Saracen®
Die "scharfe Klinge" gegen Klette.

Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern in Winter- und Sommergetreide.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3562
Handelsform: 500 ml

Vorteile

  • Spezialist gegen Klettenlabkraut, Kamille, Ambrosia, Ausfallsonnenblumen, Raps
  • In allen wichtigen Getreidearten zugelassen
  • Im Frühjahr und im Herbst einsetzbar
  • Einsatz bei Nachttemperaturen ab 0°C möglich
  • Kostengünstige Korrekturmöglichkeit gegen Klettenlabkraut

Wirkstoff

50g/l Florasulam, Suspensionskonzentrat (SC)

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Winterweichweizen, Winterhartweizen, Wintergerste, Wintertriticale, Winterroggen, Winterhafer 0,075 l/ha in 200 – 400 l/ha Wasser nach dem Auflaufen der Kultur, Herbst, Stadium 13 (3-Blattstadium) bis Stadium 29 (Ende der Bestockung) der Kultur.
Maximal 1 Anwendung
-
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Winterweichweizen, Winterhartweizen, Wintergerste, Wintertriticale, Winterroggen, Winterhafer 0,1 l/ha in 200 – 400 l/ha Wasser
Nach dem Auflaufen der Kultur, Frühjahr, Stadium 13 (3-Blattstadium) bis Stadium 29 (Ende der Bestockung) der Kultur Spritzen.
Maximal 1 Anwendung
-
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Sommerweichweizen, Sommerhartweizen, Sommergerste, Sommerhafer, Sommerhartweizen 0,075 l/ha in 200 – 400 l/ha Wasser
Nach dem Auflaufen der Kultur, Frühjahr, Stadium 13 (3-Blattstadium) bis Stadium 29 (Ende der Bestockung) der Kultur Spritzen.
Maximal 1 Anwendung
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Klettenlabkraut
(Galium aparine)
Winterweichweizen, Winterhartweizen, Wintergerste, Wintertriticale, Winterroggen, Winterhafer 0,15 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser
Spätanwendung, Stadium 30 (Beginn des Schossens) bis Stadium 39 (Blatthäutchen des Fahnenblattes gerade sichtbar, Fahnenblatt voll entwickelt) der Kultur.
Maximal 1 Anwendung
-
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Gräser zur Saatguterzeugung 0,1 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser
Frühjahr, Nach dem Auflaufen der Kultur, Stadium 13 (3-Blatt-Stadium: 3. Laubblatt entfaltet, Spitze des 4. Blattes sichtbar) bis Stadium 29 (Ende der Bestockung: Maximale Anzahl der Bestockungstriebe erreicht) der Kultur
Geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51
Maximal 1 Anwendung
-

Sonstige Auflagen und Hinweise
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Für die Indikation Gräser zur Saatguterzeugung
Behandeltes Gras nicht verfüttern.

Mögliche Schäden an der Kultur liegen im Verantwortungsbereich des Anwenders. Vor dem Mitteleinsatz ist daher die Pflanzenverträglichkeit und Wirksamkeit unter den betriebsspezifischen Bedingungen zu prüfen.

Wirkungsweise
Saracen® ist ein systemisch wirkendes Herbizid, das von den Unkräutern sehr schnell aufgenommen wird. Der Wirkstoff wird vorzugsweise über die Blätter der zu bekämpfenden Unkräuter aufgenommen und schnell verteilt. Der Transport erfolgt akropetal zu den Vegetationspunkten und basipetal mit den Reservestoffen in die Wurzeln. Es kommt zu einem Eingriff in die Eiweißbildung. Damit setzt der Absterbeprozeß ein. Dieser kann sich je nach Witterung über mehrere Wochen erstrecken.

Saracen® kann temperaturunabhängig ab Vegetationsbeginn eingesetzt werden. Auch Anwendungen bei gefrorenem Boden sind möglich, wenn das Pflanzenwachstum bereits eingesetzt hat. Die Wirkungsgeschwindigkeit ist temperaturabhängig. Die schnellste Wirkung wird erzielt, wenn unter günstigen Wachstumsbedingungen behandelt wird. Wirkungssicherheit und Kulturverträglichkeit bleiben bei kühlen, feuchten Witterungsperioden und leichten Nachtfrösten erhalten.

