NeemAzal®-T/S

Natürlich erfolgreich gegen Schädlinge.

Pflanzenextrakt aus den Kernen des tropischen Neembaumes für den Obst-, Gemüse-, Acker-, Wein- und Zierpflanzenbau gegen freilebende saugende, beißende und blattminierende Schadinsekten.

NeemAzal-T/S
Amtl. Pfl. Reg. Nr. 2699-0
Handelsformen: 1 Liter, 2,5 Liter, 5 Liter

Vorteile

  • Wirksame Kontrolle vieler Schadinsekten in vielen Kulturen
  • Schonend für die meisten Nützlinge
  • Nicht bienengefährlich
  • Keine Wartefrist
  • Keine Wasserschutzauflagen
  • Aus nachwachsenden Rohstoffen direkt aus der Natur

Wirkstoff

Azadirachtin (10,6 g/l, 1,08 Gew.-% Azadirachtin A), Emulsionskonzentrat (EC)

Zugelassene Anwendungen

Freiland

Schädling (max. Anzahl der Anwendungen) Einsatzgebiet Anwendungszeitpunkt Aufwandmenge Wartezeit / Auflage Bemerkungen
Kartoffelkäfer (2)
Larvenstadium L1 bis L3
Kartoffel - nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf 2,5 l/ha in 300-700 l Wasser/ha 4 Tage Spritzen im Abstand von 7 Tagen
Saugende Insekten, ausgenommen Wanzen, Beißende Insekten, Blattminierende Insekten Junglarven (4) Arzneipflanze*, *****getrocknet, Blattnutzung - bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome / Schadorganismen bis Stadium 89 (Vollreife: Art-/Sortentypische Fruchtausfärbung erreicht. Früchte bzw. Fruchtstände lösen sich relativ leicht), bei Saatguterzeugung nicht relevant 3 l/ha in 500-600 l Wasser/ha 14 Tage Spritzen im Abstand von 7 Tagen
Saugende Insekten, ausgenommen Wanzen, Beißende Insekten, Blattminierende Insekten Junglarven (3) Kräuter (frisch)***** ausgenommen Schnittlauch - bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome / Schadorganismen 3 l/ha in 500-800 l Wasser/ha 14 Tage bei Kräuter (frisch) Spritzen im Abstand von 7 Tagen
Saugende Insekten, ausgenommen Wanzen, Beißende Insekten, Blattminierende Insekten Junglarven (3) Spinat, Stielmangold, Schnittmangold, Portulak***** - bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome / Schadorganismen 3 l/ha in 600-800 l Wasser/ha 7 Tage bei Spinat und verwandte Arten Spritzen im Abstand von 7 Tagen
Saugende Insekten, ausgenommen Wanzen, Beißende Insekten, Blattminierende Insekten Junglarven (3) Weißkraut, Rotkraut, Spitzkohl, Kohlsprossen, Wirsingkohl***** - bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome / Schadorganismen 3 l/ha in 500-800 l Wasser/ha 3 Tage bei Kohlarten Spritzen im Abstand von 7 Tagen
Saugende Insekten, ausgenommen Wanzen, Beißende Insekten, Blattminierende Insekten Junglarven (3) Flaschenkürbis, Gurke, Zucchini, Melanzani (Auberginen), Garten- Kürbis, Moschuskürbis, Tomaten, Riesenkürbis***** mit genießbarer Schale - bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome / Schadorganismen Pflanzenhöhe
- bis 50 cm: 2 l/ha in 600 l Wasser/ha
- 50-125 cm: 2,5 l/ha in 800 l Wasser/ha
- über 125 cm: 3 l/ha in 1000 l Wasser/ha
3 Tage bei Fruchtgemüsen mit genießbarer Schale Spritzen im Abstand von 7 Tagen
Saugende Insekten, Beißende Insekten, Blattminierende Insekten Junglarven (4) Kernobst***, *****ausgenommen Birne - bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome / Schadorganismen, bis Stadium 69 (Ende der Blüte: alle Blütenblätter abgefallen) max. 4,5 l/ha 1,5 l/ha/m Kronenhöhe in max. 500 l Wasser/ ha/m Kronenhöhe - Spritzen im Abstand von 10 Tagen
Frostspanner
(Operophthera brumata)
Larvenstadium L1-L2 (1)
Steinobst**** - bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome / Schadorganismen, bis Stadium 69 (Ende der Blüte: alle Blütenblätter abgefallen) max. 4,5 l/ha 1,5 l/ha/m Kronenhöhe in max. 500 l Wasser/ ha/m Kronenhöhe - Spritzen
Maikäfer
(Melolontha sp.)
Imago, zur Populationsminderung (2)
Weinreben** nicht im Ertrag stehende Anlagen - bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome / Schadorganismen, bis Stadium 61 (Beginn der Blüte: etwa 10% der Blüten geöffnet) max. 3 l/ha in max. 800 l Wasser/ha in Abhängigkeit von der Bestandesdichte und dem Entwicklungsstadium der Kulturpflanze werden folgende Aufwandmengen festgelegt: 1,13 – 3,0 l/ha - Spritzen mit Bodengeräten im Abstand von 7 Tagen
Reblaus
(Dactylosphaera vitifolii)
Junglarven (2)
Weinreben** Rebschulen, nicht im Ertrag stehende Anlagen - bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome / Schadorganismen, bis Stadium 61 (Beginn der Blüte: etwa 10% der Blüten geöffnet max. 3 l/ha in max. 800 l Wasser/ha in Abhängigkeit von der Bestandesdichte und dem Entwicklungsstadium der Kulturpflanze werden folgende Aufwandmengen festgelegt: 1,13 – 3,0 l/ha - Spritzen im Abstand von 7 Tagen
Reblaus (Dactylosphaera vitifolii) Junglarven (2) Weinreben** Muttergärten, nicht im Ertrag stehende Anlagen - bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome / Schadorganismen, bis Stadium 61 (Beginn der Blüte: etwa 10% der Blüten geöffnet) max. 3 l/ha in max. 800 l Wasser/ha in Abhängigkeit von der Bestandesdichte und dem Entwicklungsstadium der Kulturpflanze werden folgende Aufwandmengen festgelegt: 1,13 – 3,0 l/ha - Spritzen im Abstand von 7 Tagen
Saugende Insekten, Beißende Insekten, Blattminierende Insekten, Weiße Fliegen Junglarven (4) Zierpflanzenkulturen*****, ****** ausgenommen Birne, Zierkoniferen - bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome / Schadorganismen 3 l/ha bis 50 cm Pflanzenhöhe in max. 2000 l Wasser/ha - Spritzen im Abstand von 7 Tagen

