maises. Die Anwendung soll bis zum 8-Blattstadium des Maises erfolgen. Die Unkräuter sollten zur Zeit der Spritzung bereits aufgelaufen sein und sich im 2- bis 4 Blattstadium befinden. Die Ungräser werden im Allgemeinen vom 2-Blattstadium bis zur Bestockung erfasst.
Das lange Anwendungsfenster erlaubt es, günstige Anwendungszeitpunkte zu finden. Nach Regenperioden einen Tag warten, bis der Mais wieder eine Wachsschicht gebildet hat. KIDEKA® nicht anwenden, solange die Tag-/ Nachttemperaturen um mehr als 20 °C schwanken. Bei Temperaturen über 25 °C und intensiver Sonneneinstrahlung sollte die Anwendung verschoben werden. Nach der Anwendung von KIDEKA® sollte für 2–3 Stunden kein Niederschlag fallen, damit genügend Wirkstoff von den Unkräutern und Ungräsern aufgenommen werden kann.
Die Anwendung von KIDEKA® wird nicht empfohlen bei Frost bzw. frostgeschädigten Beständen, bei extremer Trockenheit, bei Staunässe bzw. in Beständen, die unter Nährstoffmangel, Krankheiten sowie Schädlingsbefall leiden.

Pflanzenverträglichkeit
KIDEKA® zeichnet sich durch eine gute Verträglichkeit auf allen Körner und Silomaissorten über einen umfassenden Entwicklungszeitraum des Maises aus. Der Einsatz in Inzuchtlinien, der Saatmaisvermehrung sowie im Zuchtgarten darf wegen der gegebenen Sortenvielfalt nur nach Vorprüfung auf Verträglichkeit erfolgen.
Unter Stressbedingungen wie schwach ausgebildeter Wachsschicht zum Behandlungszeitpunkt, schlechter Bodenstruktur (z. B. Verdichtungen, Staunässe) sowie ungünstigen Witterungsverläufen nach der Anwendung (z. B. kühle und feuchte Witterung, extreme Trockenheit, starke Tag-Nacht-Temperaturschwankungen, niedrige Nachttemperaturen) können Blattaufhellungen auftreten, die sich jedoch normalerweise rasch auswachsen und den Ertrag nicht nachteilig beeinflussen.

Resistenzvorbeugung
KIDEKA® enthält den Wirkstoff Mesotrione. Der Wirkmechanismus von Mesotrione wird der HRAC Gruppe F2 zugeordnet.
Geeignete Resistenzvorbeugungsstrategien (wie z. B. Tankmischungen mit Wirkstoffen aus anderen Gruppen) sind zu berücksichtigen. Weitere Informationen siehe Internet www.plantprotection.org.
Wenn diese Herbizide über mehrere Jahre auf demselben Feld eingesetzt werden, ist regional eine Selektion von resistenten Biotypen potenziell möglich.

Geeignete Resistenzvermeidungsstrategien sind zu berücksichtigen, wie z.B.:

Besondere Hinweise
KIDEKA® kann auch in Mais mit Untersaaten von Weidelgräsern, Knaulgras oder Rotschwingel eingesetzt werden.
Für die Graseinsaat ist ein zeitlicher Abstand von mindestens 10–14 Tagen vor und nach der Anwendung von KIDEKA® einzuhalten.

Hinweise zur Anwendungstechnik

Mischbarkeit
Die Anwendung in Tankmischungen mit blattaktiven Wirkstoffen sollte nicht unter ungünstigen Witterungsbedingungen durchgeführt werden. In solchen Tankmischungen sollte eine Aufwandmenge von 1,0 l/ha KIDEKA® nicht überschritten werden, um Mais-Unverträglichkeiten zu vermeiden.
Maisbestände, die mit KIDEKA® behandelt wurden oder werden sollen, dürfen nicht zusätzlich mit einem Insektizid auf der Basis organischer Phosphorsäure-Ester und Thiocarbamate behandelt werden, um Mais-Unverträglichkeiten zu vermeiden. Dies gilt für Tankmischungen und Behandlungsfolgen während zwei Wochen vor und nach der Anwendung von KIDEKA®.
Zur Wirkungsverbreiterung empfehlen wir in Mais die Mischung mit dem Wirkstoff Nicosulfuron und Spectrum®, die in Form des „Uni-Kombo Mais Pack“ vertrieben wird.

Spritzarbeit
Spritzgerät regelmäßig auf Prüfstand testen! Vor der Behandlung Gerät auslitern und Düsenausstoß kontrollieren.
Während der Fahrt und während des Spritzens Spritzbrühe durch Rührwerk oder Rücklauf in Bewegung halten.
Nach Arbeitspausen Spritzbrühe erneut aufrühren.

Ansetzen der Spritzbrühe
Spritzgeräte regelmäßig auf Prüfstand testen lassen.
Reihenfolge der Spritzarbeit:

  1. Tank zu 1/2 bis 3/4 mit Wasser füllen.
  2. Rührwerk einschalten.
  3. Produkt vor dem Einfüllen kräftig schütteln!
  4. KIDEKA® über das Einspülsieb oder direkt in den Tank geben.
  5. Entleerten Produktbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben.
  6. Tank mit Wasser auffüllen; die Wasserzuleitung unter die Wasseroberfläche verhindert ein Schäumen der Lösung. Wasserschlauch nicht direkt in die Spritzbrühe eintauchen, da die Gefahr des Brühe-Rückflusses bei Druckabfall in der Wasserleitung besteht. Fülltrichter verwenden, der in die Spritzbrühe eintaucht. Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig.
  7. Spritzflüssigkeit nach dem Ansetzen umgehend bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritzenreinigung
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden:

Restmengenverwertung
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben. Eventuell auftretende Reste von Spritzbrühe und aus der Gerätereinigung nie in die Kanalisation oder im Freiland ablassen, sondern unverdünnt auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.

