Modipur® perfekt
Das Herbizid mit Dauerwirkung.

Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern in Zucker- und Futterrüben.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3573-901
Handelsform: 5 Liter

Vorteile

  • JETZT 3X IM NA REGISTRIERT
  • Lange Dauerwirkung
  • Blatt- und Bodenwirkung
  • Hervorragende Pflanzenverträglichkeit

Wirkstoff

700 g/l Metamitron (Gew.-%: 58,19), Suspensionskonzentrat (SC)

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Futterrüben, Zuckerrüben 3 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser vor dem Auflaufen der Kultur,
max. 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Futterrüben, Zuckerrüben 1. NAK: 1 l/ha, 2. NAK: 2 l/ha, 3. NAK: 2 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser nach dem Auflaufen der Kultur vom Stadium 10 (Keimblätter voll entfaltet) bis zum Stadium 19 (9 und mehr Laubblätter entfaltet),
max. 3 Anwendungen im Abstand von 7 - 14 Tagen

Wartefrist
keine Wartefrist

Ackerbau

Wird Modipur perfekt im Vorauflaufverfahren eingesetzt, ist, wie bei allen Bodenherbiziden, für eine gute Wirkung ausreichende Bodenfeuchtigkeit erforderlich. Die Vorauflaufanwendung empfehlen wir daher nur unter feuchten Witterungsbedingungen. In der Summe nicht mehr als 5 l/ha Modipur perfekt ausbringen! Eine Nachauflaufbehandlung mit Modipur perfekt und Mischpartner kann unabhängig vom Entwicklungsstadium der Rüben erfolgen. Wurden andere Bodenherbizide vorgelegt, ist mit der Nachauflaufanwendung zu warten, bis die Rüben zwei echte Laubblätter ausgebildet haben, sonst sind Schäden an der Kulturpflanze möglich.
Eine Nachauflaufbehandlung mit Modipur perfekt und Mischpartner kann unabhängig vom Entwicklungsstadium der Rüben erfolgen. Wurden andere Bodenherbizide vorgelegt, ist mit der Nachauflaufanwendung zu warten, bis die Rüben zwei echte Laubblätter ausgebildet haben, sonst sind Schäden an der Kulturpflanze möglich.

Sonstige Auflagen und Hinweise
Das Mittel besitzt keine nachhaltige Wirkung. Die maximale Aufwandmenge beträgt 5 l/ha/Jahr. Vor der Verfütterung behandelter Pflanzen (grüne Pflanzenteile) ist eine Wartefrist von 103 Tagen einzuhalten. Vor Gebrauch gut schütteln!

Wirkungsweise
Modipur perfekt ist ein systemisches Herbizid, das hauptsächlich über die Wurzeln aufgenommen wird. Es wirkt gegen einjährige Unkräuter.

Wirkungsspektrum

Pflanzenverträglichkeit
Schäden an der Kultur möglich.

Unter normalen Verhältnissen ist Modipur perfekt in Zucker- und Futterrüben ausgezeichnet verträglich. Unter ungünstigen Bedingungen können Wachstumsstillstand oder Blattaufhellungen an den Rübenblättern auftreten. Erfahrungsgemäß verschwinden diese beiden Symptome jedoch schnell wieder und haben keinerlei Ertragseinfluss. Kranke und geschwächte Rübenbestände dürfen nicht mit Modipur perfekt behandelt werden. Zumischen von Netzmitteln, Formulierungshilfsstoffen bzw. von uns nicht empfohlenen Düngemitteln können die Verträglichkeit der Rüben z.T. erheblich herabsetzen. Ungünstige pH-Werte oder Übersalzung von Böden, sowie verspätete Wirkungen im Vorauflauf eingesetzter Herbizide können die Verträglichkeit einer Nachauflaufanwendung stark herabsetzen. Dies gilt insbesondere auch für eine Spritzung nach feuchtkühler Witterungsperiode, gefolgt von starkem Temperaturanstieg. Unter solchen Bedingungen soll mit der Spritzung mindestens einen Tag gewartet werden. Bei intensiver Sonneneinstrahlung und Tagestemperaturen über 25°C ist die Spritzung in die kühleren Abendstunden zu verlegen. Nach bisherigen Erfahrungen ist Modipur perfekt in allen Zucker- und Futterrübensorten gut verträglich.

