Talisman Pack
Sicher gegen aufgelaufene Ungräser und Unkräuter.

Herbizid-Kombination zur Bekämpfung von Ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern im Mais nach dem Auflaufen der Kultur.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. Talisman 3767
Amtl. Pfl. Reg. Nr. Mural 3776


Handelsform: 10 Liter Talisman + 5 Liter Mural

Wirkstoff

Talisman: Nicosulfuron (40 g/l, 4,21 Gew.-%), Ölige Dispersion - OD
Mural: 480 g/L DICAMBA (40 Gew.-%. 577,9 g/l Dicamba DMA-Salz), Wasserlösliches Konzentrat– SL

Zugelassene Anwendungen

Talisman®

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hühnerhirse
(Echinochloa crus-galli)
Mais 1 l/ha in 200-400 l/ha Wasser Zwischen dem 2- bis 8 -Blatt-Stadium der Kultur (BBCH 12-18) spritzen
Maximal 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode
-

Mural®

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
Einjährige und mehrjährige breitblättrige Unkräuter Mais 0,75 l/ha in 200 - 400 l Wasser/ha nach dem Auflaufen der Kultur. Zwischen dem 2- bis 5-Blatt-Stadium des Maises (BBCH 12-15)
Maximal 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode
-

Anwendungsempfehlung

1 l/ha Talisman + 0,5 l/ha Mural im 2-5 Blattstadium des Maises.
Bei der Anwendung sollten schon Ungräser und Unkräuter aufgelaufen sein, da die beiden Produkte vor allem über das Blatt wirken. Für eine nachhaltige Wirkung gegen ausdauernde Unkräuter wie Disteln und Winden sollten diese eine ausreichende Größe erreicht haben. Bei Winden bedeutet dies eine Trieblänge von 30 cm. Disteln sollten eine Wuchshöhe von 10-20 cm haben.

Behördliche Auagen zum Schutz von Gewässern und Nichtzielorganismen
Zum Schutz von Gewässerorganismen nicht in unmittelbarer Nähe von Oberächengewässern anwenden. In jedem Fall ist eine unbehandelte Puerzone mit folgendem Mindestabstand zu Oberächengewässern einzuhalten:
Spritzen
5 m (Regelabstand)
1 m (Abdriftminderungsklasse 50 %)
1 m (Abdriftminderungsklasse 75 %)
1 m (Abdriftminderungsklasse 90 %)

Kulturverträglichkeit
Grundsätzlich ist der Talisman® Pack nach unserer bisherigen Kenntnis in allen Körner- und Silomaissorten verträglich. Nach Niederschlagsereignissen sollte der Mais wieder eine ausreichende Wachsschicht ausbilden. Dazu sollte mindestens ein regenfreier Tag zwischen Niederschlagsereignis und der Anwendung liegen. Talisman® Pack sollte nicht unmittelbar nach Frost oder bei Frostgefahr, bei Temperaturen unter 10 °C (insbesondere auf sich nur langsam erwärmenden Böden), während starker Tag-Nacht-Temperaturschwankungen oder an sehr heißen Tagen mit hoher Sonneneinstrahlung und Temperaturen deutlich über 25 °C auf jungen, geschwächten Maisbeständen eingesetzt werden. Vom Einsatz Talisman Pack® in Saatmaisvermehrungen, in Inzuchtlinien und im Zuchtgarten raten wir ohne vorhergehende Verträglichkeitsprüfung ab.

Hinweise für Transport und Lagerung
Transport ADR 9/III

Lagerung
In verschlossener Originalverpackung, getrennt von Nahrungs - und Futtermitteln, nicht unter 5°C und über 30 °C lagern und transportieren. So lagern, dass Betriebsfremde und Kinder keinen Zutritt haben.


