Pantopur® profi
Das Basisherbizid in der Rübe.

Selektives Herbizid gegen einjährige zweikeimblättrige Unkräuter in Futter- und Zuckerrüben.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3709
Handelsform: 5 Liter

Vorteile

  • Große Wirkungsbreite
  • Sehr gute Pflanzenverträglichkeit
  • Hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis

Wirkstoff

60 g/l Phenmedipham (5,86 Gew.-%), 60 g/l Desmedipham (5,86 Gew.-%), 60 g/l Ethofumesat (5,86 Gew.-%), Suspensionskonzentrat (SC)

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Zuckerrübe, Futterrübe 1,5 l/ha in 200 - 300 l/ha Wasser Frühjahr, nach dem Auflaufen der Kultur, Stadium 10 (Keimblattstadium:
Keimblätter waagerecht entfaltet; 1. Laubblatt stecknadelkopfgroß) bis Stadium 19 (9 und mehr Laubblätter entfaltet) der Kultur;
max. 3 Anwendungen in der Kultur bzw. je Jahr im Abstand von 5-14 Tagen.
Insgesamt nicht mehr als 3 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode.
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Anwendungsempfehlungen

Gebrauchsanleitung
Pantopur profi ist ein selektives Herbizid im Nachauflauf, das gegen ein breites Spektrum von zweikeimblättrigen Unkrautarten wirkt. Die Wirkungen der drei Wirkstoffe ergänzen sich gegenseitig, daher hat Pantopur profi eine gute Kontakt- und Bodenwirkung auf viele Unkrautarten. Die Wirkstoffe Phenmedipham und Desmedipham gehören chemisch zur Carbamat-Gruppe, werden nur durch die Blätter aufgenommen und bekämpfen keimende Unkrautarten. Der Wirkstoff Ethofumesat gehört chemisch zu den Benzofuranen, wirkt über die Blätter und Wurzeln und wird über das Xylem in der ganzen Unkrautpflanze verteilt. Empfindliche Unkrautarten hören auf zu wachsen, zeigen schrittweise Chlorosen und Nekrosen und sterben ab. Die Herbizidwirkung ist innerhalb von 4-8 Tagen zu sehen, je nach Boden- und Wetterverhältnissen. Ausreichende Temperatur und Feuchtigkeit von sowohl Luft als auch Boden unterstützen die Wirksamkeit.

Anwendung
Zuckerrübe, Futterrübe
Zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern:
Aufwandmenge: 1,5 l/ha
in 200 - 300 l/ha Wasser spritzen; Anwendungszeitpunkt Frühjahr, Nach dem Auflaufen der Kultur, Stadium 10 (Keimblattstadium: Keimblätter waagerecht entfaltet; 1. Laubblatt stecknadelkopfgroß) bis Stadium 19 (9 und mehr Laubblätter entfaltet) der Kultur; max. 3 Anwendungen in der Kultur bzw. je Jahr im Abstand von 5-14 Tagen.
Wartefrist: keine.
Insgesamt nicht mehr als 3 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode.

Wirkungsspektrum

Kulturverträglichkeit
Unter normalen Verhältnissen ist Pantopur profi in allen Sorten von Futter- und Zuckerrüben ausgezeichnet verträglich.
Unter ungünstigen Bedingungen können Wachstumsstillstand oder Blattaufhellungen an den Rübenblättern auftreten. Erfahrungsgemäß verschwinden diese Symptome schnell wieder und haben keinen Ertragseinfluss.
Kranke und geschwächte Rüben dürfen nicht mit Pantopur profi behandelt werden.

Mischbarkeit
Pantopur profi ist mit allen Rübennachauflaufherbiziden wie z.B. Modipur perfekt sowie mit Paraffinölen mischbar.
Zu Tankmischungen von Pantopur profi mit anderen Herbiziden keine Insektizide zugeben.
Bei Tankmischungen grundsätzlich die Gebrauchsanleitung der betroffenen Produkte beachten!