Maßnahmen im Unglücksfall

Erste Hilfe

Hinweise für den Arzt

Brand

Persönliche Schutzausrüstung verwenden. Im Brandfall, wenn nötig, umluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen. Übliche Maßnahmen bei Bränden mit Chemikalien. Kontaminiertes Löschwasser getrennt sammeln, darf nicht in die Kanalisation gelangen.

Hinweise für Transport und Lagerung

Transport
UN 3082 / ADR/RID: 9 III
Nicht transportieren und lagern bei Temperaturen unter 0 °C und über 30 °C.

Lagerung
Lagerklasse LGK 12/10
Produkt bei Raumtemperatur im Originalgebinde so lagern, dass Betriebsfremde und Kinder keinen Zutritt haben.

Gefahrenhinweise

Gefahr



SL950

SL 950 ist ein selektives Nachauflaufherbizid zur Bekämpfung von Gräsern und Unkräutern im Mais.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 2514
Handelsform: 5 Liter

Wirkstoff

Nicosulfuron, 40 g/l, Suspensionskonzentrat (SC)

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
Ungräser, Zweikeimblättrige Unkräuter Mais 1 - 1,5 l/ha in 300-500 Liter Wasser nach Aufgang der Ungräser bzw. Unkräuter
Max. 1 Anwendung
-

Eigenschaften und Wirkungsweise

SL 950 gehört zur Wirkstoffgruppe der Sulfonylharnstoffe. Der Wirkstoff wird von den Pflanzen hauptsächlich über das Blatt und zu geringem Teil über die Wurzeln aufgenommen.
Die herbizide Wirkung erfolgt über die Hemmung des Enzyms Acetolactat Synthase (ALS) in den Zellen der Unkräuter und Gräser. Diese stellen das Wachstum unverzüglich ein, verfärben sich, und sterben anschließend langsam ab.
(WMB): Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe): B

Wirkungsspektrum

Anwendung

Anwendungsempfehlung
Der Einsatz von SL 950 erfolgt zwischen dem 2 bis 8Blattstadium des Maises im Nachauflauf. Die Unkräuter sollten zum Zeitpunkt der Applikation bereits aufgelaufen sein und sich im 24 Blattstadium befinden. Ungräser werden vom 2 – Blattstadium bis zur Bestockung erfasst. Die Quecke sollte 4 – 6 Blätter gebildet haben. Zur Erweiterung des Wirkungsspektrums gegen zweikeimblättrige Unkräuter empfehlen wir eine Tankmischung mit einem entsprechenden Mischungspartner.

Aufwandmenge SL950 l/ha Zielungras, -unkraut Anmerkung
1,00 l/ha Ackerfuchsschwanz, Flughafer, Hühnerhirse, Borstenhirse, Rispengräser, Unkräuter Abhängig vom Ungras- bzw. Unkrautstadium und in Kombination mit einem Herbizid mit Blatt- und Bodenwirkung gegen Gräser und Unkräuter (Calaris®, Terbuthylazin, Arrat®, Zeagran Ultimate®)
1,00 - 1,25 l/ha Quecke 4 bis 6 Blattstadium
1,25 - 1,50 l/ha Mohrenhirse 2 bis 4 Blattstadium

Anwendungshinweise
SL 950 ist äußerst sortenverträglich und kann in einem breiten Anwendungsfenster vom 2 bis 8 Blatt–Stadium des Maises angewendet werden.
SL 950 nach Möglichkeit bei wüchsigen Bedingungen und Temperaturen von 10 bis 25 Grad Celsius einsetzen, wobei die Tag / Nachtschwankungen nicht über 20 Grad liegen sollten. Der Mais sollte zum Zeitpunkt der Anwendung eine gute Wachsschicht ausgebildet haben. Nach Regenperioden einen Tag warten, bis sich die Wachsschicht neu gebildet hat.
Bei Temperaturen über 25 Grad Celsius und intensiver Sonneneinstrahlung sollte die Anwendung verschoben werden.
Nach der Anwendung von SL 950 sollte 2–3 Stunden kein Niederschlag fallen. SL 950 nicht anwenden, wenn der Mais unter Frost, extreme Trockenheit, Staunässe oder Nährstoffmängel bzw. Krankheiten und Schädlingsbefall leidet.

Resistenzmanagement
SL 950 enthält den Wirkstoff Nicosulfuron, welcher zur Gruppe der Sulfonylharnstoffe zählt, deren Wirkungsmechanismus von HRAC (Herbicide Resistance Action Committee) in die Gruppe B eingestuft wurde. Werden diese Herbizide über mehrere Jahre auf derselben Stelle eingesetzt, ist eine Selektion von resistenten Biotypen möglich. Deshalb kann unter besonders ungünstigen Bedingungen eine Veränderung in der Wirksamkeit des Mittels nicht ausgeschlossen werden. Die von Belchim Crop Protection GmbH empfohlene Aufwandmenge ist daher unbedingt einzuhalten.

