MaxCel®
Wachstumsregler für den Kernobstbau.

Wachstumsregulator zur Fruchtausdünnung in Apfel- und Birnenkulturen.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3419
Handelsform: 5 Liter

Vorteile

  • Optimiert Fruchtgröße
  • Verstärkte Blütenknospenbildung im Folgejahr
  • Ermöglicht Alternanzbrechung

Wirkstoff

6-Benzyladenin 20,05 g/L (1,91 Gew.%), Wasserlösliches Konzentrat (SL)

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
Zur Fruchtausdünnung, zur Förderung der Fruchtgröße und der Blütenbildung Äpfel im Freiland 3,75 l/ha/m Kronenhöhe (max. 7,5 l/ha) in 500 l/ha/m Kronenhöhe im BBCH 71/72 spritzen oder sprühen. *)
Fruchtausdünnung Birnen im Obstbau im Freiland 3,75 l/ha/m Kronenhöhe in 500 l Wasser/m ab Stadium 71 – 72 (Fruchtdurchmesser 7 -15 mm, optimal 10 – 12 mm) Kronenhöhe spritzen oder sprühen.
Max. 7,5 l/ha Produkt ausbringen.
Max. 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.
*)

*) Wartefrist durch zugelassene Anwendung abgedeckt.

Gebrauchsanleitung

Wirkung
MaxCel® bewirkt ein Ausdünnen der Fruchtbüschel und eine Förderung der Fruchtgröße. Der Wirkungsgrad ist von verschiedenen Faktoren abhängig.

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Anwendungsempfehlung für den Apfelanbau
MaxCel® wird bei einem Fruchtdurchmesser von 7 bis 15 mm eingesetzt. Entscheidend für eine gute Wirkung sind Warmwetterphasen mit Temperaturen von mindestens 15 °C (optimal 20 – 25 °C) an den auf die Anwendung folgenden 2 – 3 Tagen. Sind bei einem Fruchtdurchmesser von 12 mm keine Warmwetterphasen absehbar, mit der Anwendung nicht länger zuwarten. Nur wenn warmes Wetter prognostiziert wird, kann bis 15 mm Fruchtdurchmesser zugewartet werden. Zu einem späteren Zeitpunkt ist kaum mehr eine Ausdünnwirkung von MaxCel® gegeben. Die Temperatur zum Zeitpunkt der Behandlung hat auf die Wirksamkeit keinen Einfluss, solange die Antrocknungszeit ausreichend lange andauert und günstige Witterung folgt. Erfolgt die Anwendung bei Temperaturen um und über 30 °C, besteht die Wahrscheinlichkeit einer verstärkten Ausdünnung. Unter 15 °C keine Anwendung durchführen. Niederschlag oder Bewässerung über die Baumkrone innerhalb von 6 Stunden nach der Anwendung verringern die Wirkung. Keine Bestände behandeln, die unter Stress stehen.
Der pH-Wert der Spritzflüssigkeit soll zwischen 5 und 7 liegen und darf 8,5 nicht überschreiten. Die Wassermenge ist so auszuwählen, dass eine ausreichende Benetzung von Früchten und Blättern gewährleistet ist, ohne dass die Spritzbrühe abtropft. Neben der Vitalität der Bäume, Blütendichte und Befruchtung ist auch die Sorte entscheidend für die Ausdünnwirkung. Sehr gute Resultate werden bei folgenden Sorten erzielt: Braeburn, Elstar, Gala und Golden Delicious. Bei Sorten, die zur Bildung von Pygmäenfrüchten neigen, keine Tankmischungen mit NAA- oder NAD-haltigen Ausdünnmitteln durchführen.
Die höchste zugelassene Aufwandmenge nur in schwer auszudünnenden Obstgärten und Apfelsorten und bei kühlen Witterungsverhältnissen anwenden.
Neben der Ausdünnwirkung hat die Anwendung von MaxCel® einen positiven Effekt auf die Fruchtgröße und auf die Blühneigung im Folgejahr.

Pflanzenverträglichkeit
Nach bisherigen Erfahrungen ist MaxCel® in allen Apfelsorten gut verträglich. MaxCel® kann die Blüte im Folgejahr verstärken.

Wiederbetreten der Anlage
Nach einer Behandlung die Obstanlage erst wieder betreten, wenn der Spritzbelag angetrocknet ist. Arbeiten können in weiterer Folge ohne Anwendung von Schutzmaßnahmen durchgeführt werden.

Hinweise zur Anwendungstechnik

Mischbarkeit
MaxCel® kann gemeinsam mit anderen Ausdünnmitteln ausgebracht werden.

Herstellung der Spritzbrühe
Nur so viel Spritzflüssigkeit ansetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen.

  1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen.
  2. Rührwerk einschalten.
  3. Produkt in den Tank geben.
  4. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben.
  5. Tank mit Wasser auffüllen. Zu heftiges Rühren kann zu übermäßiger Schaumbildung führen.
  6. Spritzflüssigkeit umgehend nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Ausbringung der Spritzflüssigkeit
Ständige Kontrolle des Spritzflüssigkeitsverbrauches während der Arbeit in Bezug zur behandelten Fläche. Ein Durchfluss- und Dosiermessgerät bietet sich als technisches Hilfsmittel an. Während der Fahrt und während der Ausbringung Rührwerk laufen lassen. Nach Arbeitspausen Spritzbrühe erneut sorgfältig aufrühren.

Spritzenreinigung
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden:

Restmengenverwertung
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben. Eventuell auftretende Reste von Spritzbrühe und aus der Gerätereinigung nie in die Kanalisation oder im Freiland ablassen, sondern verdünnt auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.

Maßnahmen im Unglücksfall

Die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln sowie die Hinweise zur Beseitigung von Präparaten und Spritzbrüheresten sind zu beachten.

Erste Hilfe

Hinweise für den Arzt
Kein spezifisches Antidot bekannt, symptomatische Behandlung.

Verschütten/Auslaufen
Bei Verschütten mit saugfähigem Material aufnehmen. In verschließbaren Behältern sammeln, danach Sonderabfallsammler übergeben.

Brand

Persönliche Schutzausrüstung verwenden. Im Brandfall, wenn nötig, umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen. Übliche Maßnahmen bei Bränden mit Chemikalien. Kontaminiertes Löschwasser getrennt sammeln, darf nicht in die Kanalisation gelangen.

Hinweise für Transport und Lagerung

So lagern, dass Betriebsfremde und Kinder keinen Zutritt haben. Lagerung und Transport haben in geschlossenen Originalverpackungen, nicht unter 0 °C und nicht über 30 °C sowie getrennt von Lebensmitteln, Getränken, Futtermitteln und deren Verpackungen zu erfolgen.
Lagerklasse: 12/10

Gefahrenhinweise