Wirkungsspektrum

Anwendung im Frühjahr

Anwendung im Herbst

Pflanzenverträglichkeit
Nach bisherigen Erfahrungen ist Saracen in allen geprüften Winter- und Sommergetreide- Arten gut verträglich.

Resistenzmanagement
Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe oder solcher mit Kreuzresistenz können Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln anderer Wirkstoffgruppen ohne Kreuzresistenz verwenden. Die langjährige Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, deren Wirkstoffe den gleichen Wirkungsmechanismus besitzen, kann zur Entstehung von resistenten Biotypen führen.

Wartezeit
Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt, bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.

Nachbau
Im Rahmen der Fruchtfolge kann jede Kultur ohne Einschränkungen nachgebaut werden. Bei vorzeitigem Umbruch können Getreide, Mais und Grassaaten nachgebaut werden.

Ansetzen der Spritzbrühe
Produktbehälter vor Gebrauch kräftig schütteln. Spritztank zu 2/3 mit sauberem Wasser füllen, benötigte Menge Saracen zugeben und umrühren, anschließend mit Wasser auffüllen. Spritzbrühereste vermeiden. Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als unbedingt gebraucht wird. Leere Verpackungen gründlich spülen. Spülwasser der Spritzbrühe beigeben.

Ausbringungstechnik
Wasseraufwandmenge: 200-400 l/ha

Mischbarkeit
Saracen ist mit Herbiziden, sowie mit Wachstumsregulatoren wie z.B. Stabilan® 400 mischbar.
Mischbarkeit mit folgenden Düngern und Zusatzstoffen möglich: Bittersalz, Mangansulfat, Manganchelat, Ammoniumthiosulfat (ATS) und vielen anderen. Die Ausbringung von Saracen in reiner AHL (Markenware) ist möglich.
Mischungen von Saracen mit Fungiziden können in Weizen, Roggen und Triticale eingesetzt werden. Der Einsatz von Saracen in Tankmischung mit Fungiziden kann in Wintergerste unter ungünstigen Bedingungen (gestresste Bestände, empfindliche Sorten) zu Schäden an der Kulturpflanze führen und wird daher nicht empfohlen.
Aufgrund der Vielzahl möglicher Kombinationen und Wechselwirkungen können 3-fach- Mischungen nicht umfassend getestet werden und dürfen daher generell nur auf eigenes Risiko eingesetzt werden.
Für eventuelle negative Auswirkungen durch von uns nicht empfohlene Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können.
Bei Tankmischungen grundsätzlich zusätzlich die Gebrauchsanleitung der betroffenen Produkte beachten.

Reinigung
Nach Beendigung der Spritzung bzw. vor Einsatz des Spritzgerätes in anderen Kulturen muss das Gerät sorgfältig gespült werden: Technisch unvermeidbare Restmenge im Verhältnis von mindestens 1:10 mit Wasser verdünnen und bei laufendem Rührwerk auf behandelter Fläche verspritzen. Ca. 10-20 % des Tankinhaltes mit Wasser auffüllen und dabei Innenflächen des Tanks mit dem Wasserstrahl, am besten unter Einsatz einer integrierten Reinigungsdüse, abspritzen.
Ein geeignetes Reinigungsmittel zugeben. Rührwerk für mindestens 15 Minuten einschalten. Anschließend Reinigungsflüssigkeit bei laufendem Rührwerk durch die Düsen auf der behandelten Fläche verspritzen. Der Zusatz von Spezialreinigungsmittel erhöht die Sicherheit bei der Spritzenreinigung und wird vor dem Einsatz in empfindlichen Kulturen (z.B. Raps, Rüben und Feldgemüse) empfohlen.

Hinweise zur Schadensverhütung
Bei ungünstigen Witterungsbedingungen wie zu erwartende Nachtfrösten und/oder gestressten Beständen ist in Tankmischungen mit z.B. Gräser- bzw. Halmverkürzungsmitteln, Fungiziden oder N-Düngern die Gefahr der Unverträglichkeit gegeben. Der Einsatz in Tankmischungen sollte dann unterbleiben. Ebenso empfehlen wir keine Behandlungen bei Nachttemperaturen unter -5°C und von z.B. durch Staunässe oder Trockenheit geschwächten Getreidebeständen durchzuführen.
Abdrift ist zu vermeiden. Keine Behandlung in denen sich Untersaaten mit Klee- bzw. Luzerne befinden.

Gefahrenhinweise

Vorsicht, Pflanzenschutzmittel!