Mischbarkeit
Modipur perfekt ist mit Phenmedipham und Ethofumesate-hältigen Produkten wie z.B. Pantopur profi und Galipur sowie mit Mineralöl mischbar. Zu Tankmischungen von Modipur perfekt mit anderen Herbiziden keine Insektizide zugeben.
Bei Tankmischungen grundsätzlich die Gebrauchsanleitung der betroffenen Produkte beachten!

Nachbau
Bei einem vorzeitigen Umbruch kann nach der Modipur perfekt Anwendung ohne vorhergehende Bodenbearbeitung erneut Zuckerrübe, Futterrübe oder Rote Rübe angebaut werden. Nach einer Pflugfurche können Mais und Kartoffel nachgebaut werden.

Klassifikation gemäß HRAC
Klassifikation des/der Wirkstoffe(s) gemäß Herbicide Resistance Action Commitee (HRAC): Wirkmechanismus (HRAC GRUPPE) C1.
Wenn Herbizide mit diesem Wirkmechanismus über mehrere Jahre auf demselben Feld eingesetzt werden, ist regional eine Selektion von resistenten Biotypen potenziell möglich. Daher sind geeignete Resistenzvorbeugungsstrategien zu berücksichtigen: wie z.B.
Wechsel von Herbiziden bzw. Spritzfolgen/Tankmischungen mit Herbiziden, die einen unterschiedlichen Wirkungsmechanismus besitzen.
Fruchtfolgegestaltung
Bodenbearbeitung
Saattermin

Anwendungstechnik

Ansetzen der Spritzbrühe

  1. Tank zu 2/3 mit der benötigten Wassermenge füllen.
  2. Rührwerk einschalten und bis zur Beendigung der Spritzarbeit eingeschaltet lassen.
  3. Benötigte Menge Modipur perfekt über das Einfüllsieb langsam in den Spritztank geben.
  4. Restliche Wassermenge auffüllen.
    Spritzbrühe unmittelbar (innerhalb von 2 Stunden) ausbringen. Bei längeren Standzeiten insbesondere bei niedrigen Wassertemperaturen (5°C) kann es zu Kristallisation des Mittels kommen. Abdrift vermeiden.

Reinigung
Die Spritzgeräte sind sofort nach Beendigung der Spritzarbeit mit viel Wasser, besser noch mit einem speziellen Reinigungsmittel, gründlich zu reinigen und mit klarem Wasser nachzuspülen. Reinigungsflüssigkeit nicht in Gewässer gelangen lassen.

Erste Hilfe und Maßnahmen im Unglücksfall

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Hinweise für den Arzt
Symptomatische Behandlung.

Maßnahmen im Unglücksfall

Im Brandfall
Sprühwasser, Löschpulver, Schaum oder Kohlendioxid (CO2). Persönliche Schutzausrüstung verwenden. Im Brandfall, wenn nötig, umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen.

Bei Verschütten
Verschüttete Menge mit inertem Material aufnehmen (z.B. trockenem Sand oder Erde), dann in einen Behälter für Chemieabfälle geben. Weitere Leckagen oder Verschütten vermeiden, wenn gefahrlos möglich. Verunreinigung des Grundwassers durch das Material vermeiden. Nicht in die Kanalisation oder Gewässer einleiten. Mitarbeiter in sichere Bereiche evakuieren.

Handhabung und Lagerung
Die Behälter gut verschlossen aufbewahren. Kühl, trocken und mit ausreichender Luftzufuhr lagern. Nur im Originalbehälter aufbewahren.
Produkt nicht in der Nähe von Lebensmitteln, Getränken, Tierfutter und für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Weitere wichtige Hinweise

Gefahrenhinweise

Achtung