Kultur- und Sortenverträglichkeit
Nach bisherigen Erfahrungen (Stand Oktober 2011) wird SL 950 von den meisten geprüften, Silo- und Körnermaissorten gut vertragen, wenn keine ungünstigen Bedingungen vor, während und nach der Anwendung herrschen.
Die Anwendung von SL 950 wird aus Verträglichkeitsgründen nicht empfohlen:

Maisbestände, die mit SL 950 behandelt wurden oder werden sollen, dürfen nicht zusätzlich mit einem Insektizid auf der Basis organischer Phosphorsäure-Ester oder Thiocarbamate behandelt werden, um Mais-Unverträglichkeiten zu vermeiden. Dies gilt für Tankmischungen und Behandlungsfolgen während vier Wochen vor und nach der Anwendung von SL 950. Die Anwendung von SL 950 ist möglich auf Flächen, die vor, während oder nach der Saat mit Insektiziden auf Pyrethroid, Neonicotinoidoder Carbamat-Wirkstoffbasis behandelt wurden.

Als unverträglich für SL 950 haben sich nach bisherigen Erfahrungen folgende Sorten erwiesen:
Aabsolut, Bielik, Cladio, EE 3315, Fjord, Golduval, GZ Aldera, Kluni CS, Nathan, Nescio, Prinz, Rival, SM 51.135, Tango.

Die gennannten Sorten können auch unter günstigen Anwendungsbedingungen durch SL 950 geschädigt werden. Die Liste der unverträglichen Sorten wird laufend aktualisiert und ist in der Produktinformation im Internet unter www.belchim.com zu finden. Für nicht geprüfte Maissorten oder für neu zugelassene Maissorten informieren Sie sich bzgl. der Herbizidverträglichkeit bitte auch bei den Züchtern bzw. deren Vertriebspartnern.

Mischbarkeit
SL 950 ist mit Triketonen, Arrat®, Bromoxynil sowie Terbuthylazin-Produkten mischbar und gut verträglich. Beim Einsatz von SL 950 mit anderen Produkten sind die Empfehlung und die Auflagen der Mischpartner zu beachten.

Nachbaueinschränkungen und Wartezeiten
SL 950 ist nach zwei Monaten nahezu vollständig im Boden abgebaut. Daher kann SL 950 in normalen Fruchtfolgen uneingeschränkt eingesetzt werden. Bei vorzeitigem Umbruch kann Mais und Sojabohne nach vorherigem Pflügen nachgebaut werden. Wenn durch anhaltende Trockenheit der Wirkstoffabbau verzögert sein sollte, wird im Anwendungsjahr der Nachbau von Raps und Zwischenfrüchten nicht empfohlen.

Einschränkung zur Anwendung
SL 950 sollte nicht in der Produktion von Saatmais und Zuckermais eingesetzt werden. Flächen, welche mit einem Bodeninsektizid aus der Gruppe der org. Phosphorsäureester behandelt wurden, dürfen nicht mit SL 950 behandelt werden.

Gewässerschutz

Gefahrenhinweise

Achtung



Spectrum®

Unkrautbekämpfungsmittel gegen Ungräser und Unkräuter in Mais, Zuckerrübe und Futterrübe, Sonnenblume, Ölkürbis, Feuerbohne, Zuckermais, Spargel, Porree, Buschbohne, Speisezwiebel, Zwiebelgemüse, Kürbis-Hybriden, Gurke, Zucchini, Patisson, Melonen, Erdbeeren, Kernobst, Steinobst, Beerenobst, Schalenobst, Zierkürbis, Sorghumhirse, Chinaschilf, Kopfkohl, Stangenbohne, Schnittlauch, Karfiol, Brokkoli, Kohlsprossen, Blattkohle und Zierpflanzen.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 2798
Handelsform: 5 Liter

Wirkstoff

720 g/l Dimethenamid-P (Gew.-%: 63,7), Emulsionskonzentrat (EC)