Talisman®

Herbizid zur Bekämpfung von Ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern im Mais nach dem Auflaufen der Kultur.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3767
Handelsform: 10 Liter

Wirkstoff

Nicosulfuron (40 g/l, 4,21 Gew.-%), Ölige Dispersion -OD

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hühnerhirse
(Echinochloa crus-galli)
Mais 1 l/ha in 200-400 l/ha Wasser Zwischen dem 2- bis 8 -Blatt-Stadium der Kultur (BBCH 12-18) spritzen
Maximal 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode
-

Gebrauchsanleitung
Talisman ist ein selektives systemisches Herbizid aus der chemischen Gruppe der Sulfonylharnstoffe, das zur Bekämpfung von einjährigen ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern in Mais verwendet wird.
Die Aufnahme des Wirkstoffs erfolgt über das Blatt und über die Wurzel, indem die Bildung der Azetolactat- Synthase (ALS) gehemmt wird, wobei die Zellteilung und das Pflanzenwachstum gestoppt werden.

Zweikeimblättrige Unkräuter

Gattung / Volksname Lateinische Bezeichnung Wirksamkeit
Echte Kamille Matricaria chamomilla sehr gut bekämpfbar
Rauhaariger Amaranth Amaranthus retroflexus gut bekämpfbar
Gemeiner Stechapfel Datura stramonium gut bekämpfbar
Ackerstiefmütterchen Viola arvensis gut bekämpfbar
Weißer Gänsefuß Chenopodium album gut bekämpfbar
Kleinblütiges Knopfkraut Galinsoga parviflora gut bekämpfbar
Bastard-Gänsefuß Chenopodium hybridum befriedigend bekämpfbar
Vogelknöterich Polygonum aviculare befriedigend bekämpfbar
Feldwinde Convolvulus arvensis befriedigend bekämpfbar

Einkeimblättrige Unkräuter

Gattung / Volksname Lateinische Bezeichnung Wirksamkeit
Hühnerhirse Echinochloa crus-galli gut bekämpfbar
Borstenhirsen Setaria spp. gut bekämpfbar
Fingerhirse Digitaria sanguinalis gut bekämpfbar
Rispenhirse Panicum miliaceum sehr gut bekämpfbar
Glattblättrige Hirse Panicum laevifolium sehr gut bekämpfbar

Herstellung der Spritzbrühe

  1. Tank zu 1/2 bis 3/4 mit Wasser füllen.
  2. Rührwerk einschalten.
  3. Talisman in den Tank geben.
  4. Tank mit Wasser auffüllen; die Wasserzuleitung unter die Wasser oberfläche verhindert ein Schäumen der Lösung. Wasserschlauch nicht direkt in die Spritzbrühe eintauchen, da die Gefahr des Brühe-Rückflusses bei Druckabfall in der Wasserleitung besteht. Fülltrichter verwenden, der in die Spritzbrühe eintaucht. Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen, Spülwasser der Spritzbrühe beigeben.

Wartezeit
Abgedeckt durch zugelassene Anwendung.

Mischbarkeit
Zur Erweiterung des Wirkungsspektrums gegen zweikeimblättrige Unkräuter empfehlen wir die Mischung mit dem Produkt Mural. Für weitere Informationen wenden Sie sich an den Vertreiber dieser Produktkombination (Nufarm GmbH & Co KG).

Resistenzmanagement
Das Präparat TALISMAN enthält den Wirkstoff Nicosulfuron, welcher zur Gruppe der ALS Inhibitoren - HRAC Gruppe B zählt. Werden Herbizide mit demselben Wirkungsmechanismus über mehrere Jahre auf derselben Fläche eingesetzt, ist eine Selektion von resistenten Biotypen möglich. Um ein Auftreten von resistente Biotypen hintanzuhalten, empfehlen wir geeignete Strategien zur Resistenzvorbeugung (z.B. die Verwendung von Tankmischungen mit Produkten mit anderen Wirkungsmechanismen). Wenn diese Herbizide über mehrere Jahre auf demselben Feld eingesetzt werden, ist regional eine Selektion von resistenten Biotypen potenziell möglich.

Wiederbetretungsauflagen
Kein Betreten der behandelten Fläche zulassen, bis der Spritzbelag abgetrocknet ist. Unbedingt Arbeitsanzüge aus Baumwolle und chemisch beständige Handschuhe tragen.

