Roundup® PowerFlex
Erfolg hat einen Namen.

Herbizid zur Bekämpfung von ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern im Freiland auf dem Acker- und Grünland, im Gemüsebau sowie in Senf- und Brassica- Arten, Futtererbsen und Ackerbohnen, im Forst und Zierpflanzenbau, Wein- und Obstbau sowie auf Nichtkulturland.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3437
Handelsformen: 1 Liter, 5 Liter, 15 Liter

Vorteile

  • Hervorragende Leistung
  • Sehr gute Wirkung auch bei ungünstigen Bedingungen
  • Regenfestigkeit nach nur 1 Stunde
  • Reduzierte Wartefrist bis zur Bodenbearbeitung. Bei Quecke auf 2 Tage
  • Sehr gute Mischbarkeit
  • Reduziertes Abdriftrisiko

Wirkstoff

Glyphosat (480 g/l, 35,75 Gew.-%) als Kalium-Salz (588 g/l, 43,8 Gew.-%), wasserlösliches Konzentrat

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
Abtötung von Pflanzen zur Kulturvorbereitung Ackerbaukulturen, Stilllegungsflächen, Wiesen, Weiden, Rasen 3,75 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser, während der Vegetationsperiode, vor der Saat bzw. Pflanzung von Folgekulturen,
max. 1 Anwendung
-
ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Getreide einschließlich Lagergetreide ausgenommen zur Saatguterzeugung und zu Brauzwecken 3,75 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser,
maximal 1 Anwendung
7 Tage
ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Ackerbaukulturen ausgenommen Winterraps 3,75 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser, vor dem Auflaufen, bis 5 Tage nach der Saat,
max. 1 Anwendung
-
ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Senf-Arten ausgenommen zur Saatguterzeugung, Brassica-Arten ausgenommen zur Saatguterzeugung 3,00 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser, zur Spätbehandlung,
max. 1 Anwendung
7 Tage
ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Futtererbsen ausgenommen zur Saatguterzeugung, Ackerbohne ausgenommen zur Saatguterzeugung 3,00 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser,
max. 1 Anwendung
7 Tage
ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Nadelgehölze, Laubgehölze in Jungwuchsflächen 3,75 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser,
max. 1 Anwendung
-
ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Nadelgehölze, Laubgehölze auf Kahlflächen oder unter Altholz ohne Jungwuchs 3,75 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser,
max. 1 Anwendung
-
ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Nadelgehölze ausgenommen Douglasie und Lärche 2,25 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser, nach Abschluss des Kulturpflanzenwachstums,
max. 1 Anwendung
-
ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Wege, Plätze 33 %ig (max. 7,5 l/ha), Streichen mit Dochtstreichgerät zur Einzelpflanzenbehandlung,
max. 1 Anwendung
-
ein- und zweikeimblättrige Unkräuter, Holzgewächse Gleisanlagen 33 %ig (max. 7,5 l/ha), Streichen mit Dochtstreichgerät zur Einzelpflanzenbehandlung,
max. 1 Anwendung
-
ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Kernobst ab Pflanzjahr 3,75 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser,
max. 1 Anwendung
42 Tage
ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Obstgehölze ausgenommen himbeerartiges Beerenobst 3,75 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser,
max. 1 Anwendung
42 Tage
ein- und zweikeimblättrige Unkräuter ausgenommen Ackerwinde Weinreben ab 4. Standjahr 3,75 l/ha (max. 7,5 l/ha) in 200 - 400 l/ha Wasser,
max. 2 Anwendungen im Abstand von 3 Monaten
30 Tage
ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Baumschulgehölzpflanzen ab Pflanzjahr 33 % (max. 7,5 l/ha), Streichen mit Dochtstreichgerät zur Einzelpflanzenbehandlung,
max. 1 Anwendung
-
Abtötung von Pflanzen zur Kulturvorbereitung Gemüsekulturen 3,75 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser, nach der Ernte, bis 2 Tage vor der Saat,
max. 1 Anwendung
-
ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Fruchtgemüse 3 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser, nach dem Auflaufen der Unkräuter, während der Vegetationsperiode spritzen als Zwischenreihenbehandlung mit Abschirmvorrichtung,
max. 2 Anwendungen im Abstand von 21 Tagen
21 Tage
Ackerwinde
(Convolvulus arvensis)
Spargel 33% (max. 7,5 l/ha) während der Vegetationsperiode, ausgenommen Stechperiode Streichen mit Dochtstreichgerät zur Einzelpflanzenbehandlung,
max. 1 Anwendung
-
ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Spargel 3,75 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser während der Vegetationsperiode, ausgenommen Stechperiode spritzen als Zwischenreihenbehandlung mit Abschirmvorrichtung,
max. 1 Anwendung
-
ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Karotten 3,75 l/ha in 200 - 400 l/ha nach dem Auflaufen der Kultur, bis Stadium 41 (Beginn des Dickenwachstums der Rübe, Wurzel bzw. Knolle (Durchmesser größer 0,5 cm) der Kultur, nach dem Auflaufen der Unkräuter spritzen als Zwischenreihenbehandlung mit Abschirmvorrichtung,
max. 1 Anwendung
-
ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Speisezwiebel 2,25 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser vor dem Auflaufen der Kultur, bis Stadium 05 (Keimwurzel aus dem Samen ausgetreten. Beginn der Wurzelentwicklung) der Kultur, nach dem Auflaufen der Unkräuter,
max. 1 Anwendung
-
ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Lupine-Arten
ausgenommen zur Saatguterzeugung
3,75 l/ha in 200 - 400 l/ha zur Spätbehandlung, 14 Tage vor der Ernte, ab Stadium 89 (Vollreife: Art-/Sortentypische Fruchtausfärbung erreicht. Früchte bzw. Fruchtstände lösen sich relativ leicht) der Kultur spritzen,
max. 1 Anwendung
7 Tage