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten Mais 1,4 l/ha in 200-400 l/ha Wasser vor oder nach dem Auflaufen der Kultur bis Stadium 16 spritzen;
max. 1 Anwendung
-
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Zucker- und Futterrübe 0,9 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser von Stadium 16 bis Stadium 18 spritzen;
max. 1 Anwendung
-
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Zucker- und Futterrübe Anwendung im Splittingverfahren: 1. Anwendung: 0,3 l/ha, 2. Anwendung: 0,6 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser nach dem Auflaufen der Kultur ist Stadium 18 im Abstand von 7 - 10 Tagen spritzen -
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hühnerhirse Sonnenblume auf leichten Böden 0,8 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser vor dem Auflaufen der Kultur spritzen -
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hühnerhirse Sonneblume auf mittleren und schweren Böden 1,2 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser vor dem Auflaufen der Kultur spritzen -
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten Ölkürbis 1,4 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser vor dem Auflaufen der Kultur oder vor dem Pflanzen spritzen als Zwischenreihenbehandlung -
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten Feuerbohne 0,8 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser vor dem Auflaufen der Kultur (2-3 Tage nach der Aussaat) spritzen -
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten Zuckermais 1,4 l/ha in 200-400 l/ha Wasser vor dem Auflaufen der Kultur oder nach dem Auflaufen bis Stadium 16 spritzen VA: -
NA: 60 Tage
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten Spargel 1,4 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser bis nach dem Durchstoßen vor dem Stadium 11 in Ertragsanlagen nach dem Stechen spritzen -
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe Porree
(Lauch)
1,4 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser nach dem Auflaufen von Stadium 12 - 13 der Kultur (In Pflanzkulturen : 5-7 Tage nach dem Anwachsen) spritzen 80 Tage
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Buschbohne 1,0 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser vor oder nach dem Auflaufen der Kultur bis Stadium 14 spritzen 42 Tage
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Speisezwiebel 1,4 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser nach dem Auflaufen bis Stadium 14 spritzen -
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten Zwiebelgemüse 1,4 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser nach dem Auflaufen von Stadium 12-13 spritzen 50 Tage
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten Kürbis-Hybriden, Gurke, Zucchini, Patisson, Melonen 1,4 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser vor dem Auflaufen/Pflanzen als Zwischenreihenbehandlung spritzen -
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe Erdbeeren 1,4 l/ha in 200 - 600 l/ha Wasser nach der Ernte spritzen -
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe Erdbeeren im Pflanzjahr 1,4 l/ha in 400 - 600 l/ha Wasser nach dem Pflanzen, vor der Blüte spritzen -
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe Erdbeeren Ertragsanlagen 1,4 l/ha in 400 - 600 l/ha Wasser vor der Blüte spritzen -
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe Kernobst nicht im Pflanzjahr 1,4 l/ha in 200 - 600 l/ha Wasser bis Stadium 74 der Kultur oder nach der Ernte als Reihenbehandlung spritzen -
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe Steinobst nicht im Pflanzjahr 1,4 l/ha in 200 - 600 l/ha Wasser bis Stadium 73 der Kultur oder nach der Ernte als Reihenbehandlung spritzen -
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe Beerenobst 1,4 l/ha in 200 - 600 l/ha Wasser bis Stadium 61 als Reihenbehandlung spritzen -
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe Schalenobst 1,4 l/ha in 200 - 600 l/ha Wasser bis Stadium 61 als Reihenbehandlung spritzen -
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe Zierkürbis 1,4 l/ha in 200 - 600 l/ha Wasser vor dem Auflaufen der Kultur, vor dem Pflanzen als Reihenbehandlung spritzen -
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten Sorghumhirse 1,4 l/ha in 150 - 400 l/ha Wasser nach dem Auflaufen der Kultur ab Stadium 13 spritzen -
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hühnerhirse Chinaschilf 1,2 l/ha in 400 - 600 l/ha Wasser im Frühjahr nach dem Pflanzen von Stadium 00 - 19 der Kultur spritzen -
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe Kopfkohl Saatkultur 1,4 l/ha in 200 - 600 l/ha Wasser nach dem Auflaufen von Stadium 12-16 der Kultur spritzen 60 Tage
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe Kopfkohl Pflanzkultur 1,4 l/ha in 200 - 600 l/ha Wasser nach dem Anwachsen bis Stadium 16 der Kultur spritzen 60 Tage
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Stangenbohne 1,0 l/ha in 200 - 600 l/ha Wasser vor dem Auflaufen der Kultur spritzen -
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Stangenbohne 1,0 l/ha in 200 - 600 l/ha Wasser nach dem Auflaufen von Stadium 12 - 14 spritzen 42 Tage
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten Schnittlauch Nutzung als frisches Kraut 1,0 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser nach dem Auflaufen der Kultur von Stadium 12 - 14 spritzen 35 Tage
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten Schnittlauch Nutzung als frisches Kraut 1,0 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser nach dem Austrieb von Stadium 12 -14 spritzen; ab dem 2. Standjahr 35 Tage
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten Schnittlauch Bulbenanzucht 1,0 l/ha nach dem Auflaufen der Kultur von Stadium 12 - 14 spritzen -
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe Karfiol Saatkultur, Brokkoli Saatkultur 1,0 l/ha in 200 - 600 l/ha Wasser nach dem Auflaufen vom Stadium 12 - 16 spritzen 35 Tage
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe Karfiol Pflanzkultur, Brokkoli Pflanzkultur 1,0 l/ha in 200 - 600 l/ha Wasser nach dem Anwachsen bis Stadium 16 spritzen 35 Tage
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras, Hirse-Arten Kohlsprossen Saatkultur 1,0 l/ha in 200 - 600 l/ha Wasser nach dem Auflaufen vom Stadium 12 - 16 spritzen 90 Tage
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras, Hirse-Arten Kohlsprossen Pflanzkultur 1,0 l/ha in 200 - 600 l/ha Wasser nach dem Anwachsen bis Stadium 16 spritzen 90 Tage
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras, Hirse-Arten Blattkohle Saatkultur 1,0 l/ha in 200 - 600 l/ha Wasser nach dem Auflaufen vom Stadium 12 - 16 spritzen 60 Tage
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras, Hirse-Arten Blattkohle Pflanzkultur 1,0 l/ha in 200 - 600 l/ha Wasser nach dem Anwachsen bis Stadium 16 spritzen 60 Tage
zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse- Arten, Einjährige Rispe Zierpflanzen 1,2 l/ha in 200 - 600 l/ha Wasser nach dem Auflaufen oder Pflanzen der Kultur spritzen -