Unter Glas

Schädling (max. Anzahl der Anwendungen) Einsatzgebiet Anwendungszeitpunkt Aufwandmenge Wartezeit / Auflage Bemerkungen
Saugende Insekten, ausgenommen Wanzen, Beißende Insekten, Blattminierende Insekten Junglarven (4) Arzneipflanze* getrocknet, Blattnutzung - bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome / Schadorganismen 3 l/ha in 500-600 l Wasser/ha 14 Tage Spritzen im Abstand von 7 Tagen
Saugende Insekten, ausgenommen Wanzen, Beißende Insekten, Blattminierende Insekten Junglarven (3) Kräuter (frisch) ausgenommen Schnittlauch - bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome / Schadorganismen 3 l/ha in 500-800 l Wasser/ha 14 Tage bei Kräuter (frisch) Spritzen im Abstand von 7 Tagen
Saugende Insekten, ausgenommen Wanzen, Beißende Insekten, Blattminierende Insekten Junglarven (3) Flaschenkürbis, Gurke, Zucchini, Melanzani (Auberginen), Garten- Kürbis, Moschuskürbis, Paprika, Tomaten, Riesenkürbis mit genießbarer Schale - bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome / Schadorganismen Pflanzenhöhe
- bis 50 cm: 2 l/ha in 600 l Wasser/ha
- 50-125 cm: 2,5 l/ha in 800 l Wasser/ha
- über 125 cm: 3 l/ha in 1000 l Wasser/ha
3 Tage bei Fruchtgemüsen mit genießbarer Schale Spritzen im Abstand von 7 Tagen
Saugende Insekten, Beißende Insekten, Blattminierende Insekten, Weiße Fliegen Junglarven (4) Zierpflanzenkulturen****** ausgenommen Birne, Zierkoniferen - bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome / Schadorganismen 3 l/ha bis 50 cm Pflanzenhöhe in max. 2000 l Wasser/ha - Spritzen im Abstand von 7 Tagen

