Tandus®
Wenn‘s um Klettenlabkraut geht, dann Tandus®.

Herbizid zur Bekämpfung von Klettenlabkraut in Winter- und Sommerweichweizen, Winter- und Sommergerste, Winter- und Sommerhafer, Winterroggen, Wintertriticale und Winterhartweizen, sowie Schwarzer Nachtschatten in Mais im Nachauflauf und Vogelmiere, Ampfer-Arten und Löwenzahn auf Wiesen und Weiden.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 4331-0
Handelsform: 5 Liter

Vorteile

  • Hervorragende Kletten-Wirkung schon ab 5 °C
  • Langer Anwendungszeitraum
  • Spätbehandlungen in Getreide möglich
  • Mischbar mit vielen Herbiziden, Fungiziden und Wachstumsreglern
  • Zur Korrektur gegen Klettenlabkraut

Wirkstoff

200 g/L Fluroxypyr (20,64 % w/w), Emulgierbares Konzentrat (EC)

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge
Klettenlabkraut Winterweichweizen, Wintergerste 1 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha nach dem Auflaufen, BBCH 21 – 47 (Erster Bestockungstrieb sichtbar: Beginn der Bestockung bis Blattscheide des Fahnenblattes öffnet sich.)
Nach dem Auflaufen der Unkräuter spritzen
Max. 1 Anwendung
Klettenlabkraut Winterhafer, Winterroggen, Wintertriticale, Winterhartweizen 1 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha nach dem Auflaufen, BBCH 21 - 32 (Erster Bestockungstrieb sichtbar: Beginn der Bestockung bis 2-Knoten-Stadium: 2. Knoten wahrnehmbar, mind. 2 cm vom 1. Knoten entfernt.)
Nach dem Auflaufen der Unkräuter spritzen
Max. 1 Anwendung
Klettenlabkraut Sommerweichweizen, Sommergerste 0,75 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha Nach dem Auflaufen, BBCH 21 - 41 (Erster Bestockungstrieb sichtbar: Beginn der Bestockung bis Blattscheide des Fahnenblattes verlängert sich.)
Nach dem Auflaufen der Unkräuter spritzen
Max. 1 Anwendung
Klettenlabkraut Sommerhafer 0,75 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha nach dem Auflaufen, BBCH 21 - 32 (Erster Bestockungstrieb sichtbar: Beginn der Bestockung bis 2-Knoten-Stadium: 2. Knoten wahrnehmbar, mind. 2 cm vom 1. Knoten entfernt.)
Nach dem Auflaufen der Unkräuter spritzen
Max. 1 Anwendung
Schwarzer Nachtschatten Mais 1 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha nach dem Auflaufen, BBCH 14-17 (4. Laubblatt entfaltet bis 7. Laubblatt entfaltet.)
Nach dem Auflaufen der Unkräuter spritzen
Max. 1 Anwendung
Vogelmiere Wiesen und Weiden 0,75 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha im Ansaatjahr
Nach dem Auflaufen der Unkräuter. Während der Vegetationsperiode. Spritzen als Einzelpflanzenbehandlung
Max. 1 Anwendung
Ampfer-Arten
Löwenzahn
Wiesen und Weiden 2 l/ha in 200 – 400 l Wasser/ha nicht Im Ansaatjahr
Nach dem Auflaufen der Unkräuter. Während der Vegetationsperiode. Spritzen als Einzelpflanzenbehandlung
Max. 1 Anwendung

Wartezeit
Die normale Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.

Sonstige Auflagen und Hinweise
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode, wobei die Anwendung nur alle 2 Jahre auf derselben Fläche erfolgen darf. Keine zusätzlichen Anwendungen mit anderen Mitteln, die den Wirkstoff Fluroxypyr enthalten.
Klassifikation des/der Wirkstoffe(s) gemäß Herbicide Resistance Action Committee (HRAC): Wirkmechanismus (HRAC GRUPPE): O
Schäden an der Kultur möglich. Vorsicht bei benachbart wachsenden Kulturpflanzen, da Schäden möglich.

Anwendungshinweise

Wirkungsweise
Tandus ist ein Herbizid mit systemischer Wirkung. Der Wirkstoff wird über die Blätter aufgenommen und wirkt gegen die genannten zweikeimblättrigen, bereits aufgelaufenen Unkräuter. Pflanzen bei der Anwendung gut benetzen. Die besten Resultate mit Tandus werden bei Unkräutern im zwei- bis vier- Blattstadium erreicht. Wüchsige Witterungsbedingungen sind insbesondere bei der Bekämpfung von Klettenlabkraut wichtig.