Anwendung

Wirkungsweise
Spectrum ist ein Herbizid zur Bekämpfung von Ungräsern und Unkräutern. Es wird über Keimblätter und Wurzeln aufgenommen. Bei Anwendung vor dem Auflaufen wird Spectrum von den keimenden Ungräsern und Unkräutern aufgenommen und bringt sie vor oder meistens kurz nach dem Auflaufen zum Absterben. Ein feinkrümeliges, feuchtes Saatbett unterstützt die Wirkung.
Im Nachauflauf werden die Ungräser und Unkräuter bis max. 2. Laubblattstadium erfasst.
Ein guter Bekämpfungserfolg wird dann erzielt, wenn sich der Wirkstoff bei ausreichender Feuchtigkeit im Boden lösen und verteilen kann und somit eine Wirkstoffaufnahme zusätzlich über das Wurzelsystem der Unkräuter möglich ist.
Auf stark humosen oder anmoorigen Standorten sind Minderwirkungen möglich.
Wird auf oberflächig ausgetrockneten Boden gespritzt, tritt die Hauptwirkung erst nach später einsetzenden Niederschlägen ein.
Laufen Ungräser aus tieferen Bodenschichten auf und erfährt der Boden über längere Zeit keine Durchfeuchtung, sind Minderwirkungen möglich.

Kulturpflanzenverträglichkeit
Spectrum ist in allen geprüften Mais-, Zucker- und Futterrübensorten verträglich.
Sortenabhängige Unverträglichkeiten im Spargel sind nicht bekannt.
Nicht in Saatmais und Zuckerrübensamenträgern anwenden!

Wirkungsspektrum

Spectrum ist in allen geprüften Mais-, Zucker- und Futterrübensorten verträglich.

Wichtige Hinweise

Anwendungsempfehlungen und Indikationen

Mais (Vorauflauf oder Nachauflauf)
Anwendung im Vorauflaufverfahren gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten
Aufwandmenge: 1,4 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Max. 1 Anwendung in der Kultur bzw. pro Jahr

Anwendung im frühen Nachauflaufverfahren gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten
Aufwandmenge: 1,4 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Die Anwendung kann unabhängig vom Entwicklungsstadium des Maises in der Zeit vom Erscheinen des 1. Laubblattes (BBCH 10) bis zum Entfalten des 6. Laubblattes (BBCH 16) erfolgen. Maßgeblich ist das Entwicklungsstadium der Unkräuter und Ungräser, die sich zur Behandlung max. im 2-Blattstadium befinden sollten.
Max. 1 Anwendung in der Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Zucker- und Futterrübe
Anwendung gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter (Spätverunkrautung)
Die Behandlung erfolgt im 6-8-Blattstadium der Rüben. Voraussetzung für den Behandlungserfolg ist, dass die bis zum Einsatz von Spectrum aufgelaufenen Unkräuter mit anderen Rübenherbiziden im Vor- und/oder Nachauflauf erfolgreich bekämpft wurden. Üblicherweise werden hierfür drei Anwendungen der gebräuchlichen Rübenherbizide benötigt. Spectrum verhindert dann den Neuauflauf der im Wirkungs-spektrum aufgeführten Unkräuter über einen Zeitraum von mehreren Wochen.
Wird Spectrum in Tankmischung mit Betanal oder Goltix Produkten ausgebracht, muss kein zusätzliches Öl mehr hinzugefügt werden.
Aufwandmenge: 0,9 l/ha in 200 -400 l Wasser/ha
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Anwendung gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter (Splittingverfahren; geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
1. Anwendung: 0,3 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
2. Anwendung: 0,6 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt nach dem Auflaufen bis zum 8-Blattstadium der Rüben.
Max. Zahl der Anwendungen: 2
Zeitlicher Abstand in Tagen: 7 – 10
Insgesamt nicht mehr als 2 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode.

Sonnenblumen (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hühnerhirse
0,8 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha auf leichten Böden
Anwendung vor dem Auflaufen, Frühjahr
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Sonnenblumen (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hühnerhirse
1,2 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha auf mittleren und schweren Böden
Anwendung vor dem Auflaufen, Frühjahr
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.
Hinweise zur Anwendung in Sonnenblume
Bei der Saat ist auf eine exakte Tiefenablage und ausreichende Abdeckung des Saatgutes mit feinkrümeligem Boden zu achten. Bei unsachgemäßer Anwendung, insbesondere bei zu spätem Einsatz und ungünstiger Witterung (Starkregen), sind Schäden an der Kulturpflanze möglich:

Ölkürbis (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten
Zwischenreihenbehandlung 1,4 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt vor dem Auflaufen oder vor dem Pflanzen der Kultur.
Kein Einsatz in verfrühten Kulturen unter Vlies- und Folienabdeckung
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Feuerbohne – Nutzung als Trockenbohne (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten
0,8 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt vor dem Auflaufen, 2 – 3 Tage nach der Aussaat.
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Zuckermais (Vorauflauf oder Nachauflauf) geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51
Anwendung im Vorauflaufverfahren gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten
Aufwandmenge: 1,4 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Max. 1 Anwendung in der Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Anwendung im frühen Nachauflaufverfahren gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten
Aufwandmenge: 1,4 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Die Anwendung kann unabhängig vom Entwicklungsstadium des Zuckermaises in der Zeit vom Erscheinen des 1. Laubblattes (BBCH 10) bis zum Entfalten des 6. Laubblattes (BBCH 16) erfolgen. Maßgeblich ist das Entwicklungsstadium der Unkräuter und Ungräser, die sich zur Behandlung max. im 2-Blattstadium befinden sollten.
Max. 1 Anwendung in der Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Spargel (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
Nach dem Stechen bis nach dem Durchstoßen, vor Ausbildung der Phyllokla-dien am 1. Trieb (Ertragsanlagen)
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten
Aufwandmenge: 1,4 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Max. 1 Anwendung in der Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Porree (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe
Zugelassene Aufwandmenge 1,4 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Anwendungsempfehlung 1,0 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt nach dem Auflaufen; vom BBCH 12 – 13 (vom 2 – bis 3.Blattstadium) oder in Pflanzkulturen:
5 – 7 Tage nach dem Anwachsen
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.
Hinweise zur Anwendung in Porree:
In der Saatkultur ist auf eine ausreichende Saattiefe zu achten. Auf leichten Sandböden kann es zu nachhaltigen Pflanzenschäden kommen, wenn nach der Applikation zu intensiv beregnet wird oder es zu Starkniederschlagsereignissen kommt. Um Schäden zu vermeiden, sollte in der Saatkultur erst ab dem Entwicklungsstadium BBCH 12 - 13 appliziert werden.
Auf leichten Sandböden kann es zu nachhaltigen Pflanzenschäden kommen, wenn nach der Applikation zu intensiv beregnet wird oder es zu Starkniederschlagsereig-nissen kommt. Um Schäden zu vermeiden, sollte in der Pflanzkultur erst 5 bis 7 Tage nach dem Pflanzen, nach dem Anwachsen der Kultur appliziert werden.

Buschbohne (Vorauflauf- oder Nachauflaufanwendung) geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
Zugelassene Aufwandmenge 1,0 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Anwendungsempfehlung 0,5 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt vor dem Auflaufen; nach dem Auflaufen bis BBCH 14 (4.Laubblatt entfaltet).
Max. 1 Anwendung für Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.
Spectrum ist nicht geeignet, um Altverunkrautung zu erfassen.
Spectrum wird in den meisten Fällen nicht solo, sondern in Tankmischung mit anderen Herbiziden eingesetzt, die die bekannten Wirkungslücken von Spectrum schließen.
Auf leichten Böden kann es zu nachhaltigen Pflanzenschäden kommen, wenn in den ersten 5 Tagen nach der Anwendung bzw. zum Zeitpunkt der Keimung der Bohne starke Niederschläge auftreten. Um Schäden in der Vorauflauf-Anwendung zu vermeiden, ist die Einhaltung einer Mindest-Saattiefe von 3-4 cm erforderlich.
Überlappungen bei der Applikation von Spectrum in Buschbohne sollten vermieden werden. Im Nachauflauf (BBCH 11-14) sollte die Applikation erst ab dem Zeitpunkt der vollen Ausbildung des ersten Trifolis (echtes erstes Laubblatt der Bohne) erfolgen. Zu frühe Applikationen können die Bohne ggf. im Wuchs hemmen.
Überlappungen bei der Applikation von Spectrum in Buschbohne sollten vermieden werden.