Sonstige Auflagen und Hinweise

Lagerung
In verschlossener Originalverpackung, getrennt von Nahrungs- und Futtermitteln, nicht unter 5 °C und über 30 °C lagern und transportieren. So lagern, dass Betriebsfremde und Kinder keinen Zutritt haben.

Maßnahmen im Unglücksfall
Die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln sowie die Hinweise zu Beseitigung von Präparaten und Spritzbrüheresten sind zu beachten.

Vergiftungssymptome
Bei Gesundheitsschäden oder bei einem Verdacht auf Vergiftung, können allgemeine Symptome auftreten:
Erbrechen, Durchfall, Magenkrämpfe und unspezifische Systemvergiftung. Bei Berührung mit der Haut kommt es zu Reizwirkungen, die ein Kribbeln hervorrufen. Bei Berührung mit den Augen kommt es zum Augentränen, Kribbeln und zur Verschlechterung der Sehkraft.

Erste Hilfe
Wenn die Symptome anhalten oder falls irgendein Zweifel besteht, ärztlichen Rat einholen.

Hinweise für den Arzt

Brand

Schutzmassnahmen bei der Arbeit
Unbedingt auf dem Etikett und/oder im Datenblatt angeführte Schutzausrüstungen verwenden. Bei der Arbeit nicht essen, trinken oder rauchen. Berührung mit der Haut und Einatmen vom Dampf vermeiden. Bei höherer Aussetzung durch Einatmen, wenn beim Sprühen hohe Konzentrationen von Aerosolen entstehen, partikelfiltrierende Halbmaske mit Filter anwenden. Wenn die Gefahr vor dem Spritzen des Mittels besteht, zusätzlich Gummischürze mit der Schutzkleidung, den Schuhen, Handschuhen, Brillen oder Visier zum Augenschutz tragen. Nach der Arbeit den Arbeitsanzug ausziehen und ausgesetzte Körperteile mit Wasser und Seife abwaschen. Alle benutzten Schutzmittel waschen, reinigen oder entsorgen.

Spritzenreinigung
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden:

Restmengenverwertung
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben. Eventuell auftretende Reste von Spritzbrühe und aus der Gerätereinigung nie in die Kanalisation oder im Freiland ablassen, sondern verdünnt auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.

Gefahrenhinweise

Achtung



Mural®

Herbizid zur Bekämpfung von Ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern im Mais nach dem Auflaufen der Kultur.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3776
Handelsform: 5 Liter

Wirkstoff

480 g/L DICAMBA (40 Gew.-%. 577,9 g/l Dicamba DMA-Salz), Wasserlösliches Konzentrat– SL

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
Einjährige und mehrjährige breitblättrige Unkräuter Mais 0,75 l/ha in 200 - 400 l Wasser/ha nach dem Auflaufen der Kultur. Zwischen dem 2- bis 5-Blatt-Stadium des Maises (BBCH 12-15)
Maximal 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode
-

Allgemeine informationen
MURAL ist ein selektives systemisches Herbizid aus der Gruppe der Wuchsstoffherbizide, das zur Bekämpfung von einjährigen und mehrjährigen breitblättrigen Unkräutern im Silo- und Körnermais verwendet wird. Die Aufnahme des Wirkstoffs erfolgt hauptsächlich über das Blatt und führt zu einer rasch eintretenden Wirkung gegen die Unkräuter.

Herstellung der Spritzbrühe
Nur so viel Spritzflüssigkeit ansetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen.

  1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen.
  2. Rührwerk einschalten.
  3. Produkt vor dem Einfüllen kräftig schütteln!
  4. Produkt über das Einspülsieb oder direkt in den Tank geben.
  5. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben.
  6. Tank mit Wasser auffüllen.
  7. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Wartezeit
Abgedeckt durch zugelassene Anwendung.