Wirkungsweise

Roundup® PowerFlex ist ein nichtselektives Blattherbizid mit systemischer Wirkung. Es wird über die grünen Teile der Pflanze aufgenommen und mit Hilfe des Saftstromes in der gesamten Pflanze, einschließlich der unterirdischen Pflanzenteile (Rhizome), verteilt. Daher werden neben einjährigen Unkraut- und Ungrasarten auch mehrjährige Unkraut- und Ungrasarten nachhaltig bekämpft.

Wirkungssymptome
Je aktiver die Pflanzen wachsen, um so schneller wird der Wirkstoff in der Pflanze verteilt. Bei normalwüchsiger Witterung tritt innerhalb von ca. einer Woche die erste sichtbare Wirkung von Roundup® PowerFlex ein. Die Pflanzen welken, werden gelb und vertrocknen später vollständig. Ein witterungsbedingt langsamer Eintritt von Wirkungssymptomen hat auf die Nachhaltigkeit der Wirkung keinen Einfluss.

Anwendung

Roundup® PowerFlex kann während der gesamten Vegetationsperiode eingesetzt werden. Der Einsatz kann sogar vor oder nach kurzen Nachtfrösten bis -4° C erfolgen. Es ist zu beachten, dass die zu bekämpfenden Unkrautarten genügend aufnahmefähige Blattmasse gebildet haben und ausreichend benetzt werden. Zur nachhaltigen Bekämpfung von hartnäckigen breitblättrigen Unkräutern wird die Anwendung im Blühstadium empfohlen. Bei anhaltender Trockenheit oder bei hohen Temperaturen, verbunden mit extrem niedriger Luftfeuchtigkeit, können Wirkstoffaufnahme und -ableitung beeinträchtigt werden. Bei diesen wie auch anderen nicht optimalen Anwendungsbedingungen sind Verringerungen der empfohlenen Aufwandmengen nicht angeraten. Anwendungen nach Regen oder Tau auf feuchtem, aber nicht tropfnassem Unkrautbestand möglich!

