Saracen® Max
Die Kombination aus „Florasulam und Tribenuron“.

Herbizid zur Bekämpfung von Klettenlabkraut, Kornblume und anderer breitblättriger Unkräuter in Winter- und Sommergetreidearten mit 25 g/ha im Nachauflauf

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3691
Handelsform: 100 g

Vorteile

  • Breit wirksame und kostengünstige Herbizidlösung im Getreide
  • Langer Einsatzzeitraum, somit zur Korrektur gegen Klette bis Stadium 39 geeignet
  • Praktisches, leicht anzuwendendes Granulat mit geringer Aufwandmenge
  • Temperaturunabhängig wirksam
  • Hochverträglicher Mischpartner, z. B. für Gräserherbizide

Wirkstoff

200 g/kg Florasulam (20 Gew.-%), 600 g/kg Tribenuron-methyl (60 Gew.-%), Wasserdispergierbares Granulat (WG)

Wirkungsspektrum
Saracen® Max deckt ein breites Spektrum der im Getreidebau relevanten breitblättrigen Unkräuter ab, wirkt insbesondere aber ausgezeichnet gegen Klettenlabkraut.

Eigenschaften und Wirkungsweise
Tribenuron-methyl und Florasulam sind beides selektiv systemische Herbizide, die über die Wurzel und Blatt aufgenommen und in den Pflanzen zu den Spitzen verlagert werden.
Beide hemmen das Enzym ALS (Acetolactat Synthase)

Wirkungstyp:
Florasulam ist ein ALS Inhibitor. (HRAC), Gruppe B
Tribenuron-methyl ist ein ALS Inhibitor. (HRAC), Gruppe B

Anwendungsbestimmungen

1. Indikation:
Schadorganismus/Zweckbestimmung: Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
Kultur/Objekt: Wintergerste, Winterroggen, Wintertriticale, Winterweichweizen, Winterhartweizen
Einsatzgebiet: Ackerbau
Anwendungsbereich: Freiland
Aufwandmenge: 25 g/ha
Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha
Anwendungszeitpunkt: Frühjahr, Nach dem Auflaufen der Kultur, Stadium 13 (3-Blatt-Stadium: 3. Laubblatt entfaltet, Spitze des 4. Blattes sichtbar) bis Stadium 32 (2-Knoten-Stadium: 2. Knoten wahrnehmbar, mind. 2 cm vom 1. Knoten entfernt) der Kultur
Max. Anzahl der Anwendungen: 1
Anwendungsart: Spritzen

2. Indikation:
Schadorganismus/Zweckbestimmung: Klettenlabkraut [Galium aparine]
Kultur/Objekt: Winterweichweizen, Winterhartweizen, Wintergerste, Winterroggen, Wintertriticale
Einsatzgebiet: Ackerbau
Anwendungsbereich: Freiland
Aufwandmenge: 25 g/ha
Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha
Anwendungszeitpunkt: Spätanwendung, Stadium 30 (Beginn des Schosses: Haupttrieb und Bestockungstriebe stark aufgerichtet, beginnen sich zu strecken. Ährenspitzen mind. 1 cm vom Bestockungsknoten entfernt) bis Stadium 39 (Ligula (Blatthäutchen)-Stadium: Blatthäutchen des Fahnenblattes gerade sichtbar, Fahnenblatt voll entwickelt) der Kultur
Max. Anzahl der Anwendungen: 1
Anwendungsart: Spritzen

3. Indikation:
Schadorganismus/Zweckbestimmung: Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
Kultur/Objekt: Sommerweichweizen, Sommerhartweizen, Sommergerste
Einsatzgebiet: Ackerbau
Anwendungsbereich: Freiland
Aufwandmenge: 25 g/ha
Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha
Anwendungszeitpunkt: Nach dem Auflaufen der Kultur, Stadium 13 (3-Blatt-Stadium: 3. Laubblatt entfaltet, Spitze des 4. Blattes sichtbar) bis Stadium 32 (2-Knoten- Stadium: 2. Knoten wahrnehmbar, mind. 2 cm vom 1. Knoten entfernt) der Kultur
Max. Anzahl der Anwendungen: 1
Anwendungsart: Spritzen