*
- Keine Anwendung in Kulturen die der Erzeugung von Lebensmitteln/Futtermitteln dienen.

**
- Erntegut nicht verzehren.
***
- Zum Schutz von Nicht-Ziel-Arthropoden ist eine Abdrift in angrenzendes Nichtkulturland zu vermeiden und das Pflanzenschutzmittel in einer Breite von mindestens 20 m zu angrenzendem Nichtkulturland (ausgenommen Feldraine, Hecken und Gehölzinseln unter 3 m Breite sowie Straßen, Wege und Plätze) mit abdriftmindernder Technik (Abdriftminderungsklasse mind. 90% gemäß Erlass des BMLFUW vom 10.07.2001, GZ. 69.102/13-VI/B9a/01 in der jeweils geltenden Fassung) auszubringen.

****
- Zum Schutz von Nicht-Ziel-Arthropoden ist eine Abdrift in angrenzendes Nichtkulturland zu vermeiden und das Pflanzenschutzmittel in einer Breite von mindestens 20 m zu angrenzendem Nichtkulturland (ausgenommen Feldraine, Hecken und Gehölzinseln unter 3 m Breite sowie Straßen, Wege und Plätze) mit abdriftmindernder Technik (Abdriftminderungsklasse mind. 75% gemäß Erlass des BMLFUW vom 10.07.2001, GZ. 69.102/13-VI/B9a/01 in der jeweils geltenden Fassung) auszubringen.

*****
- Keine Anwendung auf drainierten Flächen vom 01. November bis 15. März.

******
- Mögliche Schäden an der Kultur liegen im Verantwortungsbereich des Anwenders. Vor dem Mitteleinsatz ist daher die Pflanzenverträglichkeit und Wirksamkeit unter den betriebsspezifischen Bedingungen zu prüfen.

Gebrauchsanleitung

Wirkstoff
NeemAzal®-T/S enthält Azadirachtin [Variante NeemAzal®, standardisiert auf 1% (w/w) Azadirachtin A (9,8 g/l)], einen Extrakt aus den Kernen des tropischen Neem-Baumes.

Wirkungsweise
Der Wirkstoff wird innerhalb der Pflanze teilsystemisch transportiert und von den Schädlingen durch ihre Saug- bzw. Fraßtätigkeit aufgenommen.
NeemAzal®-T/S besitzt keinen sofortigen toxischen Effekt und hat einen mehrstufigen Wirkungsmechanismus:
es wirkt innerhalb weniger Stunden inaktivierend auf Schädlinge wie Blattläuse, Weiße Fliegen, Thripse, Minierfliegen, Kleiner Frostspanner, Gespinstmotten, Miniermotten, Kartoffelkäfer und andere saugende und beißende Insekten. Sie stellen ihre Nahrungsaufnahme und damit auch ihre pflanzenschädigenden Aktivitäten ein. Die Entwicklungs- und Häutungsprozesse werden gehemmt, was nach wenigen Tagen zum Absterben führt. Bei den ausgewachsenen Stadien (Adulten) wird die Fruchtbarkeit reduziert. Aufgrund des mehrstufigen, langsamen insektistatischen Wirkungsmechanismus von NeemAzal®-T/S ist zur Beurteilung des Behandlungserfolgs die Beobachtung der pflanzenschützenden Eigenschaften (z.B. Ausbleiben von Fraßschäden, Schädlingskolonien, Blattminen, Bildung von Honigtau, Pflanzenzuwachs, Erträge usw.) wichtiger als lediglich die Anzahl toter Schädlinge. Blattlauskolonien sind oft noch einige Zeit sichtbar, die Jungläuse entwickeln sich aber nicht mehr (d.h. Behandlung vor dem Erwachsenwerden der Stammmütter durchführen!).
NeemAzal®-T/S ist schonend für die meisten Nützlinge. Nützlinge können einen wichtigen Beitrag zur Verringerung der Schädlinge leisten!