Speisezwiebel (Freiland, Nutzung als Trockenzwiebel) bis BBCH 14 (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
Zugelassene Aufwandmenge 1,4 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Anwendungsempfehlung 1,0 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Anwendung erfolgt nach dem Auflaufen bis BBCH 14 (4.Laubblatt entfaltet) als Flä-chenspritzung mit üblichen Geräten.
Spectrum eignet sich besonders in der Abschlussspritzung zur Bodenversiegelung.
Bei einem vorgezogenen Einsatz von Spectrum muss die Aufwandmenge an das Stadium der Zwiebel, der Bodenart und den zu erwartenden Niederschlagsereignissen angepasst werden. Starkniederschlagsereignisse oder zu große Beregnungsgaben nach der Behandlung können es zu Wuchshemmungen und/oder Ausdünnung führen.
Kein Einsatz in der Winterzwiebel im Herbst.
Max. 1 Anwendung für Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Zwiebelgemüse (Freiland, Nutzung als Bundzwiebel) BBCH 12 bis 13 (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten
Zugelassene Aufwandmenge 1,4 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Anwendungsempfehlung 1,0 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt nach dem Auflaufen von BBCH 12 – 13 (vom 2- bis zum 3-Laubblattstadium der Kultur).
Max. 1 Anwendung für Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Kürbis-Hybriden, Gurke, Zucchini, Patisson, Melonen (Freiland, Anbau auf Mulchfolie) geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten
Zwischenreihenbehandlung: 1,4 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt als Zwischenreihenbehandlung vor dem Auflaufen oder vor dem Pflanzen der Kultur.
Kein Einsatz in verfrühten Kulturen unter Vlies- und Folienabdeckung
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Erdbeeren (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe
Zugelassene Aufwandmenge 1,4 l/ha in 200 – 600 l Wasser/ha
Anwendungsempfehlung 1,0 l/ha in 200 – 600 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt im Ertragsjahr nach der Ernte.
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Erdbeeren (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe
Zugelassene Aufwandmenge 1,4 l/ha in 400 – 600 l Wasser/ha
Anwendungsempfehlung 1,0 l/ha in 400 – 600 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt im Ertragsjahr vor der Blüte.
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Erdbeeren (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51) im Pflanzjahr
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe
Zugelassene Aufwandmenge 1,4 l/ha in 400 – 600 l Wasser/ha
Anwendungsempfehlung 1,0 l/ha in 400 – 600 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt im Pflanzjahr nach dem Pflanzen, vor der Blüte.
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Kernobst (nicht im Pflanzjahr) geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe
Aufwandmenge 1,4 l/ha in 200 – 600 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt als Reihenbehandlung bis BBCH 74 (Fruchtdurchmesser bis 40 mm; Frucht steht aufrecht;
T-Stadium: Fruchtunterseite und Stiel bilden ein T) oder nach der Ernte.
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Steinobst (nicht im Pflanzjahr) geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe
Aufwandmenge 1,4 l/ha in 200 – 600 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt als Reihenbehandlung bis BBCH 73 (zweiter Fruchtfall, Rötelfruchtfall) oder nach der Ernte.
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Beerenobst, ausgenommen Erdbeeren (nicht im Pflanzjahr) geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe
Aufwandmenge 1,4 l/ha in 200 – 600 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt als Reihenbehandlung bis BBCH 61 (Beginn der Blüte).
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Schalenobst (nicht im Pflanzjahr) geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe
Aufwandmenge 1,4 l/ha in 200 – 600 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt als Reihenbehandlung bis BBCH 61 (Beginn der Blüte).
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.
Weitere Hinweise und Bemerkungen zu den Anwendungen in Kern-, Stein-, Schalenobst, Himbeer- und Johannisbeerartigem Beerenobst sowie Erdbeere:
In Himbeer- und Johannisbeerartigem Beerenobst keine Anwendung auf offenliegende Wurzeln und grüne Triebe abschirmen. Keine Tankmischung mit Carfentrazon-haltigen Mitteln.
In Kern-, Stein- und Schalenobst sowie in Himbeer- und Johannisbeerartigem Beerenobst sollte keine Anwendung im Pflanzjahr erfolgen, da Schäden an den Kulturpflanzen nicht auszuschließen sind. In Abhängigkeit vom Entwicklungsstadium können insbesondere bei Erdbeer-Frigopflanzen geringfügige sich verwachsende Schäden beobachtet werden. In Abhängigkeit von Kultur, Sorte, Anbauverfahren und spezifischen Umweltbedingungen können Schäden an der zu behandelnden Kultur nicht ausgeschlossen werden. Die Pflanzenverträglichkeit sollte daher unter den betriebsspezifischen Bedingungen geprüft werden.

Zierkürbis (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe
Aufwandmenge 1,4 l/ha in 200 – 600 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt als Reihenbehandlung vor dem Auflaufen der Kultur; vor dem Pflanzen.
Kein Einsatz in verfrühten Kulturen unter Vlies- und Folienabdeckung
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Sorghumhirse (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51) Gegen Einjährige zwei-keimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten
Aufwandmenge 1,4 l/ha in 150 – 400 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt nach dem Auflaufen der Kultur; ab Stadium 13 (3-Blattstadium).
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Chinaschilf Nutzung als nachwachsender Rohstoff für technische Zwecke (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hühnerhirse
Zugelassene Aufwandmenge 1,2 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Anwendungsempfehlung 1,0 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt im Frühjahr, nach dem Pflanzen, von Stadium 00 (Winter- bzw. Vegetationsruhe) bis Stadium 19 (9 und mehr Laubblätter entfaltet) der Kultur.
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Kopfkohl Saatkultur (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe
Aufwandmenge 1,4 l/ha in 200 – 600 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt nach dem Auflaufen, Stadium 12 (2-Blattstadium) bis Stadium 16 (6-Blattstadium) der Kultur.
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Kopfkohl Pflanzkultur (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe
Zugelassene Aufwandmenge 1,4 l/ha in 200 – 600 l Wasser/ha
Anwendungsempfehlung 1,0 l/ha in 200 – 600 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt nach dem Anwachsen bis Stadium 16 (6-Blattstadium) der Kultur.
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Stangenbohne Vorauflaufanwendung (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
Aufwandmenge 1,0 l/ha in 200 – 600 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt vor dem Auflaufen der Kultur.
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Stangenbohne Nachauflaufanwendung (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
Zugelassene Aufwandmenge 1,0 l/ha in 200 – 600 l Wasser/ha
Anwendungsempfehlung 0,7 l/ha in 200 – 600 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt nach dem Auflaufen, von Stadium 12 [2 ganzrandige Laubblätter (1. Blattpaar) entfaltet] bis Stadium 14 [4. Laubblatt (2. gefiedertes Blatt) entfaltet] der Kultur.
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Schnittlauch Nachauflaufanwendung, Nutzung als frisches Kraut (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten
Zugelassene Aufwandmenge 1,0 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Anwendungsempfehlung 0,7 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt nach dem Auflaufen, von Stadium 12 (2 –Blattstadium) bis Stadium 14 (4-Blattstadium) der Kultur.
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Schnittlauch Nutzung als frisches Kraut, ab dem 2. Standjahr (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten
Zugelassene Aufwandmenge 1,0 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Anwendungsempfehlung 0,7 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt nach dem Austrieb, von Stadium 12 (2 –Blattstadium) bis Stadium 14 (4-Blattstadium) der Kultur.
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Schnittlauch Bulbenanzucht (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten
Zugelassene Aufwandmenge 1,0 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Anwendungsempfehlung 0,7 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt nach dem Auflaufen, von Stadium 12 (2 –Blattstadium) bis Stadium 14 (4-Blattstadium) der Kultur.
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Karfiol, Brokkoli, Kohlsprossen, Blattkohle Saatkultur (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten. Einjährige Rispe
Aufwandmenge 1,0 l/ha in 200 – 600 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt nach dem Auflaufen, von Stadium 12 (2 –Blattstadium) bis Stadium 16 (6-Blattstadium) der Kultur.
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Karfiol, Brokkoli, Kohlsprossen, Blattkohle Pflanzkultur (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten. Einjährige Rispe
Zugelassene Aufwandmenge 1,0 l/ha in 200 – 600 l Wasser/ha
Anwendungsempfehlung 0,7 l/ha in 200 – 600 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt nach dem Anwachsen bis Stadium 16 (6-Blattstadium) der Kultur.
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Zierpflanzen (geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51)
Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten. Einjährige Rispe
Aufwandmenge 1,2 l/ha in 200 – 600 l Wasser/ha
Die Anwendung erfolgt nach dem Auflaufen oder nach dem Pflanzen der Kultur.
Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. pro Jahr
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Für die Anwendung in Zucker- und Futterrübe im Splittingverfahren, Sonnenblumen, Ölkürbis, Feuerbohne, Zuckermais, Spargel, Porree, Buschbohne, Speisezwiebel, Zwiebelgemüse, Kürbis-Hybriden, Gurke, Zucchini, Patisson, Melonen, Erdbeeren, Kernobst, Steinobst, Beerenobst, Schalenobst, Zierkürbis, Sorghumhirse, China-schilf, Kopfkohl, Stangenbohne, Schnittlauch, Karfiol, Brokkoli, Kohlsprossen, Blattkohle und Zierpflanzen (geringfügige Verwendungen gemäß Artikel 51):
Mögliche Schäden aufgrund mangelnder Wirksamkeit oder Schäden an der Kultur liegen im Verantwortungsbereich des Anwenders. Vor dem Mitteleinsatz ist daher die Pflanzenverträglichkeit und Wirksamkeit unter den betriebsspezifischen Bedingungen zu prüfen.

