Next
Da legt sich nichts mehr nieder.

Wachstumsregler zur Halmfestigung in Winterweichweizen, Winter- und Sommergerste.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3795
Handelsform: 2 Liter

Wirkstoff

Trinexapac (222,2 g/l (23,66 Gew.-%)) als Trinexapac-ethyl 250 g/l (26,62 Gew.-%), Emulsion, Öl in Wasser

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge
Halmfestigung Winterweichweizen 0,5 l/ha in 200-400 l/ha Wasser ab dem Stadium 30 (Beginn des Schossens) bis Stadium 49 (Grannenspitzen)
Max. 1 Anwendung
Halmfestigung Wintergerste 0,8 l/ha in 200-400 l/ha Wasser ab dem Stadium 30 (Beginn des Schossens) bis Stadium 49 (Grannenspitzen)
Max. 1 Anwendung
Halmfestigung Sommergerste 0,6 l/ha in 200-400 l/ha Wasser ab dem Stadium 30 (Beginn des Schossens) bis Stadium 49 (Grannenspitzen)
Max. 1 Anwendung

Sonstige Auflagen und Hinweise
Hinweis zur Aufwandmenge: Die einzelnen Sorten können standortabhängig verschieden reagieren; auf die regionalen Empfehlungen der Fachberatung wird verwiesen.
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Anwendungshinweise

Wirkungsweise
Next enthält den Wirkstoff Trinexapac-ethyl und wird über die Blätter des Getreides aufgenommen. Next wird als Wachstumsregler im Getreide eingesetzt. Eine Anwendung von Next reduziert das Längenwachstum der Internodien und führt zu einer Halmfestigung, damit geht eine bessere Standfestigkeit des Getreides einher.

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Anwendungsempfehlungen
Next erhöht die Halmfestigkeit und vermindert so das Lagerrisiko. Lager, das durch Unwetter (starke Niederschläge, Wind) verursacht wird, kann nicht verhindert werden.
Next sollte eingesetzt werden, wenn mit Lager zu rechnen ist und das Ertragspotential bei hoher Anbauintensität abgesichert werden soll.
Zur Anwendung in Winterweichweizen empfehlen wir eine Tankmischung aus 1,0 l/ha Stabilan® 400 + 0,2 l/ha Next im EC30 – EC32. Diese Produktkombination wird als Stabilan® Trinexa Pack vertrieben.
Die besten Wirkungserfolge bei einer Anwendung von Next zur Lagervermeidung werden beim frühzeitigen Einsatz vom 1-Knoten-Stadium bis zum 4-Knoten- Stadium (BBCH 31-34) erzielt. Frühe Einsatztermine führen zu einer Verstärkung der Halmwand sowie zu einer stärkeren Einkürzung der unteren Halmbereiche. Spätere Ein satz termine (ab BBCH 37) hingegen kürzen weniger die unteren, sondern insbesondere die darüberliegenden Halmabschnitte ein.
Nicht empfohlen wird der Einsatz von Next in dünnen, mangelhaft ernährten Beständen, auf Böden mit ungünstigem Kalkzustand, bei Staunässe und bei Trockenschäden. Weiters ist von einer Anwendung unmittelbar vor oder nach Nachtfrösten und bei hohen Temperaturen (> 25°C) abzuraten.
Die besten Wirkungsgrade werden bei trockenen Beständen und wüchsiger Witterung erzielt.

Nachbau
Nach der Anwendung von Next können alle Kulturen im Rahmen der Fruchtfolge ohne Einschränkungen nachgebaut werden.

Verträglichkeit
Next ist nach bisherigen Erkenntnissen in allen zugelassenen Getreidearten gut verträglich.
Die einzelnen Sorten können standortabhängig verschieden reagieren; auf die regionalen Empfehlungen der Fachberatung wird verwiesen.

Hinweise zur Anwendungstechnik

Mischbarkeit
Next ist im Getreide mit Fungiziden wie Mystic® 250 EW mischbar.
Weiters ist Next mit Insektiziden wie Kaiso® Sorbie, Wachstumsreglern wie Stabilan® 400 oder Ethephonhaltigen Produkten mischbar.
Zur Anwendung in Winterweichweizen empfehlen wir eine Tankmischung aus 1,0 l/ha Stabilan® 400 + 0,2 l/ha Next im EC30 – EC32. Diese Produktkombination wird als Stabilan® Trinexa Pack vertrieben.

Spritztechnik
Spritzgerät regelmäßig auf dem Prüfstand testen!

  1. Tank zu 1/2 mit Wasser füllen.
  2. Next in den Tank geben.
  3. Restliche Wassermenge auffüllen; die Wasserzuleitung unter die Wasseroberfläche verhindert ein Schäumen der Lösung. Wasserschlauch nicht direkt in die Spritzbrühe eintauchen, da die Gefahr des Brühe-Rückflusses bei Druckabfall in der Wasserleitung besteht. Fülltrichter verwenden, der in die Spritzbrühe eintaucht.

Vor der Behandlung Gerät auslitern und Düsenausstoß kontrollieren. Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser mehrmals gründlich ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben.

Spritzenreinigung
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden:

Die grobe Reinigung von der Spritze mit Wasser und Waschbürste auf der behandelten Fläche vornehmen. Reste von Reinigungswasser nicht über Wasserabläufe in die Kanalisation und Gewässer gelangen lassen.

Restmengenverwertung
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben.
Eventuell auftretende Reste von Spritzbrühe und aus der Gerätereinigung nie in die Kanalisation oder im Freiland ablassen, sondern verdünnt auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.

Vorsichtsmaßnahmen

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Hinweise für den Arzt
Kein spezifisches Antidot, symptomatische Behandlung.

Brand

Persönliche Schutzausrüstung verwenden. Im Brandfall, wenn nötig, umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen. Übliche Maßnahmen bei Bränden mit Chemikalien. Kontaminiertes Löschwasser getrennt sammeln, darf nicht in die Kanalisation gelangen.

Hinweise für Transport und Lagerung

Transport
Nicht transportieren und lagern bei Temperaturen unter 0 °C und über 40 °C.

Lagerung
LGK 12/10 (Lagerklasse nach VCI)
In verschlossener Originalverpackung, getrennt von Nahrungs- und Futtermitteln, nicht unter 0 °C und über 40 °C lagern und transportieren. So lagern, dass Betriebsfremde und Kinder keinen Zutritt haben.

Gefahrenhinweise

Achtung