Resistenzmanagement
Das Präparat MURAL enthält den Wirkstoff Dicamba, welcher zur HRAC Gruppe O zählt. Werden diese Herbizide mit derselben Wirkungsweise über mehrere Jahre auf derselben Fläche eingesetzt, ist eine Selektion von resistenten Biotypen möglich. Damit das durch häufige Verwendung von Präparaten mit derselben Wirkungsweise verursachte Auftreten resistenten Unkrauts vermieden wird, wird die Verwendung der Tank-Mix Kombinationen oder die alternative Anwendung von Präparaten mit anderen Wirkungsmechanismen empfohlen.

Gattung Lateinische Bezeichnung Wirksamkeit
Rauhaariger Amaranth Amaranthus retroflexus Sehr gute Wirkung
Beifussblättrige Ambrosie Ambrosia artemisifolia Sehr gute Wirkung
Ackerzweizahn Bidens tripartita Sehr gute Wirkung
Weißer Gänsefuß Chenopodium album Sehr gute Wirkung
Echtes Labkraut Galium verum Sehr gute Wirkung
Franzosenkraut Galinsoga sp. Sehr gute Wirkung
Sonnenblume Helianthus annuus Sehr gute Wirkung
Windenknöterich Fallopia convolvulus Sehr gute Wirkung
Ampferblättriges Knöterich Persicaria lapathifolia Sehr gute Wirkung
Knöterich Persicaria maculosa Sehr gute Wirkung
Vogelwicke Vicia cracca Sehr gute Wirkung
Bastard-Gänsefuß Chenopodium hybridum Gute Wirkung
Gemeiner Stechapfel Datura stramonium Gute Wirkung
Kleinblütiges Knopfkraut Galinsoga parviflora Gute Wirkung
Rote Taubnessel Lamium purpureum Gute Wirkung
Ackerstiefmütterchen Viola arvensis Gute Wirkung
Vogelmiere Stellaria media Gute Wirkung
Lindenblättrige Schönmalve Abutilon theophrasti Teilwirkung
Gemeines Hirtenaeschelkraut Capsella bursa-pastoris Teilwirkung
Feldwinde Convolvulus arvensis Teilwirkung
Vogelknöterich Polygonum aviculare Teilwirkung
Schwarzer Nachtschatten Solanum nigrum Teilwirkung

Mischbarkeit
Zur Erweiterung des Wirkungsspektrums gegen Ungräser empfehlen wir die Mischung mit dem Produkt Talisman. Für weitere Informationen wenden Sie sich an den Vertreiber dieser Produktkombination (Nufarm GmbH & Co KG).

Sonstige Auflagen und Hinweise

Lagerung
Das Mittel muss im gut verschlossenen Originalpackung mit dem Originaletikett, an einem trockenen und kühlen Ort, getrennt von Lebensmitteln, Getränken und Futtermitteln und anderen Produkten außerhalb der Reichweite von Kindern, nicht fachgerechten Personen und Tieren gelagert und aufbewahrt werden.
Die Lagertemperatur darf nicht geringer als 5°C und nicht höher als 30°C sein. Das Mittel darf weder in eine andere Verpackung noch in Behältnisse, aus denen man isst und trinkt und in denen Nahrung aufbewahrt wird, umgefüllt werden.

Maßnahmen im Unglücksfall
Die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln sowie die Hinweise zu Beseitigung von Präparaten und Spritzbrüheresten sind zu beachten.

Erste Hilfe
Wenn die Symptome anhalten oder falls irgendein Zweifel besteht, ärztlichen Rat einholen.

Hinweise für den Arzt

Brand

Lösch- und Brandrückstände nicht in Gewässer oder Kanalisation gelangen lassen.

Spritzenreinigung
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden:

Schutzmaßnahmen bei der Arbeit
Unbedingt auf dem Etikett und/oder im Datenblatt angeführte Schutzausrüstungen verwenden. Bei der Arbeit nicht essen, trinken oder rauchen. Berührung mit der Haut und Einatmen vom Dampf vermeiden.

Restmengenverwertung
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben. Eventuell auftretende Reste von Spritzbrühe und aus der Gerätereinigung nie in die Kanalisation oder im Freiland ablassen, sondern verdünnt auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.

Gefahrenhinweise

Gefahr