Wirkungsspektrum

Anwendungsbedingungen

Phytotoxizität
Die Kulturpflanzen sollten kräftig gewachsen und konkurrenzfähig sein. Trotzdem sind Schäden an der Kultur möglich. Keine Anwendung von Tandus bei Anzeichen von Kulturschäden durch Frost, Schädlinge, Krankheiten, Nährstoffmangel oder Feuchtigkeit. Keine Anwendung auch auf überschwemmten Flächen oder in Kulturen unter Trockenheitsstress. Abdrift auf angrenzende Kulturen oder Nichtkulturland sowie Überlappung von Spritzflächen vermeiden.
Vorsicht bei benachbart wachsenden Kulturpflanzen, da Schäden möglich.

Besondere Hinweise
Nicht anwenden bei hoher Regenwahrscheinlichkeit, Frostgefahr oder in kalten Nächten. Anwendung auf trockene Blätter. Nicht in Kulturen für Saatgutproduktion verwenden.

Bodenbearbeitung
7 Tage nach Anwendung von Tandus nicht walzen oder eggen.

Untersaaten
Wenden Sie Tandus nicht bei Untersaatkulturen aus Klee oder anderen Leguminosen an. Tandus darf bei Grasuntersaat verwendet werden, wenn diese eine geschlossene Grasnarbe aufweisen und die Gräser bestockt sind.

Nachbau
In einem Zeitraum von 12 Monaten nach Anwendung von 2 l/ha Tandus kein Nachbau von Erbsen, Bohnen, Klee oder anderen Leguminosen.
Pflanzen, die mit 2 l/ha Tandus behandelt wurden, dürfen nur auf Grünland oder in für Getreide vorgesehene Flächen gemulcht oder gelagert werden. Nach Behandlung mit 2 l/ha Tandus sollte Stroh nicht in den Boden eingearbeitet werden.
Im Falle eines Ernteausfalls, dürfen die folgende Kulturen angebaut werden:
Sommergetreide, Sommerraps, Mais, Zwiebel, Kulturmohn sowie neue Wiesen und Weiden. Eine Wartezeit von mindestens 5 Wochen ist erforderlich und die Bodenbearbeitung darf uneingeschränkt stattfinden.

Herstellung der Spritzbrühe
Nur so viel Spritzflüssigkeit ansetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen.

  1. 1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen.
  2. Rührwerk einschalten.
  3. Produkt vor dem Einfüllen kräftig schütteln!
  4. Produkt über das Einspülsieb oder direkt in den Tankgeben.
  5. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben.
  6. Tank mit Wasser auffüllen.
  7. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritztechnik
Beim Ausbringen von Tandus ist auf eine gleichmäßige Benetzung der Unkräuter zu achten. Bewährte Wasseraufwandmenge:
200 bis 400 l/ha Überdosierung und Abdrift sind zu vermeiden.

Ausbringung der Spritzflüssigkeit
Ständige Kontrolle des Spritzflüssigkeitsverbrauches während der Arbeit in Bezug zur behandelten Fläche. Ein Durchfluss und Dosiermessgerät bietet sich als technisches Hilfsmittel an. Während der Fahrt und während der Ausbringung Rührwerk laufen lassen.
Nach Arbeitspausen Spritzbrühe erneut sorgfältig aufrühren.

Spritzenreinigung
Alle mit dem Produkt in Berührung gekommenen Geräte und Gefäße sofort nach Gebrauch gründlich mit sauberem Wasser und einer für Spitzgeräte empfohlenen Spülmittellösung reinigen. Reste von Fluroxypyr im Gerät können bei nachfolgendem Gebrauch anfällige Kulturen schädigen. Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden:

Die grobe Reinigung von Spritzgeräten mit Wasser und Waschbürste auf dem Feld vornehmen. Reste von Reinigungswasser nicht über die Hofabläufe in die Kanalisation und Gewässer gelangen lassen. Spritzgeräte regelmäßig auf einem Prüfstand testen lassen.

Restmengenverwertung
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben. Eventuell auftretende Reste von Spritzbrühe und Reste aus der Gerätereinigung nie in die Kanalisation oder im Freiland ablassen, sondern unverdünnt auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.

Erste-Hilfe Maßnahmen

Lagerung
Packung nicht wiederverwenden. Von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln fernhalten. Nur im Originalbehälter aufbewahren. Vor Frost und direktem Sonnenlicht schützen.

Gefahrenhinweise

Gefahr