Lentipur® 700
Der perfekte Partner.

Herbizid zur Bekämpfung von Ungräsern und Unkräutern in Wintergetreide.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3095
Handelsform: 3 Liter

Wirkstoff

Chlortoluron (700 g/l, 58,8%), Suspensionskonzentrat (SC)

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
Ackerfuchsschwanz, Windhalm, Einjährige Rispe, einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
(ausgenommen: Klettenlabkraut, Ehrenpreis- Arten)
Winterweichweizen, Wintergerste, Winterroggen, Wintertriticale 2,1 l/ha in 200 – 400 l/ha Wasser,
maximal 1 Anwendung vor dem Auflaufen der Kultur
*)
Ackerfuchsschwanz, Windhalm, Einjährige Rispe, einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
(ausgenommen: Klettenlabkraut, Ehrenpreis- Arten)
Winterweichweizen, Wintergerste, Wintertriticale 2,1 l/ha in 200 – 400 l/ha Wasser,
maximal 1 Anwendung nach dem Auflaufen der Kultur im Herbst vom Stadium 10 (1. Blatt aus der Koleoptile ausgetreten) bis Stadium 29 (Ende der Bestockung)
*)
Windhalm, einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
(ausgenommen: Klettenlabkraut und Ehrenpreis-Arten)
Winterweichweizen, Wintergerste, Winterroggen, Wintertriticale 2,1 l/ha in 200 – 400 l/ha Wasser,
maximal 1 Anwendung nach dem Auflaufen der Kultur im Frühjahr von Stadium 10 (1. Blatt aus der Koleoptile ausgetreten) bis Stadium 29 (Ende der Bestockung)
*)

*) Wartefrist durch zugelassene Anwendung abgedeckt.

Anwendungshinweise

Wirkungsweise
Chlortoluron wird sowohl über die Wurzeln als auch über die Blätter aufgenommen und erfasst daher bereits vorhandene wie auch später keimende Ungräser und Unkräuter. Bei der Nachauflaufanwendung wird Chlortoluron von den Ungräsern überwiegend über die Wurzeln aufgenommen, während bei den Unkräutern die Hauptwirkung über die Blätter erfolgt. Ausreichende Bodenfeuchtigkeit ist daher wichtig für eine gute Ungraswirkung, insbesondere bei der Frühjahrsanwendung.

Wirkungsspektrum

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Ackerbau
Gegen Ackerfuchsschwanz, Windhalm, Einjährige Rispe und zweikeimblättrige Unkräuter, ausgenommen Klettenlabkraut und Ehrenpreis-Arten in Winterweizen (Sortenverträglichkeit beachten!), Wintergerste und Wintertriticale:

Winterroggen:

Die Wirkung von Lentipur® 700 ist am besten, wenn die Ungräser das 4-Blattstadium nicht überschritten haben. Bei verstärkter Nachtfrostgefahr nicht mehr spritzen.

Aufwandmenge:

Aufwandmenge in Tankmischungen:
in Winterweizen, Wintergerste und Wintertriticale im Herbst im Nachauflauf:

in Winterweizen, Wintergerste, Winterroggen und Wintertriticale im Frühjahr:

Besondere Hinweise:
Nur in bis Ende Oktober gedrilltem Winterweizen anwenden (Herbstanwendung).
Bei der Vorauflaufanwendung ist ein feinkrümeliges, gut abgesetztes Saatbett wichtig für eine gute Wirkung und Kulturverträglichkeit. Das Wintergetreide sollte gleichmäßig tief, mindestens 2–3 cm gedrillt werden. Feuchter Boden und Niederschläge nach der Spritzung fördern die Wirkung. Extrem trockener Boden beeinträchtigt bzw. verzögert die Wirkung. Auf humusreichen Böden und Moorböden ist mit einer verminderten Wirkung zu rechnen. Nach der Behandlung keine Bodenbearbeitung mehr durchführen. Untersaaten sind nicht möglich. Zwischen der Anwendung von Lentipur® 700 und einer Kalkstickstoffgabe sollte eine Zeitspanne von mindestens 4 Wochen liegen. Auf Gülleflächen, die mit Lentipur® 700 behandelt werden, können u.U. Wirkungsminderungen auftreten. Flächen, die zur Staunässe neigen, sind von der Behandlung auszuschließen. Wegen des Risikos von Kulturschäden sollten Getreideflächen auf sehr sandigen, sehr leichten oder sehr steinigen Böden nicht behandelt werden. Eine Nachauflauf-Behandlung von Beständen, die unter Stress, Frost, Krankheiten oder Nährstoffmangel leiden, ist zu vermeiden.