4. Indikation:
Schadorganismus/Zweckbestimmung: Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
Kultur/Objekt: Winterhafer, Dinkel
Einsatzgebiet: Ackerbau
Anwendungsbereich: Freiland
Aufwandmenge: 25 g/ha
Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha
Anwendungszeitpunkt: Frühjahr, Nach dem Auflaufen der Kultur, Stadium 13 (3-Blatt-Stadium: 3. Laubblatt entfaltet, Spitze des 4. Blattes sichtbar) bis Stadium 32 (2-Knoten-Stadium: 2. Knoten wahrnehmbar, mind. 2 cm vom 1. Knoten entfernt) der Kultur
Max. Anzahl der Anwendungen: 1
Anwendungsart: Spritzen
Geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51

5. Indikation:
Schadorganismus/Zweckbestimmung: Klettenlabkraut [Galium aparine]
Kultur/Objekt: Winterhafer, Dinkel
Einsatzgebiet: Ackerbau
Anwendungsbereich: Freiland
Aufwandmenge: 25 g/ha
Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha
Anwendungszeitpunkt: Spätanwendung, Stadium 30 (Beginn des Schosses: Haupttrieb und Bestockungstriebe stark aufgerichtet, beginnen sich zu strecken. Ährenspitzen mind. 1 cm vom Bestockungsknoten entfernt) bis Stadium 39 (Ligula (Blatthäutchen)-Stadium: Blatthäutchen des Fahnenblattes gerade sichtbar, Fahnenblatt voll entwickelt) der Kultur
Max. Anzahl der Anwendungen: 1
Anwendungsart: Spritzen
Geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51

6. Indikation:
Schadorganismus/Zweckbestimmung: Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
Kultur/Objekt: Gräser zur Saatguterzeugung
Einsatzgebiet: Ackerbau
Anwendungsbereich: Freiland
Aufwandmenge: 25 g/ha
Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha
Anwendungszeitpunkt: Nach dem Auflaufen der Kultur, Stadium 13 (3-Blatt-Stadium: 3. Laubblatt entfaltet, Spitze des 4. Blattes sichtbar), Stadium 20 (Keine Bestockung) bis Stadium 32 (2-Knoten-Stadium: 2. Knoten wahrnehmbar, mind. 2 cm vom 1. Knoten entfernt) der Kultur
Max. Anzahl der Anwendungen: 1
Anwendungsart: Spritzen
Geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51

Für alle Indikationen gilt: Keine Nachbaufrist und keine Wartefrist festgesetzt.

Wirkungsweise
Nach einer raschen Hemmung der Vegetationspunkte beginnt ein Absterbeprozess, der sich über mehrere Wochen erstrecken kann. Die Nährstoffkonkurrenz der empfindlichen Unkräuter zur Kulturpflanze endet unmittelbar nach der Behandlung. Die Wirkstoffe werden in der Getreidepflanze schnell abgebaut, der Selektivität liegt somit ein biochemischer Mechanismus zugrunde. Die Wirkung von Saracen® Max ist weitgehend unabhängig von der Witterung.
Die Anwendung ist auch bei kühlen Temperaturen möglich. Nicht bei Nachtfrostgefahr bzw. nach Frost oder in stark gestresste Bestände spritzen. Zur vollen Ausnutzung der Blattaktivität sollte zwei Stunden nach der Behandlung kein Regen fallen.

Pflanzenverträglichkeit
Nach bisherigen Erfahrungen ist Saracen® Max in allen zugelassenen Getreidearten gut verträglich. Für registrierte Anwendungsgebiete gilt generell: In Abhängigkeit von Kultur, Sorte, Anbauverfahren und spezifischen Umweltbedingungen können Schäden an der zu behandelnden Kultur nicht ausgeschlossen werden. Die Pflanzenverträglichkeit sollte daher unter den betriebsspezifischen Bedingungen geprüft werden.

Resistenzmanagement
Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe oder socher mit Kreuzresistenz können Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln anderer Wirkstoffgruppen ohne Kreuzresistenz verwenden. Die langjährige Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, deren Wirkstoffe den gleichen Wirkungsmechanismus besitzen, kann zur Entstehung von resistenten Biotypen führen.

Geeignete Resistenzvermeidungsstrategien sind zu berücksichtigen, wie z.B.:

Wartezeit
Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt, bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.

