Moximate® 725 WG
K.O. für Kraut- und Knollenfäule.

Fungizid mit teilsystemischer Wirkung gegen Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans) an Kartoffeln und Falschen Mehltau/Peronospora (Plasmopara viticola) an Weinreben.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3277
Handelsform: 10 kg

Vorteile

  • Enthält praxisbewährte Wirkstoffe
  • Mit Kontakt- und Tiefenwirkung
  • Vergleichsweise höherer Mancozeb-Gehalt
  • Starke Alternaria- Nebenwirkung
  • Anwenderfreundliche Granulatformulierung
  • Preiswerte Problemlösung

Wirkstoff

680 g/l Mancozeb (68 Gew.-%) + 45 g/kg Cymoxanil (4,5 Gew.-%), Wasserdispergierbares Granulat

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
Kraut- und Knollenfäule
(Phytophthora infestans)
Kartoffeln im Ackerbau im Freiland 2,5 kg/ha in 300 – 500 l/ha Wasser bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis ab Stadium 31 (Beginn Bestandesschluss: 10% der Pflanzen benachbarter Reihen berühren sich) bis Stadium 91 (Beginn der Laubblattvergilbung bzw. Laubblattaufhellung) spritzen.
Max. 4 Anwendungen im Abstand von mindestens 7 Tagen.
7 Tage
Falschen Mehltau/Peronospora
(Plasmopara viticola)
Weinreben
(inkl. Tafeltrauben)
im Weinbau im Freiland
1,88 kg/ha in 1000 l/ha Wasser (Berechnungsbasis) bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis ab Stadium 11 (1. Laubblatt entfaltet und vom Trieb abgespreizt) bis Stadium 71 (Fruchtansatz; Fruchtknoten beginnen sich zu vergrößern; „Putzen der Beeren“ wird abgeschlossen) spritzen.
Max. 4 Anwendungen im Abstand von mindestens 10 Tagen.
28 Tage

Anwendungshinweise

Wirkungsweise
Moximate® 725 WG enthält zwei Wirkstoffe, die sich in ihrer Wirkungsweise ergänzen:

Moximate® 725 WG wirkt vorbeugend und heilend. Die beiden Wirkstoffe greifen an mehreren Stellen in den Pilzstoffwechsel ein und führen zum Absterben der Pilze.

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Anwendungsempfehlungen im Kartoffelbau
Die Anwendung erfolgt in Speise-, Industrie- und Pflanzkartoffel bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis. Behandlungsbeginn ist in der Regel bei Reihenschluss. In Abhängigkeit von Infektionsdruck und Witterungsbedingungen sind Folgespritzungen im Abstand von 7 bis 12 Tagen erforderlich.
Aufwandmenge: 2,5 kg/ha in 300 – 500 l/ha Wasser. Auf eine gute Benetzung des Bestandes achten.

Anwendungsempfehlung im Weinbau
Die Anwendung erfolgt in Tafel- und Keltertrauben ab Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis. In Abhängigkeit von Infektionsdruck und Witterungsbedingungen sind Folgespritzungen im Abstand von 10 bis 14 Tagen erforderlich.
Aufwandmenge: 1,88 kg/ha in 1000 l/ha Wasser (Berechnungsbasis). Auf eine gute Benetzung des Bestandes achten.

Pflanzenverträglichkeit
Nach bisherigen Erfahrungen hat sich Moximate® 725 WG in allen Kartoffel- und Weinsorten als verträglich erwiesen.

Resistenzvorbeugung
Moximate® 725 WG enthält die beiden Wirkstoffe Cymoxanil und Mancozeb. Klassifizierung der Wirkstoffe gemäß Fungicide Resistance Action Committee (FRAC):
Cymoxanil: Wirkmechanismus (FRAC-Gruppe): 27
Mancozeb: Wirkmechanismus (FRAC-Gruppe): M3
Werden diese Wirkstoffe mehrfach in der gleichen Kultur bzw. über mehrere Jahre auf demselben Feld bzw. im selben Weingarten eingesetzt, ist eine Selektion von resistenten Biotypen potenziell möglich. Daher sind geeignete Resistenzvermeidungsstrategien, wie ein Wechsel von Produkten mit unterschiedlichen Wirkmechanismen, zu berücksichtigen.

Wartefristen
Kartoffel: 7 Tage
Tafel- und Keltertrauben: 28 Tage

Hinweise zur Anwendungstechnik

Mischbarkeit
Moximate® 725 WG ist mit den gängigen Fungiziden, Insektiziden wie Dantop® und Blattdüngern wie Folifert® super mischbar.

Spritzarbeit
Spritzgeräte regelmäßig auf Prüfstand testen. Vor der Behandlung Gerät auslitern und Düsenausstoß kontrollieren. Während der Fahrt und während des Spritzens Spritzbrühe durch Rührwerk oder Rücklauf in Bewegung halten. Nach Arbeitspausen Spritzbrühe erneut aufrühren.

Herstellung der Spritzbrühe

  1. Spritzgeräte regelmäßig auf Prüfstand kontrollieren und einstellen lassen.
  2. Die benötigte Menge Moximate® 725 WG in den zu 1/4 bis 1/2 gefüllten Spritztank geben.
  3. Die restliche Wassermenge bei laufendem Rührwerk zugeben.
  4. Während des Spritzens Rührwerk laufen lassen.
  5. Die Spritzbrühe nur für den unmittelbaren Bedarf ansetzen, sofort ausbringen, nicht über Nacht stehen lassen.
  6. Mittel sollte unmittelbar nach dem Anrühren gespritzt werden.

Spritzenreinigung
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden:

Restmengenverwertung
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben. Eventuell auftretende Reste von Spritzbrühe und aus der Gerätereinigung nie in die Kanalisation oder im Freiland ablassen, sondern auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.

Maßnahmen im Unglücksfall

Brand

Persönliche Schutzausrüstung verwenden. Wenn nötig, umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen. Übliche Maßnahmen bei Bränden mit Chemikalien. Kontaminiertes Löschwasser getrennt sammeln, darf nicht in die Kanalisation gelangen. Kontainer/Tanks mit Wassersprühstrahl kühlen.

Nach Verschütten/Auslaufen
Nicht in Oberflächengewässer oder in die Kanalisation gelangen lassen. Verschüttetes Material aufkehren oder aufsaugen und in geeignete Behälter zur Entsorgung geben.

Erste Hilfe-Maßnahmen

Hinweise für den Arzt
Kein spezifisches Antidot. Symptomatische Behandlung. Es können Symptome wie Magen-Darm-Beschwerden, Desorientierung, asthmatische Beschwerden, Kopfweh, Übelkeit, Sensibilisierung, Dermatitis, Koordinationsmangel, Erbrechen oder Durchfall, Depression des Zentralnervensystems, Verschlimmerung durch Alkoholgenuss auftreten.

Hinweise für Transport und Lagerung

Transport
UN 3077 / ADR/RID: 9 III
Nicht transportieren und lagern bei Temperaturen unter 0 °C und über 30 °C. Feuchtigkeitsexposition vermeiden.

Lagerung
LGK11 (Lagerklassen nach VCI)
So lagern, dass Betriebsfremde keinen Zutritt haben. Lagerung und Transport haben in geschlossenen Originalverpackungen, getrennt von Lebensmitteln, Getränken und Futtermitteln zu erfolgen.

Gefahrenhinweise

Achtung