Formulierung
NeemAzal®-T/S enthält Pflanzenöle und Tenside auf Basis nachwachsender Rohstoffe.

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

NeemAzal®-T/S wird in der angegebenen Dosierung bei Befallsbeginn bzw. Sichtbarwerden der ersten Schadsymptome / -organismen morgens oder abends ausgebracht. Dabei ist auf gute, allseitige Benetzung der Pflanzen zu achten! NeemAzal®-T/S zeigt die beste Wirksamkeit bei jungen Entwicklungsstadien. Deshalb ist es wichtig, die Pflanzen direkt nach dem Schlupf der Larven zu behandeln.
Behandlung während starker Sonneneinstrahlung vermeiden. Bei Niederschlägen innerhalb von 8 Stunden nach der Anwendung ist eine erneute Behandlung notwendig.
Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe können Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.

Verträglichkeit

Allgemeine Informationen
NeemAzal®-T/S wurde an zahlreichen Kulturpflanzen im Freiland und im Gewächshaus geprüft und zeigt im Allgemeinen eine gute Pflanzenverträglichkeit. Aufgrund wechselnder, jahreszeitabhängiger Kulturbedingungen und der vielen Pflanzenarten und –sorten kann dennoch nicht ausgeschlossen werden, dass es im Einzelfall, auch bei unempfindlichen Pflanzen, zu Schädigungen kommt. Es wird empfohlen, die Pflanzen vor der Behandlung ganzer Kulturbestände im jeweiligen Wachstumsstadium (insbesondere bei Jungpflanzen!) auf Empfindlichkeit zu prüfen.

Obstbau
Von der Anwendung an Birnbäumen wird abgeraten! Die Sorten Conference, Alexander Lukas, Bristol Cross, Clara Frijs, Comice, Guyot, HW 606, Illinois 13 b 83 Maxi, Ingeborg, Lectier, Trevoux und Winterdechant reagieren auch bei Abtrift mit phytotoxischen Erscheinungen an den Blättern.

Gemüsebau / Kräuter
Leichte phytotoxische Erscheinungen an Blättern (Wellen, Einrollen) können bei Jungpflanzen auftreten.