Anwendungsgebiete

1. Abtötung von Pflanzen zur Kulturvorbereitung in Ackerbaukulturen, auf Stilllegungsflächen, Wiesen, Weiden und Rasen

Niedrige Wassermengen begünstigen die Wirkung. Quecke soll 3 - 4 neue Blätter pro Trieb gebildet haben. Stoppeldüngung bzw. Kalkung erst ab 2 Tage nach der Behandlung. Pflanzenreste (z.B. Stroh) und Erntereste der Gemüsekulturen kurzhäckseln und gleichmäßig auf der Fläche verteilen (kann bei geringem Vorkommen von Pflanzenresten entfallen). Nachbau aller Kulturen ohne Wartezeit möglich. Zur Sanierung stark verqueckter Flächen wird je eine Anwendung in mindestens 2 aufeinander folgenden Jahren angeraten.
Auf Stilllegungsflächen wird der früheste Einsatzzeitpunkt von Roundup PowerFlex von den gesetzlichen Richtlinien bestimmt. Bei sehr hohem Aufwuchs ist ein Schröpfschnitt einzuplanen und so durchzuführen, dass zum Behandlungszeitpunkt wieder genügend aufnahmefähige Blattmasse vorhanden ist. Eine den Austrieb unterdrückende Schwadablage ist unbedingt zu vermeiden.
Besonders für Kulturen, die ein feinkrümeliges Saatbett benötigen (z.B. Winterraps), ist eine mischende Bodenbearbeitung angeraten.
Zur Abtötung der Wiesen/Weiden/Rasen-Altnarbe:
Neuansaat: Wichtig für das Gelingen der Neuansaat ist ein ebenes abgesetztes Saatbett, um eine flache Ablage des Saatgutes (1 - 2 cm) zu ermöglichen. Nach der Einsaat ist durch Anwalzen für einen guten Bodenschluss zu sorgen. Ausreichende Bodenfeuchtigkeit ist für das Gelingen der Neuansaat entscheidend. Bewährt haben sich Behandlungen und Ansaaten im Juli/August.
Bei einer Aufwuchshöhe von ca. 15 cm sollte die Quecke 3 - 4 Blätter pro Trieb und der Ampfer den Blütenstand ausgebildet haben.

2. Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter in Getreide einschließlich Lagergetreide ausgenommen zur Saatguterzeugung und zu Brauzwecken

Niedrige Wassermengen begünstigen die Wirkung.
Der Anwendungszeitpunkt liegt bei Vollreife des Getreides (BBCH 89, Kornfeuchte unter 25%), Richtwert:
Wenn der Fingernagelabdruck auf dem Korn erhalten bleibt. Stroh von behandeltem Getreide nicht für Kultursubstrate verwenden. Bodenbearbeitung direkt nach der Ernte möglich.

3. Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter in Ackerbaukulturen ausgenommen Winterraps

Zur Bekämpfung aufgelaufener Unkräuter vor dem Auflaufen der Kultur (BBCH03).
Sollte eine Kontrolle des Kulturpflanzenbestandes nicht möglich sein oder die Entwicklung der Kultur zu schnell erfolgen, wird eine Anwendung vor der Saat empfohlen. Zur Vermeidung von Schäden an der Kulturpflanze ist auf geeignete Aussaattechnik, eine ausreichende und gleichmäßige Tiefenablage bei der Saat sowie auf eine genügende Bodenbedeckung zu achten. Vor der Anwendung ist der Bestand hinreichend auf das Entwicklungsstadium der Kulturpflanze zu prüfen. Eine Anwendung darf nicht mehr erfolgen, wenn die Keimwurzel die Samenschale durchstoßen hat. Bei zu später Anwendung kann es zu Schäden an der Kultur kommen.

4. Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter in Brassica- und Senf-Arten ausgenommen zur Saatguterzeugung

Niedrige Wassermengen begünstigen die Wirkung. Der optimale Anwendungszeitpunkt ist erreicht, wenn 50% der Schoten ausgereift sind. Kornfeuchte unter 30%. Bodenbearbeitung direkt nach der Ernte möglich.

5. Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter in Futtererbse und Ackerbohne ausgenommen zur Saatguterzeugung

Niedrige Wassermengen begünstigen die Wirkung. Bei fortschreitender Fruchtausfärbung.
50% der Hülsen sind reif und dunkel. Samen sind art- bzw. sortentypisch gefärbt. Kornfeuchte unter 30%.
Bodenbearbeitung direkt nach der Ernte möglich.

6. Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter in Nadel- und Laubgehölzen auf Jungwuchsflächen

Das Unkraut sollte zum Anwendungszeitpunkt 15 - 20 cm hoch sein, die Kultur darf aber keinesfalls überwachsen sein. Eine nachhaltige Bekämpfung von Strauchholz im Frühjahr ist nur bei ausreichender Blattmasse zur Zeit der Behandlung gewährleistet.
Bei der Gräserbekämpfung im Herbst ist darauf zu achten, dass diese noch grün und in vollem Wachstum sind. Grüne Teile der Kulturpflanzen (wie z.B. nicht verholzte Pflanzenteile und Blattorgane) dürfen weder direkt noch indirekt durch Spritzflüssigkeit getroffen werden, anderenfalls sind Schäden an der Kulturpflanze möglich. Bei Vorhandensein von Wildkräutern oder Waldbeeren (z. B. Himbeeren, Heidelbeeren, Holunderbeeren) Behandlung nur nach der Beerenernte bzw. bis zum Beginn der Beerenblüte; anderenfalls dafür Sorge tragen, dass die Kräuter nicht geerntet werden oder Beeren nicht zum Verzehr gelangen.

7. Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter in Nadel- und Laubgehölzen auf Kahlflächen oder unter Altholz ohne Jungwuchs

Das Unkraut sollte zum Anwendungszeitpunkt 15 - 20 cm hoch sein, die Kultur darf aber keinesfalls überwachsen sein. Eine nachhaltige Bekämpfung von Strauchholz im Frühjahr ist nur bei ausreichender Blattmasse zur Zeit der Behandlung gewährleistet. Bei der Gräserbekämpfung im Herbst ist darauf zu achten, dass diese noch grün und in vollem Wachstum sind. Grüne Teile der Kulturpflanzen (wie z.B. nicht verholzte Pflanzenteile und Blattorgane) dürfen weder direkt noch indirekt durch Spritzflüssigkeit getroffen werden, anderenfalls sind Schäden an der Kulturpflanze möglich. Bei Vorhandensein von Wildkräutern oder Waldbeeren (z. B. Himbeeren, Heidelbeeren, Holunderbeeren) Behandlung nur nach der Beerenernte bzw. bis zum Beginn der Beerenblüte; anderenfalls dafür Sorge tragen, dass die Kräuter nicht geerntet werden oder Beeren nicht zum Verzehr gelangen.

8. Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter in Nadelgehölzen ausgenommen Douglasie und Lärche

Zur Flächenbehandlung auf Jungwuchsflächen ab September bis November nach Abschluss des Kulturpflanzenwachstums. Das Unkraut sollte zum Anwendungszeitpunkt 15 cm - 20 cm hoch sein.
Wichtig für einen guten Bekämpfungserfolg im Spätherbst ist, dass die Unkräuter genügend grüne Blattmasse haben, um den Wirkstoff aufnehmen zu können. Bei der Gräserbekämpfung im Herbst ist darauf zu achten, dass diese noch grün und im vollem Wachstum sind.
Bei Vorhandensein von Wildkräutern oder Waldbeeren (z. B. Himbeeren, Heidelbeeren, Holunderbeeren) Behandlung nur nach der Beerenernte bzw. bis zum Beginn der Beerenblüte; anderenfalls dafür Sorge tragen, dass die Kräuter nicht geerntet werden oder Beeren nicht zum Verzehrgelangen.

9. Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter auf Wegen und Plätzen

Mögliche Schäden an der Kultur liegen im Verantwortungsbereich des Anwenders. Vor dem Mitteleinsatz ist daher die Pflanzenverträglichkeit und Wirksamkeit unter den betriebsspezifischen Bedingungen zu prüfen.

10. Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter auf Gleisanlagen

11. Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter in Kernobst ab Pflanzjahr

Gegen ein- und mehrjährige Ungräser und Unkräuter (siehe Tabelle). Alle Doldenblütler (z.B. Wiesenkerbel), Ampfer und Brennnessel werden am besten im Blühstadium bekämpft. Anwendung ab 15 – 20 cm Unkrauthöhe.
Zweckmäßig und wirtschaftlich sind Streifenbehandlungen mit Roundup® PowerFlex. Um das Einwachsen von Unkräutern aus den unbehandelten Fahrgassen zu verzögern, sollte der behandelte Streifen nicht zu schmal gewählt werden.
Vorsichtsmaßnahmen: Auf keinen Fall dürfen grüne Teile der Kernobstbäume (Blätter, Triebe, Stämmchen, Blüten und Früchte) vom Spritzstrahl direkt oder indirekt durch Abdrift getroffen werden. Roundup® PowerFlex darf nicht in Junganlagen eingesetzt werden, die stark zurückgeschnitten wurden. Junge Bäumchen können u.U. über die grüne Rinde Wirkstoff aufnehmen und sind daher bei der Behandlung auszusparen. Dies ist besonders bei Neupflanzungen zu beachten.
Mit Roundup® PowerFlex in Kontakt gekommene Seitentriebe, Schossertriebe oder Wildlinge etc. unbedingt sofort abschneiden.

12. Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter in Obstgehölzen ausgenommen himbeerartiges Beerenobst

Obstgehölze, d.h.: Kernobst, Steinobst, johannisbeerartiges Beerenobst sowie Schalenobst Alle Doldenblütler (z.B. Wiesenkerbel), Ampfer und Brennnessel werden am besten im Blühstadium bekämpft.
Anwendung ab 15 – 20 cm Unkrauthöhe. Zweckmäßig und wirtschaftlich sind Streifenbehandlungen mit Roundup® PowerFlex. Um das Einwachsen von Unkräutern aus den unbehandelten Fahrgassen zu verzögern, sollte der behandelte Streifen nicht zu schmal gewählt werden.
Vorsichtsmaßnahmen: Auf keinen Fall dürfen grüne Teile der Obstbäume (Blätter, Triebe, Stämmchen, Blüten und Früchte) vom Spritzstrahl direkt oder indirekt durch Abdrift getroffen werden. Roundup® PowerFlex darf nicht in Junganlagen eingesetzt werden, die stark zurückgeschnitten wurden. Mit Roundup® PowerFlex in Kontakt gekommene Seitentriebe, Schossertriebe oder Wildlinge etc. unbedingt sofort abschneiden. Junge Bäumchen können u.U. über die grüne Rinde Wirkstoff aufnehmen und sind daher bei der Behandlung auszusparen. Dies ist besonders bei Neupflanzungen zu beachten.

13. Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter in Weinreben ab dem 4. Standjahr

Gegen ein- und mehrjährige Ungräser und Unkräuter. Alle Doldenblütler (z. B. Wiesenkerbel), Ampfer und Brennnessel werden am besten im Blühstadium bekämpft. Anwendung ab 15 cm – 20 cm Unkrauthöhe.
Zweckmäßig und wirtschaftlich sind Unterstockbehandlungen/Streifenbehandlungen mit Roundup® PowerFlex.
Um das Einwachsen von Unkräutern aus den unbehandelten Fahrgassen zu verzögern, sollte der behandelte Streifen nicht zu schmal gewählt werden. Bewährt hat sich je eine Spritzung im Frühjahr und Sommer im Abstand von maximal 3 Monaten. Roundup® PowerFlex kann während der Rebblüte und auch bei höheren Temperaturen angewendet werden. Mit Roundup® PowerFlex in Kontakt gekommene Seitentriebe, Schossertriebe, etc. unbedingt sofort abschneiden.
Insgesamt nicht mehr als 2 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode. Es dürfen pro Jahr und Fläche nur max. 2 Applikationen eines glyphosatehaltigen Herbizides durchgeführt werden. Die maximale Gesamtaufwandmenge ist mit 3600 g Wirkstoff (a.i.)/ha/Jahr beschränkt.
Grüne Teile der Kulturpflanzen (wie z.B. nicht verholzte Pflanzenteile und Blattorgane) dürfen weder direkt noch indirekt durch Spritzflüssigkeit getroffen werden, anderenfalls sind Schäden an der Kulturpflanze möglich. Keine Anwendung, wenn Gefahr der Abdrift besteht.

14. Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter in Baumschulgehölzpflanzen ab dem Pflanzjahr

Mögliche Schäden an der Kultur liegen im Verantwortungsbereich des Anwenders. Vor dem Mitteleinsatz ist daher die Pflanzenverträglichkeit und Wirksamkeit unter den betriebsspezifischen Bedingungen zu prüfen.

15. Abtötung von Pflanzen zur Kulturvorbereitung in Gemüsebaukulturen

Niedrige Wassermengen begünstigen die Wirkung.
Pflanzenreste (z.B. Stroh) und Erntereste der Gemüsekulturen kurzhäckseln und gleichmäßig auf der Fläche verteilen (kann bei geringem Vorkommen von Pflanzenresten entfallen).
Quecke soll 3 – 4 neue Blätter pro Trieb gebildet haben. Stoppeldüngung bzw. Kalkung erst ab 2 Tage nach der Behandlung. Zur Sanierung stark verqueckter Flächen wird je eine Anwendung in mindestens 2 aufeinander folgenden Jahren angeraten.
Nachbau aller Kulturen ohne Wartezeit möglich.

16. Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter in Fruchtgemüse

Geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51
Mögliche Schäden an der Kultur liegen im Verantwortungsbereich des Anwenders. Vor dem Mitteleinsatz ist daher die Pflanzenverträglichkeit und Wirksamkeit unter den betriebsspezifischen Bedingungen zu prüfen.

17. Ackerwinde (Convolvulus arvensis) in Spargel

Geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51
Mögliche Schäden an der Kultur liegen im Verantwortungsbereich des Anwenders. Vor dem Mitteleinsatz ist daher die Pflanzenverträglichkeit und Wirksamkeit unter den betriebsspezifischen Bedingungen zu prüfen.

18. Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter in Spargel

Geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51
Mögliche Schäden an der Kultur liegen im Verantwortungsbereich des Anwenders. Vor dem Mitteleinsatz ist daher die Pflanzenverträglichkeit und Wirksamkeit unter den betriebsspezifischen Bedingungen zu prüfen.

19. Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter in Karotten

Geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51
Mögliche Schäden an der Kultur liegen im Verantwortungsbereich des Anwenders. Vor dem Mitteleinsatz ist daher die Pflanzenverträglichkeit und Wirksamkeit unter den betriebsspezifischen Bedingungen zu prüfen.

20. Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter in Speisezwiebel

Geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51
Mögliche Schäden an der Kultur liegen im Verantwortungsbereich des Anwenders. Vor dem Mitteleinsatz ist daher die Pflanzenverträglichkeit und Wirksamkeit unter den betriebsspezifischen Bedingungen zu prüfen.

21. Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter in Lupine-Arten ausgenommen zur Saatguterzeugung

Geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51
Mögliche Schäden an der Kultur liegen im Verantwortungsbereich des Anwenders. Vor dem Mitteleinsatz ist daher die Pflanzenverträglichkeit und Wirksamkeit unter den betriebsspezifischen Bedingungen zu prüfen.

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Beimischungen von Herbiziden zur Spritzbrühe können die Wirkung von Roundup® PowerFlex u.U. einschränken.
Spritzgeräte und Spritzbrühebehälter sofort nach Gebrauch gründlich reinigen. Anfallendes Spülwasser nach der Gerätereinigung auf der vorher behandelten Fläche ausbringen. Roundup® PowerFlex und die daraus hergestellte Spritzbrühe nicht in galvanisierten oder unbeschichteten Weichmetallbehältern lagern.

