Sigma® 80 WG
Der Experte gegen Apfelschorf.

Modernes Captan-Produkt gegen Schorf an Kernobst.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3074-901
Handelsform: 10 kg

Vorteile

  • Sehr gute Verträglichkeit
  • Positiver Effekt gegen Lagerschorf
  • Anwenderfreundliche Granulatformulierung

Wirkstoff

Captan 800 g/kg (80 Gew.-%), Wasserdispergierbares Granulat

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
Schorf Kernobst im Obstbau im Freiland max. 1.875 kg/ha (0.625 kg/ha/m Kronenhöhe) in max. 500 l Wasser/ha/m Kronenhöhe, bei Infektionsgefahr bzw. Warndiensthinweis, ab Stadium 53 (Knospenaufbruch) bis Stadium 79 (90 % der sortentypischen Fruchtgröße erreicht) spritzen oder sprühen
Max. 5 Anwendungen im Abstand von 7 - 10 Tagen
28 Tage

Anwendungshinweise

Wirkungsweise
Sigma® 80 WG ist ein Kontaktfungizid zur vorbeugenden Anwendung gegen Schorf an Kernobst. Daneben werden auch die Erreger der Kelch- und Fruchtfäule erfasst. Bei später Anwendung ist auch ein Effekt gegen Spät- und Lagerschorf gegeben. Der Wirkstoff Captan verhindert die Sporenkeimung der Schaderreger. Sigma® 80 WG ist für alle Kernobstsorten gut verträglich.

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Die Anwendung gegen Schorf im Kernobst erfolgt ab Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis. Auf eine gute Benetzung von Blättern und Früchten achten. Die Spritzabstände sind an die Infektionsbedingungen und an den Blattzuwachs anzupassen. Bei starkem Infektionsdruck sowie bei schneller Blattentwicklung muss mindestens alle 7 Tage gespritzt werden. Nur trockene Pflanzenbestände behandeln. Keine Anwendung unmittelbar vor Niederschlägen. Es muss gewährleistet sein, dass der Spritzbelag vollständig angetrocknet ist. An heißen Tagen soll die Anwendung in die Abendstunden verlegt werden.

Behördliche Auflagen
Insgesamt nicht mehr als 5 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode; auch keine zusätzlichen Anwendungen mit anderen, diesen Wirkstoff enthaltenden Mitteln.
Zusätzliche Anwendungen in der Kultur mit Mitteln, die den Wirkstoff Folpet enthalten, sind in der jeweiligen Vegetationsperiode nicht zulässig.

Resistenzvorbeugung
Klassifikation des Wirkstoffes gemäß Fungicide Resistance Action Committee (FRAC):
Wirkmechanismus (FRAC Gruppe): M4

Mischbarkeit
Im Allgemeinen ist von einer Mischung mit Insektiziden abzuraten. Muss dennoch mit Insektiziden gemischt werden, keine flüssigen Mittel verwenden. Keine Mischungen mit ölhältigen Pflanzenschutzmitteln durchführen. Zu Austriebsspritzungen mit Paraffinöl oder Anwendungen von NeemAzal®-T/S soll ein Spritzabstand von 5 Tagen eingehalten werden. Bei den Sorten Gala und Braeburn ist dieser Abstand auf 21 Tage auszuweiten.

Hinweise zur Anwendungstechnik

Spritzarbeit
Spritzgerät regelmäßig auf Prüfstand testen! Vor der Behandlung Gerät auslitern und Düsenausstoß kontrollieren.
Während der Fahrt und während des Spritzens Spritzbrühe durch Rührwerk oder Rücklauf in Bewegung halten.
Nach Arbeitspausen Spritzbrühe erneut aufrühren.

Ansetzen der Spritzbrühe

  1. Tank zu ½ bis ¾ mit Wasser füllen.
  2. Rührwerk einschalten.
  3. Sigma® 80 WG in den Tank geben.
  4. Gegebenenfalls nach vollständiger Auflösung von Sigma® 80 WG Mischpartner hinzufügen.
  5. Tank mit Wasser auffüllen; die Wasserzuleitung unter die Wasseroberfläche verhindert ein Schäumen der Lösung. Wasserschlauch nicht direkt in die Spritzbrühe eintauchen, da die Gefahr des Brühe-Rückflusses bei Druckabfall in der Wasserleitung besteht. Fülltrichter verwenden, der in die Spritzbrühe eintaucht.

Spritzenreinigung
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden:

Restmengenverwertung
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben. Eventuell auftretende Reste von Spritzbrühe und aus der Gerätereinigung nie in die Kanalisation oder im Freiland ablassen, sondern auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.

Maßnahmen im Unglücksfall

Brand

Persönliche Schutzausrüstung verwenden. Wenn notwendig, bei Brandbekämpfung umluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen. Löschwasser in gesonderten Behältern aufsammeln. Lösch- und Brandrückstände nicht in Gewässer und nicht in die Kanalisation gelangen lassen.

Nach Verschütten/Auslaufen
Eindringen in Erdreich und Gewässer verhindern. Nicht in Oberflächengewässer oder in die Kanalisation gelangen lassen. Verschüttetes Material aufkehren oder aufsaugen und in geeignete Behälter zur Entsorgung geben. Restmengen nicht mehr in Originalgebinde zurück geben.

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Hinweise für den Arzt
Symptomatische Behandlung (Dekontamination, Vitalfunktionen)

Hinweise für Transport und Lagerung

Transport
Nicht transportieren und lagern bei Temperaturen über 35 °C.

Lagerung
Lagerklasse 13/11 (Lagerklasse nach VCI)
Produkt bei Raumtemperatur im Originalgebinde so lagern, dass Betriebsfremde keinen Zutritt haben. Getrennt von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln lagern.

Gefahrenhinweise

Gefahr