Zierpflanzenbau

  • Gute Blatt- und Blütenverträglichkeit:
    Antirrhinum majus, Acalypha hispida, Argyranthemum frutescens, Astericus, Begonia x tuberhybrida (Knollenbegonien-Hybriden), Bidens ferulifolius, Brachycome, Chrysanthemen (Merced, Bronze Arola, Kory), Celosia cristata, Convolvulus sabatius, Coreopsis (Mädchenauge), Dendranthema grandiflorum, D. indicum, Diascia, Euryops chrysanthemoides, Fuchsia, F.-Hybriden, Gazania splendens, Gerbera jamesnii, Gerbera sp. (Hydroponics - Azur, Bandola, Bounty, Chateau, Dino, Explosive, Figoury, Goldi, Golden Serena, Harley, Kaliki, Kayla, Kimsey, Lucky, Luna, Lyrix, Mistique, New Look, Opium, Optima, Red Ruby, Taifun, Tamara), Glechoma, Helichrysum petiolare, Hibiscus, Kalanchoe (Boston), Lantana-Camara-Hybriden, Lobelia, L. speciosa, Manettia bicolor, Mentha, Nelken (Aristo), Pantoffelblume, Pelargonien, Petunia, Pilea microphylla, Rosen (Komet), Rudbeckia, Sanvitalia procumbens, Scaevola, Sutera, Tagetes (Gelbe), Torenia fournieri, Verbenen (Tapien blau, Sunvop (P)).
  • Gute Blattverträglichkeit:
    Agerathum houstonianum, Alonsoa, Alyssum, Amaranthus, Calceolaria-Hybriden, Callistephus chinensis, Calocephalus brownii, Centaurea, Clarkia, Cleome, Coleus, Cosmos, Cuphea, Cynara scolymus, Dahlien, Dianthus barbatus, Dimorphoteca, Eucalyptus, Eustoma grandiflorum, Ficus, Felicia, Gazania, Gnaphalium, Helianthus, Heliotropium arborescens, Iresine lindenii, I. herbstii, Kochia, Lavatera, Limonium, Lotus, Lysimachia, Melampodium paludosum, Mesembryanthemum crystallinum, Nicotiana, Nigellia, Pennisetum, Penstemon, Plectranthus fruticosus, Polygonum, Portulaca, Primula, Ricinus, Rosen (Ambiance, Amandine, Avelance, Beauty Bijoger, Bulls Eyes, Dark Wow, Esperance, Grand Prix, Happy Hour, 01-344 van Terra Nigra, Moonlight, Renate, Rossi, Roxette, Sabine, Sphinx, Sphinx Gold, Swing, Utopia, Vendela), Salvia farinacea, Saintpaulia (Miho io), Senecio, Serenoa, Streptocarpus, Tanacetum, Tithonia, Trachelium, Veronica, Zinnia.
  • Sortenabhängige Blütenschädigungen:
    Begonia semperflorens, B. elatior-Hybriden, Chrysanthemen (Deep Luv), Euphorbia pulcherrima (Peter Star, Cortez), Gerbera (Pretty Red, Sigma, Luciana, Hydroponics – Chateau, Emperor, Goldspark, Icefolly, Leila, Margarita, Mario, Napoli, Olilia, Optima,Purity, Red Explosion, Rosty, Ruby Red, Santos, Serena, Timo, Vigoury, Dream, Kimsey, Siby), Impatiens-Neu-Guinea-Hybriden, Impatiens walleriana, Isotoma, Pratia fluviatillis (Blue Star Creeper), Pelargonium-Peltatum-Hybriden, P.-Zonale-Hybriden, Solanum rantonnetti, Saintpaulia (Miho io), Tagetes, Tulbaghia vioacea (Tricolos Society), Verbenen (einzelne Sorten).
  • Blattschädigungen:
    (Wellen, Einrollen): Abutilon-Hybriden, Begonia elatior-Hybriden, Callistemon citrinus (Dwarf Bottle Brush), Cestrum, Clytostoma callistegiodes (Lavender Trumpet Vine), Dahlia-Hybrid (Dwarf Dahlia), Datura, Euphorbia pulcherrima, Impatiens-Neu- Guinea-Hybriden, Impatiens walleriana, Gypsophila paniculata (Baby´s Breath), Liriope spicata (Silver Dragon, Lilyturf), Magnolia stellata (Royal Star), Passionsblume, Palmfarne Cycadeen, Solanum rantonnetti, Rosen (Akito, Alina, Arabia, Aqua, Baronesse, Black Magic, El Toro, Eveline, First Red, Funcky Jazz Ducat, Lenny, Lola, Milano, Milsa, Milva, Naranda, Noblesse, Papa Meilland, Passion, Poison, Prima Donna, Queensday, Red Berlin, Roulette, Saphir, White Noblesse).

Die Angaben über mögliche pflanzenschädigende Wirkungen von NeemAzal®-T/S entsprechen Erfahrungen unter praxisüblichen Bedingungen und sind unverbindlich.
Weitere Hinweise zu Pflanzenverträglichkeiten sind unter www.trifolio-m.de zu finden.

Wirkung auf Nützlinge

  • Nicht bienengefährlich. Nicht schädigend für Populationen der Art:
    Poecilius cupreus (Laufkäfer).
  • Schwach schädigend für Populationen der Art:
    Phytoseiulus persimilis (Raubmilbe), Typhlodromus pyri (Raubmilbe), Encarsia formosa (Erzwespe), Aphidius rhopalosiphi (Brackwespe).
  • Schädigend für Populationen der Art:
    Amblyseius cucumeris (Raubmilbe), Coccinella septempunctata (Larven des Siebenpunkt-Marienkäfer), Chrysoperla carnea (Florfliege), Episyrphus balteatus (Schwebfliege).