Resistenzmanagement
Jede Unkrautpopulation enthält Pflanzen, die toleranter oder resistent gegen bestimmte Herbizide sind.
Bei der Nutzung dieser Produkte kann dies zu einer unzureichenden Unkrautkontrolle führen. Basierend auf der Einstufung des Herbicide Resistance Action Committee (HRAC) ist Glyphosat ein Herbizid der Wirkungsweise der Gruppe G. Eine Strategie für eine verzögerte Entwicklung und das Management von Herbizidresistenzen sollte auf die lokalen Bedürfnisse und integrierte Unkrautbekämpfung angepasst werden.

Dazu gehört auch die ordnungsgemäße Verwendung von Herbiziden, die Integration von unterschiedlichen Wirkmechanismen und / oder anderen kulturtechnischen oder mechanischen Verfahren:

Regenbeständigkeit
Roundup® PowerFlex ist ca. 1 Stunde nach der Anwendung regenfest.

Abdrift
Abdrift auf benachbarte Kulturen und andere Pflanzenbestände unbedingt vermeiden!

Bodenbearbeitung
Ab 6 Stunden bei einjährigen Unkräutern bis 4-Blattstadium möglich.
Ab 2 Tage bei Quecke möglich bei voller Aufwandmenge (3,75 l/ha) und optimalen Bedingungen.
Ab 4 Tage bei anderen ausdauernden Unkräutern.
Ab 10 Tage bei ungünstigen Bedingungen (z. B. kühle Witterung) möglich.

Nachbau
Die Folgekulturen nehmen den auf den Boden gelangten Wirkstoff nicht auf, weil er sofort an Bodenteilchen gebunden wird. Bodenlebewesen sorgen danach für einen vollständigen Abbau in natürliche Stoffe. Durch die rasche Inaktivierung des Wirkstoffes von Roundup® PowerFlex können alle Kulturen ohne Einschränkung in kürzester Zeit nach dem Einsatz von Roundup® PowerFlex nachgebaut werden.

Maßnahmen im Unglücksfall

Erste Hilfe Maßnahmen

Hinweise auf ärztliche Soforthilfe oder Spezialbehandlung

Maßnahmen zur Brandbekämpfung

Hinweise für Transport

Das Produkt darf während des Transports nicht unter -15°C abkühlen.

Hinweise für Lagerung LGK 12
Produkt so lagern, dass Betriebsfremde und Kinder keinen Zugang haben.
Nicht zusammen mit Arzneimitteln, Lebensmitteln, Futtermitteln lagern.
Trocken aufbewahren und so lagern, dass Produkt nicht unter -15° C abkühlt.
Kühl und trocken aufbewahren. Haltbarkeit bei Raumtemperatur: mind. 2 Jahre.