Nachbau
Rüben können jederzeit nach der Anwendung von Pantopur profi angebaut werden; andere Kulturpflanzen können 3 Monate nach der letzten Anwendung nach erfolgter Pflugfurche ausgesät werden.

Resistenzmanagement
Klassifikation der Wirkstoffe gemäß Herbicide Resistance Action Committee (HRAC):
Phenmedipham, Desmedipham: Wirkmechanismus (HRAC GRUPPE): C1
Ethofumesat: Wirkmechanismus (HRAC GRUPPE): N

Um dem Risiko einer entstehenden Wirkstoffresistenz entgegenzuwirken, sind die Präparate und auch die Wirkstoffgruppen regelmäßig zu wechseln. In verschiedenen Kulturen nicht die gleichen Wirkstoffgruppen einsetzen. In der Fruchtfolge die Wirkstoffgruppen wechseln.

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Anwendungstechnik
Ansetzen der Spritzbrühe

  1. Tank zu 2/3 mit der benötigten Wassermenge füllen.
  2. Rührwerk einschalten und bis zur Beendigung der Spritzarbeit eingeschaltet lassen.
  3. Benötigte Menge Pantopur profi über das Einfüllsieb langsam in den Spritztank geben.
  4. Restliche Wassermenge auffüllen.
    Spritzbrühe unmittelbar (innerhalb von 2 Stunden) ausbringen.
    Bei längeren Standzeiten insbesondere bei niedrigen Wassertemperaturen (5°C) kann es zu Kristallisation des Mittels kommen. Abdrift vermeiden.

Reinigung
Spritzgerät und Leitungen nach Gebrauch gründlich mit Wasser reinigen. Dazu ca. 20 % des Tankinhaltes mit Wasser auffüllen und dabei Innenflächen des Tanks mit dem Wasserstrahl abspritzen. Rührwerk für ca. 2 Minuten einschalten. Anschließend Reinigungsflüssigkeit bei laufendem Rührwerk durch die Düsen auf der zuvor behandelten Fläche verspritzen. Reinigungsflüssigkeit nicht in Gewässer gelangen lassen. Die regelmäßige Reinigung der Pflanzenschutzspritze von außen, insbesondere des Brühebehälters, Pumpenaggregates und Gestänges, sollte Bestandteil des normalen betrieblichen Ablaufes sein und möglichst direkt auf dem Feld erfolgen. Hierzu werden von den Geräteherstellern entsprechende Nachrüstsätze mit Wasservorratsbehältern und Reinigungsbürsten angeboten.

Maßnahmen im Unglücksfall

Erste-Hilfe-Maßnahmen
Vergiftungsinformationszentrale: Telefon 01/406 43 43

Handhabung und Lagerung
Für ausreichende Belüftung sorgen. Persönliche Schutzausrüstung tragen. Berührung mit den Augen und der Haut vermeiden. Nur im Freien oder in gut belüfteten Räumen verwenden. Nach Gebrauch Hände gründlich waschen.
Nur im Originalbehälter/in der Originalverpackung an einem kühlen, gut belüfteten Ort getrennt von Lebensmitteln, Getränken und Futtermitteln aufbewahren. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Vor Licht schützen.

Entsorgung
Nicht mit dem Hausmüll entsorgen. Reste nicht in den Ausguss oder das WC entleeren. Zur Problemstoffsammelstelle bringen. Restentleerte Behälter sind dem Sammel- und Verwertungssystem zuzuführen.

Maßnahmen im Brandfall

Persönliche Schutzausrüstung verwenden. Im Brandfall, wenn nötig, umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen.

Weitere wichtige Hinweise
Die Lagerung, der Transport und die Anwendung eines Pflanzenschutzmittels unterliegen weiteren gesetzlichen Bestimmungen.

Gefahrenhinweise

Achtung