Haltbarkeit
2 Jahre nach Herstellungsdatum (siehe Etikett). Kühl und trocken lagern! Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.
Bei Lagerung unter 10 °C kann es zu Ausfällungen kommen. Durch kurzzeitige Erwärmung bis max. 30 °C vor der Anwendung werden die Ausfällungen ohne Wirksamkeitsverlust aufgelöst. Nach Erwärmung gut durchmischen.

Hinweise zur Anwendungstechnik

Mischbarkeit / Kombination mit anderen Mitteln
NeemAzal®-T/S ist nach eigenen Erfahrungen mit gängigen Spritzmitteln sehr gut mischbar. In Einzelfällen kann es zu Unverträglichkeiten kommen, deshalb empfehlen wir eine separate Anwendung. Geplante Mischungen/Kombinationen müssen unbedingt zuerst auf Verträglichkeit getestet werden. Dazu auch die Anwendungshinweise der anderen Mittel beachten. Abstände in der Spritzfolge zu anderen Mitteln ausreichend groß wählen.
Beispielsweise muss zwischen der Anwendung von NeemAzal®-T/S und Captan-/Delan-Produkten folgender Abstand eingehalten werden: Kernobst: 5 Tage; Apfelsorten Gala und Braeburn: 21 Tage.
Ein Anwendungsrisiko wird nicht übernommen. Hinweise zu weiteren Mischungen sind unter www.trifolio-m.de zu finden.

Herstellung der Spritzbrühe
Spritzbrühebehälter mit 2/3 der erforderlichen Wassermenge (idealerweise pH 5–7) füllen und NeemAzal®-T/S unter Rühren zugeben. Danach die restliche Wassermenge zugeben. Spritzbrühe am Tag der Herstellung verwenden. Nicht mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig.

Maßnahmen im Unglücksfall

Erste Hilfe

  • Nach Hautkontakt:
    Sofort kontaminierte Kleidung entfernen und betroffene Hautpartien mit viel Wasser und Seife abwaschen. Bei besonders empfindlichen Personen kann NeemAzal®-T/S in seltenen Fällen zu reversiblen Hautreizungen führen. Bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufsuchen.
  • Nach Augenkontakt:
    Sofort mit viel Wasser für mindestens 15 Minuten ausspülen. Auch unter den Augenlidern. Bei besonders empfindlichen Personen kann NeemAzal®-T/S in seltenen Fällen zu reversiblen Augenreizungen führen. Bei anhaltender Augenreizung einen Facharzt aufsuchen.
  • Nach Verschlucken:
    KEIN ERBRECHEN herbeiführen. Mund mit Wasser ausspülen und reichlich Wasser nachtrinken. Bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufsuchen.
  • Nach Einatmen:
    Betroffene Person an die frische Luft bringen. Bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufsuchen.

Hinweise für den Arzt

  • Symptome:
    Keine stoffspezifischen Symptome bekannt.
  • Sofortmaßnahmen:
    Symptomatische Behandlung.
  • Antidot:
    Kein spezifisches Antidot bekannt.

Hinweise für Transport und Lagerung

Transport
Nicht transportieren und lagern bei Temperaturen unter 0 °C und über 30 °C.

Lagerung
LGK 10 (Lagerklasse nach VCI)
So lagern, dass Betriebsfremde und Kinder keinen Zutritt haben. Lagerung und Transport haben in geschlossenen Originalverpackungen, getrennt von Lebensmitteln, Getränken und Futtermitteln zu erfolgen.

