Prolectus®
Der Standard gegen Botrytis, Grauschimmel und Monilia.

Fungizid gegen Botrytis im Weinbau, im Gemüsebau unter Glas und an Erdbeeren sowie gegen Monilia im Steinobstbau.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3353
Handelsform: 1 kg

Vorteile

  • Sehr gute vorbeugende und heilende Wirkung
  • Translaminare Wirkstoffverteilung
  • Langanhaltende Dauerwirkung
  • Nützlingsschonend
  • Breites Einsatzspektrum
  • Herausragende Regenfestigkeit

Wirkstoff

Fenpyrazamine (500 g/kg; 50 Gew.-%), Wasserdispergierbares Granulat

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
Graufäule
(Botrytis cinerea)
Weinreben
(Tafel- und Keltertrauben)
1,2 kg/ha in 1000 l/ha Wasser bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis ab Stadium 61 (Beginn der Blüte: 10 % Blütenkäppchen abgeworfen) bis Stadium 85 (Weichwerden der Beeren), spritzen oder sprühen,
Maximal 1 Anwendung pro Jahr
Keltertrauben 21 Tage
Tafeltrauben 14 Tage
Blütenmonilia
(Monilia laxa)
Spitzendürre
(Monilia laxa)
Pfirsich, Nektarinen, Marillen, Pflaumen (Zwetschken) und Kirschen max. 0,8 kg/ha (0,27 kg/ha/m Kronenhöhe) in 500 l Wasser/ha/m Kronenhöhe bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis ab Stadium 61 (Beginn der Blüte: 10 % der Blüten offen) bis Stadium 69 (Ende der Blüte: alle Blütenblätter abgefallen), spritzen oder sprühen,
Max. 3 Anwendungen pro Jahr im Abstand von 7 Tagen
1 Tag
Fruchtmonilia
(Monilia fructigena)
Pfirsich, Nektarinen, Marillen, Pflaumen (Zwetschken) und Kirschen max. 1,2 kg/ha (0,4 kg/ha/m Kronenhöhe) in 500 l Wasser/ha/m Kronenhöhe
ab Warndiensthinweis ab Stadium 75 (etwa 50 % der sortentypischen Fruchtgröße erreicht) bis Stadium 87 (Pflückreife), spritzen oder sprühen,
Max. 3 Anwendungen pro Jahr im Abstand von 7 Tagen
1 Tag
Grauschimmel
(Botrytis cinerea)
Erdbeeren 1,2 kg/ha in 1000 – 2000 l/ha Wasser bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis ab Stadium 61 (Beginn der Blüte: 10 % der Blüten offen) bis Stadium 85 (Früchte beginnen sich sortentypisch auszufärben), spritzen,
Max. 3 Anwendungen pro Jahr im Abstand von 7 Tagen
1 Tag
Grauschimmel
(Botrytis cinerea)
Erdbeeren unter Glas 0,08 – 0,12 %-ig (max. 1,2 kg/ha) in 500 – 1200 l/ha Wasser bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis ab Stadium 61 (Beginn der Blüte: 10 % der Blüten offen) bis Stadium 87 (Hauptpflücke: Mehrzahl der Früchte sortentypisch ausgefärbt), spritzen,
Max. 3 Anwendungen pro Jahr im Abstand von 7 Tagen
1 Tag
Grauschimmel
(Botrytis cinerea)
Tomaten unter Glas 0,08 – 0,12 %-ig (max. 1,2 kg/ha) in 600 – 1200 l/ha Wasser bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis ab Stadium 61 (1. Blütenstand: 1. Blüte offen) bis Stadium 87 (70 % der Früchte haben art-/sortenspezifische Fruchtausfärbung erreicht), spritzen,
Max. 3 Anwendungen pro Jahr im Abstand von 7 - 10 Tagen
1 Tag
Grauschimmel
(Botrytis cinerea)
Melanzani
(Auberginen) unter Glas
0,08 – 0,12 %-ig (max. 1,2 kg/ha) in 600 – 1200 l/ha Wasser bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis ab Stadium 61 (1. Blütenstand: 1. Blüte offen) bis Stadium 87 (70 % der Früchte haben art-/sortenspezifische Fruchtausfärbung erreicht), spritzen,
Max. 3 Anwendungen pro Jahr im Abstand von 7 - 10 Tagen
1 Tag
Grauschimmel
(Botrytis cinerea)
Paprika unter Glas 0,08 – 0,12 %-ig (max. 1,2 kg/ha) in 600 – 1200 l/ha Wasser bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis ab Stadium 61 (1. Blüte offen) bis Stadium 87 (70 % der Früchte haben art-/sortenspezifische Fruchtausfärbung erreicht), spritzen,
Max. 3 Anwendungen pro Jahr im Abstand von 7 - 10 Tagen
1 Tag
Grauschimmel
(Botrytis cinerea)
Kürbisgewächse mit genießbarer Schale unter Glas 0,08 – 0,12 %-ig (max. 1,2 kg/ha) in 600 – 1200 l/ha Wasser bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis ab Stadium 61 (1. Blüte offen) bis Stadium 87 (70 % der Früchte haben art-/sortenspezifische Fruchtausfärbung erreicht), spritzen,
Max. 3 Anwendungen pro Jahr im Abstand von 7 - 10 Tagen
1 Tag

Anwendungshinweise

Wirkungsweise
PROLECTUS ist ein Fungizid zur Bekämpfung von Botrytis und Monilia in verschiedenen Kulturen Die Wirkstoffverlagerung erfolgt translaminar. PROLECTUS verhindert das Wachstum von Keimschlauch und Myzel sowie die Sporulation der Schadpilze. Der Wirkungsmechanismus beruht auf einem Eingriff in die Sterol-Biosynthese. Aus Gründen der Resistenzvorbeugung soll die Anwendung stets vorbeugend erfolgen!