Gefahrenhinweise

Wirkungsspektrum

Unkrautarten Mit 2,25 l/ha
gut bekämpfbar
Zusätzlich mit 3,75 l/ha
gut bekämpfbar
Mit 3,75 l/ha
nicht immer ausreichend
bekämpfbare Arten
Acker-Frauenmantel
Ackerfuchsschwanz
Acker-Gänsedistel
Acker-Gauchheil
Ackerhellerkraut
Acker-Hundskamille
Acker-Kratzdistel (3)
Ackerminze
Acker-Schmalwand
Ackersenf
Acker-Steinsame
Ackerstiefmütterchen (7)
Ackerstiefmütterchen (8)
Ackervergissmeinnicht (7)
Ackervergissmeinnicht (8)
Ackerwinde
Adlerfarn
Aleppo- (Mohren-) Hirse (3)
Amarant (Rauhaariger)
Ampferarten
Ausfallerbsen
Ausfallgetreide
Ausfalllupinen
Ausfallraps (11)
Ausfallraps (12)
Bärenklau (8)
Beifuß (Gemeiner)
Berufskraut (Kanadisches)
Bingelkraut (Einjähriges)
Binsenarten
Birke
Blaubeere
Borstenhirse
Brennnessel (Große)
Brombeere (Echte)
Buche
Efeu
Ehrenpreisarten
Eiche
Erdrauch
Esche
Fingerhirse (Blut-)
Fingerkraut (Gänse-)
Flughafer
Franzosenkraut
Gänseblümchen
Gänsefuß (Weißer) (7)
Gänsefuß (Weißer) (8)
Geisblatt (8)
Ginster
Goldrute (Kanadische)
Gundermann
Hahnenfußarten
Hainbuche
Haselstrauch
Heckenkirsche
Hederich
Heidekraut
Heidelbeere
Himbeere
Hirtentäschelkraut
Hohlzahnarten (7)
Holunder (Schwarzer)
Honiggrasarten
Huflattich
Hühnerhirse (1)
Hühnerhirse (2)
Hundspetersilie
Hundszahngras (3)
Jakobs-Kreuzkraut
Japanknöterich
Kamille (Echte) (7)
Kamille (Echte) (8)
Kartoffeldurchwuchs
Klatschmohn
Klee (Rot-)
Klette (Große)
Klettenlabkraut (7)
Klettenlabkraut (8)
Knaulgrasarten
Knöterich (Floh-) (7)
Knöterich (Floh-) (8)
Knöterich (Landwasser-) (9)
Knöterich (Vogel-) (7)
Knöterich (Vogel-) (8)
Kohl-Gänsedistel
Kornblume (7)
Kornblume (8)
Kreuzkraut (Gemeines)
Löwenzahn (Gemeiner)
Luzerne
Malve (Wilde)
Mäusegerste
Melde (Gemeine)
Möhre (Wilde)
Nachtschatten (Schwarzer) (7)
Nachtschatten (Schwarzer) (9)
Pappel (Zitter-)
Pfeifengras
Pfeilkresse
Phacelia
Platterbse (Knollen-)
Portulak (Gelber)
Quecke (Gemeine) (4)
Quecke (Gemeine) (5) (6)
Rainfarn (Gemeiner)
Rainkohl (Gemeiner)
Rasenschmiele
Rispengras (Einjähriges)
Rispengras (Gemeines)
Robinie
Rosskastanie
Rotschwingel
Ruchgras (Gemeines)
Saatwucherblume
Sandrohr
Schafgarbe (Gemeine)
Schilfrohr (3)
Schwarzdorn
Seggearten
Springkraut (Echtes)
Stechapfel (Gemeiner) (7)
Stechapfel (Gemeiner) (8)
Taubnesselarten (7)
Taubnesselarten (8)
Tollkirsche
Traubenkirsche
Trespearten
Vogelmiere
Wegericharten
Weide
Weidelgrasarten (1)
Weidenröschen (Schmalblättriges)
Weißdorn
Wickenarten
Wiesenkerbel
Wiesenkopf (Großer)
Windearten (10)
Windenknöterich
Windhalm
Wolfsmilch (Sonnen-)
Zweizahn (Behaarter)
Zwiewuchs (Gerste)
Zwiewuchs (Weizen)

(1) bis Ende der Bestockung, (2) ab Schossen, (3) nur voll ausgewachsene Pflanzen lassen sich ausreichend bekämpfen (in der Vorernte, in Dauerkulturen oder nach Flächenstilllegung), (4) geringer Besatz (0 – 15 Schosse/m2), (5) mittlerer Besatz (16 – 30 Schosse/m2), (6) starker Besatz (über 30 Schosse/m2), (7) bis 6 – 8 Blätter, (8) größere Pflanzen, (9) große Pflanzen nicht immer sicher bekämpfbar, (10) im Ackerbau nur Vorernteanwendungen, (11) bis 10 cm, (12) größer als 10 cm

Nicht bekämpfbare Arten
Acker- und Sumpfschachtelhalm, Beinwell, Brennnessel (Kleine), Giersch (Gewöhnlicher), Klee (Weiß-), Mauerpfeffer (Weißer), Salbeigamander