Gefahrenhinweise

  • Vorsicht, Pflanzenschutzmittel!
  • Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.
  • Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Etikett bereithalten.
  • Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
  • Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen.
  • Inhalt/Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.
  • Enthält Azadirachtin. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.
  • Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.
  • Für Kinder und Haustiere unerreichbar aufbewahren. Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen. Originalverpackung oder entleerte Behälter nicht zu anderen Zwecken verwenden. Eine nicht bestimmungsgemäße Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Behördliche Aufl agen zum Schutz von Gewässern und Nichtzielorganismen beachten!
  • Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen. (Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern reinigen/ indirekte Einträge über Hof und Staßenabläufe verhindern.)
  • Zum Schutz von Gewässerorganismen nicht auf versiegelten Oberflächen wie Asphalt, Beton, Kopfsteinpflaster (Gleisanlagen) bzw. in anderen Fällen, die ein hohes Abschwemmungsrisiko bergen, ausbringen.
  • Zum Schutz von Gewässerorganismen nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern anwenden. In jedem Fall ist eine unbehandelte Pufferzone mit folgendem Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten:
    Ackerbau, Gemüsebau (ausgenommen Kürbisse, Tomaten und Melanzani mit Pflanzenhöhen >50 cm), Weinbau (Maikäfer) und Zierpflanzenbau, spritzen:
    5 m (Regelabstand)
    1 m (Abdriftminderungsklassen 50%, 75% und 90%)
    Kürbisse, Tomaten, Melanzani (Pflanzenhöhen >50 cm) und Weinbau (Reblaus), spritzen:
    10 m (Regelabstand und Abdriftminderungsklasse 50%)
    5 m (Abdriftminderungsklasse 75%)
    3 m (Abdriftminderungsklasse 90 %)
  • Zum Schutz von Gewässerorganismen nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern anwenden. In jedem Fall ist eine unbehandelte Pufferzone mit folgendem Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten, wobei eine Anwendung nur mit Pflanzenschutzgeräten bzw. -geräteteilen, die im Erlass des BMLFUW vom 10.07.2001, GZ. 69.102/13-VI/B9a/01 in der jeweils geltenden Fassung, gelistet sind, zulässig ist:
    Kernobst, spritzen:
    20 m (Abdriftminderungsklasse 75%)
    15 m (Abdriftminderungsklasse 90%)
    5 m (Abdriftminderungsklasse 95%)
    Steinobst, spritzen:
    20 m (Abdriftminderungsklasse 50%)
    15 m (Abdriftminderungsklasse 75%)
    10 m (Abdriftminderungsklasse 90%)
    3 m (Abdriftminderungsklasse 95%)
  • Zum Schutz von Gewässerorganismen durch Abschwemmung auf abtragsgefährdeten Flächen ist in jedem Fall eine unbehandelte Pufferzone mit folgendem Mindestabstand in Form eines bewachsenen Grünstreifens zu Oberflächengewässern einzuhalten, wobei eine Anwendung nur mit Pflanzenschutzgeräten bzw. -geräteteilen, die im Erlass des BMLFUW vom 10.07.2001, GZ. 69.102/13-VI/B9a/01 in der jeweils geltenden Fassung, gelistet sind, zulässig ist:
    Kernobst, spritzen:
    10 m (Abdriftminderungsklassen 75%, 90% und 95%)
  • Bei Vorliegen der in der Liste der abdriftmindernden Pflanzenschutzgeräte bzw. -geräteteile (Erlass des BMLFUW vom 10.07.2001, GZ. 69.102/13-VI/B9a/01 in der jeweils geltenden Fassung) genannten Voraussetzungen ist die Anwendung des jeweiligen, der Abdriftminderungsklasse entsprechenden reduzierten Mindestabstandes zu Oberflächengewässern zulässig.
  • Der vorgeschriebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern (Bezugsgröße ist der Regelabstand bzw. der Mindestabstand der jeweils anzuwendenden Abdriftminderungsklasse) kann um 25% reduziert werden, wenn sich vor dem Gewässer im Bereich der Applikationsfläche eine durchgehend dicht belaubte Randvegetation befindet. Diese hat eine Mindestbreite von 1 m und überragt die zu behandelnde Raumkultur (oder bei Flächenkulturen die Höhe der Spritzdüsen) mindestens um 1 m.

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