Wirkungsspektrum
Erfasst werden Graufäule (Botrytis cinerea) an Weinreben im Freiland und Grauschimmel an Tomaten, Melanzani (Auberginen), Paprika und Kürbisgewächsen mit genießbarer Schale unter Glas, Grauschimmel an Erdbeeren im Freiland und unter Glas sowie Monilia-Spitzendürre und Monilia-Fruchtfäule an Pfirsich, Nektarinen, Marillen, Pflaumen (Zwetschken) und Kirschen.

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Weinbau
Kritische Zeitpunkte für Botrytis-Infektionen sind die abgehende Blüte, vor Traubenschluss und beim Weichwerden der Beeren. Die letzte Möglichkeit, auch das Stielgerüst gut zu benetzen, ist vor Traubenschluss gegeben. Schädlingsbefall und mechanische Verletzungen sind zu vermeiden, weil so Eintrittspforten für den Botrytis-Pilz geschaffen werden. Auf eine gründliche Benetzung ist zu achten. Dazu je nach Laubentwicklung die untere Traubenzone entblättern und Spritzung schräg nach oben gerichtet vornehmen.

Aufwandmenge
max. 1,2 kg/ha

Behördliche Auflagen
Die Anwendung des Mittels kann bei Spontangärung zu Gärverzögerungen führen.
Durch die Anwendung des Mittels kann eine Beeinträchtigung der Qualität der Ernteprodukte nicht ausgeschlossen werden.
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode, auch keine zusätzlichen Anwendungen mit anderen, diesen Wirkstoff enthaltenden Mitteln.
In Abhängigkeit von der Bestandesdichte und dem Entwicklungsstadium der Kulturpflanze werden folgende maximal zulässige Aufwandmengen festgelegt:
ab Stadium 61 (Beginn der Blüte) bis Stadium 71 (Fruchtansatz) 0,4 – 0,9 kg/ha
ab Stadium 71 (Fruchtansatz) bis Stadium 85 (Weichwerden der Beeren) 0,6 – 1,2 kg/ha

Steinobst
PROLECTUS kann in folgenden Steinobst-Kulturen eingesetzt werden: Pfirsich, Nektarinen, Marillen, Pflaumen (Zwetschken) und Kirschen. Kritische Phasen für Infektionen durch Monilia-Spitzendürre sind zur Zeit der Blüte gegeben. Ab Umfärben der Früchte besteht die Gefahr von Infektionen durch Fruchtmonilia, die die Lagerfähigkeit der Früchte stark herabsetzt. Im Abstand von 7 Tagen sind bei Bedarf Folgespritzungen durchzuführen. Insgesamt nicht mehr als 3 Anwendungen mit diesem Produkt durchführen, wobei die Anwendung abwechselnd mit Produkten mit anderen Wirkmechanismen erfolgen soll. Auf eine gute Benetzung achten. Die letzte Anwendung kann 1 Tag vor der Ernte stattfinden.

Aufwandmenge
gegen Blütenmonilia und Monilia-Spitzendürre max. 0,8 kg/ha, das entspricht 0,27 kg/ha/m Kronenhöhe in 500 l Wasser/ha/m Kronenhöhe, zur Befallsminderung;
gegen Fruchtmonilia max. 1,2 kg/ha, das entspricht 0,4 kg/ha/m Kronenhöhe in 500 l Wasser/ha/m Kronenhöhe

Behördliche Auflage
Insgesamt nicht mehr als 3 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode, auch keine zusätzlichen Anwendungen mit anderen, diesen Wirkstoff enthaltenden Mitteln.

Erdbeeren im Freiland und unter Glas
Ab Blühbeginn können Botrytis-Infektionen stattfinden. Zu diesem Zeitpunkt soll mit den Anwendungen begonnen werden. Folgebehandlungen sind bei Bedarf im Abstand von 7 Tagen bis zur Ernte durchzuführen. Insgesamt nicht mehr als 3 Anwendungen mit diesem Produkt durchführen, wobei die Anwendung abwechselnd mit Produkten mit anderen Wirkmechanismen erfolgen soll. Auf eine gute Benetzung achten. Die letzte Anwendung kann 1 Tag vor der Ernte stattfinden.

