Soleil®
Es kann so einfach sein.

Flüssiges Fungizid gegen Blatt- und Ährenkrankheiten an Weizen, Roggen und Triticale.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3663
Handelsform: 5 Liter

Vorteile

  • Neuer Wirkstoff Bromuconazol
  • Stark gegen Fusarium und Roste
  • Kostengünstig für die Einmalbehandlung im Trockengebiet
  • Effektive DON Reduktion
  • Starke Azolkombination

Wirkstoff

Bromuconazol (167 g/l; 15,87 Gew.-%) + Tebuconazol (107 g/l; 10,17 Gew.-%), Emulsionskonzentrat (EC)

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
Echten Mehltau
(Erysiphe graminis),
Septoria-Blattdürre
(Septoria tritici),
Braunrost
(Puccinia recondita)
Weizen 1,2 l/ha in 200 - 400 l Wasser/ha bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome ab Stadium 30 (Beginn des Schossens: Haupttrieb und Bestockungstriebe stark aufgerichtet, beginnen sich zu strecken, Ährenspitzen mindestens 1 cm vom Bestockungsknoten entfernt) bis Stadium 65 (Mitte der Blüte: 50 % reife Staubgefäße) spritzen
Max. 1 Anwendung
42 Tage
Ährenfusariose
(Fusarium spp.)
Weizen 1,2 l/ha in 200 - 400 l Wasser/ha bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome ab Stadium 61 (Beginn der Blüte: erste Staubgefäße werden sichtbar) bis Stadium 65 (Mitte der Blüte: 50 % reife Staubgefäße) spritzen
Max. 1 Anwendung
42 Tage
Echten Mehltau
(Erysiphe graminis),
Braunrost
(Puccinia recondita)
Roggen 1,2 l/ha in 200 - 400 l Wasser/ha bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome ab Stadium 30 (Beginn des Schossens: Haupttrieb und Bestockungstriebe stark aufgerichtet, beginnen sich zu strecken, Ährenspitzen mindestens 1 cm vom Bestockungsknoten entfernt) bis Stadium 65 (Mitte der Blüte: 50 % reife Staubgefäße) spritzen
Max. 1 Anwendung
42 Tage
Echten Mehltau
(Erysiphe graminis),
Septoria-Arten
(Septoria spp.),
Braunrost
(Puccinia recondita)
Triticale 1,2 l/ha in 200 - 400 l Wasser/ha bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome ab Stadium 30 (Beginn des Schossens: Haupttrieb und Bestockungstriebe stark aufgerichtet, beginnen sich zu strecken, Ährenspitzen mindestens 1 cm vom Bestockungsknoten entfernt) bis Stadium 65 (Mitte der Blüte: 50 % reife Staubgefäße) spritzen
Max. 1 Anwendung
42 Tage
Ährenfusariose
(Fusarium spp.)
Triticale 1,2 l/ha in 200 - 400 l Wasser/ha bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome ab Stadium 61 (Beginn der Blüte: erste Staubgefäße werden sichtbar) bis Stadium 65 (Mitte der Blüte: 50 % reife Staubgefäße) spritzen
Max. 1 Anwendung
42 Tage

Sonstige Auflagen und Hinweise
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.
Die maximale Anzahl der Anwendungen ist aus wirkstoffspezifischen Gründen eingeschränkt. Ausreichende Bekämpfung ist damit nicht in allen Fällen zu erwarten. Gegebenenfalls deshalb anschließend Mittel mit anderen Wirkstoffen verwenden.

Gebrauchsanleitung

Wirkung
Soleil® ist eine neue Wirkstoffkombination aus Bromuconazol und Tebuconazol, die in einer EC-Formulierung vorliegt. Soleil® schützt das Getreide vor einer Infektion durch Echten Mehltau, Septoria-Arten, Braunrost und Ährenfusariosen. Seine besondere Stärke zeigt Soleil® bei der Mykotoxinreduktion bei Ährenbefall.
Die beiden Wirkstoffe aus der Gruppe der Triazole zeichnen sich durch ihre protektive und kurative Wirkung aus und werden systemisch in der Pflanze verteilt. Triazol-Fungizide bewirken eine Hemmung der Ergosterolbiosynthese im Stoffwechsel der Pilze. Ergosterol ist der entscheidende Baustein der Zellmembran pilzlicher Schaderreger.

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Anwendungsempfehlungen
Bei der Bekämpfung von Ährenfusariosen wird eine Verringerung der Mykotoxinbelastung erreicht. Für einen optimalen Bekämpfungserfolg von Ährenkrankheiten und zur Reduzierung des Mykotoxingehalts sollte SOLEIL® von Beginn der Blüte bis Mitte der Blüte angewendet werden, wenn eine Infektion am Wahrscheinlichsten ist. Feuchte Bedingungen während der Blüte können die Infektion bestimmter Ährenerkrankungen begünstigen. Pflanzenbauliche Maßnahmen wie Sortenwahl, Fruchtfolge und Pflugeinsatz tragen zu einer weiteren Reduktion der Mykotoxinbelastung bei.
Für den optimalen Schutz vor Blattkrankheiten sollte die Behandlung auf jeden Fall vor dem Auftreten der Krankheit oder bevor witterungsbedingt gute Infektionsbedingungen herrschen, stattfinden.