Für die Anwendung in Ölkürbis, Kürbis-Hybriden, Gurke, Zucchini, Patison, Melonen, Kernobst, Steinobst, Beerenobst, Schalenobst, Zierkürbis gilt:
Oberirdische Teile der Kulturpflanzen dürfen weder direkt noch indirekt durch Spritzflüssigkeit getroffen werden. Die Ausbringung des Mittels ist nur mit Abschirmvorrichtung oder abdriftarmen Düsen zulässig.

Wartefrist

Anwendungstechnik

Vermeidung von Restmengen
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen, Spülwasser der Spritzbrühe beigeben! Unvermeidlich anfallende Spritzflüssigkeitsreste im Verhältnis 1:10 verdünnen und auf der behandelten Fläche ausbringen.

Ansetzen der Spritzbrühe
Zur Bildung einer stabilen Emulsion benötigt Spectrum ausreichend Wasser. Deshalb sind die folgenden Anweisungen unbedingt zu befolgen:

  1. Tank zu ¾ mit Wasser füllen.
  2. Ggf. Mischpartner zugeben.
  3. Warten, bis sich diese gleichmäßig im Spritzfass verteilt haben.
  4. Spectrum direkt in das Spritzfass oder in die zu 3/4 mit Wasser gefüllte Einspülschleuse geben.
  5. Restliche Wassermenge auffüllen.

Bei Kontakt von Spectrum mit feuchten Oberflächen (Messbehälter, Einfüllsiebe, etc.) kann es zur Schlierenbildung kommen. Diese müssen sofort mit viel Wasser aufgelöst werden.
Spritzgeräte regelmäßig auf Prüfstand testen!
Vor der Behandlung Gerät auslitern und Düsenausstoß kontrollieren.

Mischbarkeit
Spectrum ist mischbar mit den Herbiziden Artett®, Betanal®2 Quattro, Betanal®2Maxx Pro, Clio® + Dash® E.C., Focus® Ultra, Lontrel®4100, Kelvin®OD, PowerTwin®1Plus, Pyramin®WG, Goltix®1 Gold, Kontakt®1320 SC und Stomp®Aqua.
Wird Spectrum in Tankmischung mit Betanal oder Goltix Produkten ausgebracht, keine weitere Zugabe von Öl erforderlich.
Bei Mischungen von mehr als 2 Produkten nach jedem Spritzvorgang Hauptfilter überprüfen und gegebenenfalls reinigen.
Spectrum ist ebenfalls mischbar mit Blattdüngern (Markenqualität)sowie mit AHL und Harnstoff.
In Tankmischungen sind die von Zulassungsbehörde festgesetzten und genehmigten Anwendungsgebiete und Anwendungsbestimmungen für den Mischpartner einzuhalten.

Maßnahmen im Unglücksfall

Erste Hilfe-Maßnahmen
Verunreinigte Kleidung entfernen.

Gefahrenhinweise

Achtung