Nachbau
Nachbaubeschränkungen bestehen nach dem zulassungsgemäßen Einsatz von Saracen® Max bei normaler Fruchtfolge nicht. Nach der Ernte des behandelten Getreides können Getreide, Raps, Rüben, Kartoffeln und Mais nachgebaut werden. Ist ein vorzeitiger Umbruch erforderlich, können Sommerweizen, Sommerroggen, Sommergerste, Dinkel, Hafer, Mais und Lein nachgebaut werden. Zwei Monate nach der Anwendung von Saracen® Max kann jede Kultur einschließlich Zwischenfrüchten nachgebaut werden. Sollte ein vorzeitiger Umbruch erforderlich werden, können innerhalb eines Monats nach der Anwendung von Saracen® Max nach vorherigem Pflügen und einer Bodenbearbeitung von mindestens 15 cm Tiefe nur Getreide oder Sonnenblumen nachgebaut werden. Getreidebestände mit Untersaaten dürfen nicht behandelt werden. Behandeltes, nicht reifes Getreide darf nicht zur Grünkernproduktion genützt werden. Grünschnitt von behandeltem Getreide nicht an landwirtschaftliche Nutztiere verfüttern.

Mischbarkeit
Bei Verwendung mehrerer Produkte in einer Tankmischung können unvorhergesehene Wechselwirkungen auftreten Generell sind die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner zu beachten sowie die Grundsätze der Guten Landwirtschaftlichen Praxis. Für eventuell negative Auswirkungen von durch uns nicht empfohlene Tankmischungen haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können.
Bei Mischungen sind Granulate wie Saracen® Max als erstes in den Spritztank einzufüllen. Erst nach dem vollständigen Auflösen der Granulate weitere Pflanzenschutzmittel, Blattdünger oder Netzmittel zugeben. Saracen® Max ist beim Einsatz in Getreide mit Getreidefungiziden wie z.B. Mystic® 250 EW oder dem Welldone Pack mischbar, falls zum Zeitpunkt der Saracen® Max Spritzung ein Fungizideinsatz bereits erforderlich ist. Eine Mischung mit bis zu 5 % AHL Ammonnitrat- Harnstofflösung, (d.h. bei 200 l/ha bis 30 l AHL/ha bzw. bei 400 l/ha bis 60 l AHL/ha), Blattdüngern oder CCC-Wachstumsreglern wie z.B. Stabilan® 400 ist ebenfalls möglich. Eine Mischung von mit bis zu 20 kg Harnstoff/ha nur dann vornehmen, wenn dieser einige Stunden vorher gelöst wurde. Saracen® Max kann im Bedarfsfall mit Carfentazone-hältigen Produkten (in diesem Fall jedoch keine weiteren Mischpartner wie Netzmittel, Gräserherbizide oder AHL zugeben), Dicopur® M, Duplosan® Super, Lentipur® 500 oder Gräserherbiziden gemischt werden, wobei aber die Anwendungsvorschriften dieser Herbizide zu beachten sind.

Spritztechnik
Saracen® Max soll nicht bei windigem Wetter angewendet werden. Abdrift auf andere Kulturen oder Flächen, auf denen andere Kulturen gebaut werden sollen, ist zu vermeiden.
Abtriftmindernde Technik mit ausreichend Wasser einsetzen.

Herstellen der Spritzbrühe

  1. Tank zur Hälfte mit Wasser füllen.
  2. Rührwerk einschalten und bis zur Beendigung der Spritzarbeit eingeschalten lassen.
  3. Saracen® Max in den Spritztank geben.
  4. Restliche Wassermenge auffüllen.

Bei der Herstellung von Tankmischungen ist die bevorzugte Mischreihenfolge mit Wasser wie folgt:
Granulate, Pulver, Suspensionskonzentrate, lösliche Konzentrate.

Reinigung der Spritzgeräte
Die Spritzgeräte sind sofort nach Beendigung der Spritzarbeit mit viel Wasser, besser noch mit einem Spritzgerätereiniger (25 %ige Ammoniaklösung) gründlich zu reinigen und mit klarem Wasser nachzuspülen. Reinigungsflüssigkeit nicht in Gewässer gelangen lassen.

Transport und Lagerung
Darf nur in Originalverpackung abgegeben werden Kühl, trocken und frostfrei lagern.
Vor der Anwendung Gebrauchsanweisung lesen!
Sicherheitsdatenblatt über Internet auf www.nufarm.at oder auf Anfrage jederzeit erhältlich.

Erste Hilfe Massnahmen

Gefahrenhinweise

Achtung