Kulturspezifische Hinweise und Anwendungszeitpunkt
SOLEIL® kann in allen Sorten von Weizen, Roggen und Triticale vor Beginn der Infektion bis Mitte der Blüte verwendet werden. Maximal eine Anwendung pro Kultur und Jahr.
Blattkrankheiten lassen sich am besten während des Schossen (BBCH 31 bis BBCH 39) behandeln, Ährenerkrankungen werden am besten vom Ährenschieben bis zur Vollblüte behandelt.
SOLEIL® kann mit einer maximalen Aufwandmenge von 1,2 l/ha in vorzugs weise 200 - 400 l/ha Wasser ausgebracht werden. Bei dichten Kulturen sollte eine höhere Wassermenge verwendet werden, um eine ausreichende Benetzung zu gewährleisten.

Resistenzvorbeugung
SOLEIL® enthält Bromuconazol und Tebuconazol, zwei Wirkstoffe aus der Gruppe der Ergosterol-Biosynthese-Hemmer. Durch wiederholte Anwendung des Mittels oder von Mitteln mit demselben Wirkmechanismus kann es zur Ausbildung von resistenten Biotypen kommen, die eine Wirkungsminderung nach sich ziehen. Daher die empfohlene Aufwandmenge bzw. Anwendungskonzentration nicht unterschreiten. Immer im Wechsel mit Produkten mit anderen Wirkmechanismen anwenden.
Klassifikation der Wirkstoffe gemäß Fungicide Resistance Action Committee (FRAC):
Wirkmechanismus (FRACGRUPPE): 3. Weitere Informationen siehe Internet www.plantprotection.org

Nachbau
Nach dem Einsatz von SOLEIL® können im Rahmen der üblichen Fruchtfolge alle ackerbaulichen Kulturen, auch bei vorzeitigem Umbruch, nachgebaut werden.

Hinweise zur Anwendungstechnik

Mischbarkeit
SOLEIL® ist mit den gängigen Fungiziden, Insektiziden (wie z. B. Kaiso® Sorbie), Herbiziden (wie z. B. Dicopur® M), Wachstumsreglern (wie z. B. Stabilan® 400) und Blattdüngern (wie z. B. Folifert® super, Bittersalz) mischbar.
Bei AHL- und Harnstoffzusatz ist die Aufwandmenge auf max. 15 kg/ha Reinstickstoff beschränkt. Nur Markenware verwenden! Nicht in den Mittagsstunden ausbringen und keine Mehrfachmischungen vornehmen.
Mischungen umgehend ausbringen. Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind zu beachten.
Für eventuell negative Auswirkungen von durch uns nicht empfohlene Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können.

Herstellung der Spritzbrühe
Nur so viel Spritzflüssigkeit ansetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen.

  1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen.
  2. Rührwerk einschalten.
  3. Produkt vor dem Einfüllen kräftig schütteln!
  4. Produkt über das Einspülsieb oder direkt in den Tank geben.
  5. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben.
  6. Tank mit Wasser auffüllen.
  7. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritztechnik
Beim Ausbringen von SOLEIL® ist auf eine gute und gleichmäßige Benetzung der Blätter und Ähren des Getreides zu achten. Bewährte Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha

Ausbringung der Spritzflüssigkeit
Ständige Kontrolle des Spritzflüssigkeitsverbrauches während der Arbeit in Bezug zur behandelten Fläche. Ein Durchfluss- und Dosiermessgerät bietet sich als technisches Hilfsmittel an. Während der Fahrt und während der Ausbringung Rührwerk laufen lassen. Nach Arbeitspausen Spritzbrühe erneut sorgfältig aufrühren.

Spritzenreinigung
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden:

Restmengenverwertung
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben.
Eventuell auftretende Reste von Spritzbrühe und aus der Gerätereinigung nie in die Kanalisation oder im Freiland ablassen, sondern verdünnt auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.
Produktreste nicht in den Hausmüll geben, sondern in Originalverpackungen bei der Sondermüllentsorgung Ihres Wohnortes anliefern.

Maßnahmen im Unglücksfall

Die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln sowie die Hinweise zu Beseitigung von Präparaten und Spritzbrüheresten sind zu beachten.

Erste Hilfe

Hinweise für den Arzt

Brand

Lösch- und Brandrückstände nicht in Gewässer oder Kanalisation gelangen lassen.

Nach Verschütten/Auslaufen
Nicht in die Kanalisation gelangen lassen. Mit saugfähigem Material aufnehmen, in entsprechenden Gefäßen zwischenlagern und vorschriftsgemäß entsorgen.

Hinweise für Transport und Lagerung

So lagern, dass Betriebsfremde und Kinder keinen Zutritt haben.
Lagerung und Transport haben in geschlossenen Originalverpackungen, nicht unter 0°C und über 40°C sowie getrennt von Lebensmitteln, Getränken, Futtermitteln und deren Verpackungen zu erfolgen.

Lagerung
LGK: 10 (Lagerklasse nach VCI)

Gefahrenhinweise

Gefahr