Aufwandmenge
1,2 kg /ha im Freiland in 1000 – 2000 l/ha Wasser
0,08 – 0,12 %-ig unter Glas(max. 1,2 kg/ha) in 500 – 1200 l/ha Wasser

Behördliche Auflage
Insgesamt nicht mehr als 3 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode, auch keine zusätzlichen Anwendungen mit anderen, diesen Wirkstoff enthaltenden Mitteln.
Hinweis zur Dosierung: Unter Glas bei niedrigem Befallsdruck 0,08 % Spritzbrühe, bei hohem Befallsdruck 0,12%.
Die Wasseraufwandmenge ist der Kulturentwicklung anzupassen.

Gemüsebau unter Glas
PROLECTUS kann in folgenden Kulturen gegen Grauschimmel eingesetzt werden: Tomaten, Melanzani (Auberginen), Paprika und Kürbisgewächse mit genießbarer Schale (z. B. Gurken, Zucchini, Speisekürbis). Bei Infektionsgefahr sollen ab Blühbeginn Maßnahmen gesetzt werden. Folgebehandlungen sind bei Bedarf im Abstand von 10 Tagen bis zur Ernte durchzuführen. Insgesamt nicht mehr als 3 Anwendungen mit diesem Produkt durchführen, wobei die Anwendung abwechselnd mit Produkten mit anderen Wirkmechanismen erfolgen soll. Auf eine gute Benetzung achten. Die letzte Anwendung kann 1 Tag vor der Ernte stattfinden.

Aufwandmenge
0,08 – 0,12 % (max. 1,2 kg/ha) in 600 – 1200 l/ha Wasser

Behördliche Auflage
Insgesamt nicht mehr als 3 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode, auch keine zusätzlichen Anwendungen mit anderen, diesen Wirkstoff enthaltenden Mitteln.
Hinweis zur Dosierung: Bei niedrigem Befallsdruck 0,08 % Spritzbrühe, bei hohem Befallsdruck 0,12%.
Die Wasseraufwandmenge ist der Kulturentwicklung anzupassen.

Wartezeiten
Weinbau: 14 Tage (Tafeltrauben), 21 Tage (Keltertrauben)
Gemüsebau unter Glas, Steinobst, Erdbeeren Freiland und unter Glas: 1 Tag

Verträglichkeit
PROLECTUS ist nach unseren Erfahrungen in allen Sorten der zugelassenen Kulturpflanzen gut verträglich.

Mischbarkeit
PROLECTUS ist mit den gängigen Fungiziden und Insektiziden mischbar. Keine Mischungen mit Karathane® Gold oder Profiler® durchführen. Bei Verwendung mehrerer Produkte in einer Tankmischung können unvorhergesehene Wechselwirkungen auftreten. Generell sind die Gebrauchsanweisungen der Mischpartner sowie die Grundsätze der Guten Landwirtschaftlichen Praxis zu beachten.

Resistenzvorbeugung
PROLECTUS enthält den Wirkstoff Fenpyrazamine. Klassifikation des Wirkstoffes gemäß Fungicide Resistance Action Committee (FRAC): Wirkmechanismus (FRAC Gruppe) 17
Durch wiederholte Anwendung des Mittels oder von Mitteln mit demselben Wirkmechanismus kann es zur Ausbildung von resistenten Biotypen kommen, die eine Wirkungsminderung nach sich ziehen. Daher die empfohlene Aufwandmenge bzw. Anwendungskonzentration nicht unterschreiten. Immer im Wechsel mit Produkten mit anderen Wirkmechanismen anwenden.

Behördliche Auflagen zur Resistenzvorbeugung
Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe können Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.

Hinweise zur Anwendungstechnik

Spritztechnik
Spritzgeräte regelmäßig auf dem Prüfstand testen!
Spritztank zur Hälfte mit Wasser füllen und das Rührwerk einschalten. Die benötigte Menge an PROLECTUS kontinuierlich in den Spritztank geben und restliche Wassermenge auffüllen. Im Falle von Tankmischungen den Mischpartner erst dann zugeben, wenn PROLECTUS vollständig dispergiert ist. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen. Vor der Behandlung Gerät auslitern und Düsenausstoß kontrollieren. Nie mehr Spritzbrühe ansetzten als notwendig. Bei der Ausbringung ist auf eine gute und gleichmäßige Benetzung der Traubenzone, der Blätter, der Blüten bzw. der Früchte zu achten.

Spritzenreinigung
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden:

Maßnahmen im Unglücksfall

Brand

Lösch- und Brandrückstände nicht in Gewässer und nicht in die Kanalisation gelangen lassen.

Verschütten/Auslaufen
Nicht in Oberflächengewässer oder in die Kanalisation gelangen lassen. Trocken aufnehmen, in entsprechenden Gefäßen zwischenlagern und vorschriftsgemäß entsorgen. Restmengen nicht mehr in Originalgebinde zurück geben.

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Hinweise für den Arzt
Kein spezifisches Antidot bekannt. Symptomatische Behandlung.

Hinweise für Transport und Lagerung

Transport
Nicht transportieren und lagern bei Temperaturen unter 0 °C und über 35 °C.

Lagerung
Im Originalbehälter bei Raumtemperatur so lagern, dass Betriebsfremde keinen Zutritt haben. Getrennt von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln lagern.

Gefahrenhinweise

Achtung