Darüber hinaus sind folgende Hinweise zu beachten:

Nicht behandeln:
Frostgeschädigte, aufgefrorene, schwache, flachwurzelnde oder kranke Wintergetreidebestände. Wintergetreide auf leichten, gleichzeitig humusarmen und durchlässigen Böden.

Sortenverträglichkeit:
Lentipur® 700 wird nach bisheriger Kenntnis in allen Wintergersten-, Winterroggen- und Wintertriticalesorten gut vertragen.

In Winterweizen Sortenverträglichkeit beachten:
Lentipur® 700 kann in folgenden Winterweizen-Sorten angewendet werden:
Achat, Actros, Adesso, Adler, Akratos, Akteur, Albertus, Albrecht, Allegro, Alves, Ambition, Anapolis, Andalou, Andros, Angelus, Antonius, Apache, Ararat, Ares, Arezzo, Arktis, Astardo, Astron, Atlantis, Attraktion, Augustus, Avenir, Azurro, Balitus, Bandit, Barok, Barryton, Batis, Beaver, Belisar, Bermude, Bernstein, Boheme, Bombus, Bonitus, Bontaris, Boomer, Borneo, Brigadier, Brilliant, Bussard, Buteo, Campari, Capo, Carenius, Certo, Cetus, Chagall, Champion, Charger, Chevalier, Complet, Contra, Contur, Cornelius, Cubus, Dakota, Dekan, Dias, Discus, Dobson, Dolomit, Drifter, Dunai, Edgar, Edison, Elegant, Element, Elixer, Elvis, Emerino, Emilio, Enorm, Ephoros, Esket, Estevan, Estivus, Etana, Euclide, Euris, Eurofit, Eurojet, Excellenz, Excelcior, Exklusiv, Faktor, Farandole, Flair, Florett, Florian, Florida, Fregatt, Frisky, Frühprobst, Frument, Fulvio, Futur, Gaston, Gaudio, Gecko, Genius, Globus, Glockner, Gorbi, Götz, Graindor, Granada, Granat, Greif, Grommit, Hattrik, Helmut, Hermann, Heroldo, Herzog, Hewitt, Hourra, Hybnos1, Hybred, Hycory, Hysun, Ibis, Ilias, Indigo, Inspiration, Isengrain, JB Asano, Jaguar, Jakob, Jenga, Joker, Jonas, Julius, Kanzler, Kerubino, Kometus, Kornett, Kranich, Kredo, KWS Ferrum, Lahertis, Laurenzio, Lennox, Levendis, Limes, Linus, Ludwig, Lukas, Lukullus, Lupus, Manager, Markant, Matrix, Megas, Meister, Memory, Messino, Meteor, Midas, Mirage, Mobie, Moldau, Monopol, Mulan, Mythos, Niklas, Nirvana, Ohio, Okapi, Opal, Opus, Orcas, Orkan, Orvantis, Pamier, Pannonikus, Paroli, Patras, Pedro, Pegassos, Pepital, Perceval, Petrus, Philipp, Pikeur, Pionier, Pitbull, Plutos, Potenzial, Privileg, Profilus, Ramiro, Rektor, Retro, RGT Reform, Richard, Ritmo, Roland, Rosso, Rumor, Sailor, Saturnus, Sax, Schamane, Siegfried, Sixtus, Skagen, Skalmeje, Skater, Smaragd, Sokrates, Sophytra, Spontan, St. Kranich, Tambor, Tarso, Tataros, Tiger, Tommi, Toras, Torrild, Tristan, Trokadero, Tuareg, Tulsa, Türkis, Vivant, Wenzel, Winnetou, Xanthos, Xenos, Zeppelin, Zobel.

Resistenzvorbeugung:
Lentipur® 700 enthält den Wirkstoff Chlortoluron.
Chlortoluron gehört zur Gruppe der Harnstoffe, dessen Wirkungsmechanismus in die Gruppe C2 der HRAC-Klassifizierung eingestuft ist; weitere Informationen siehe Internet: www.plantprotection.org.
Wenn diese Herbizide über mehrere Jahre auf demselben Feld eingesetzt werden, ist regional eine Selektion von resistenten Biotypen potenziell möglich.

Geeignete Resistenzvermeidungsstrategien sind zu berücksichtigen, wie z.B.:

Nachbau
Im Rahmen der Fruchtfolge ist der Nachbau aller Kulturen nach der Getreideernte möglich. Keine Untersaaten in mit Lentipur® 700 behandeltem Wintergetreide. Bei vorzeitigem Umbruch behandelter Kulturen durch ungünstige Verhältnisse (z.B. Frost) ist eine Neubestellung von Winterweizen (Sortenverträglichkeit beachten) und Winterroggen im Herbst bis Winter möglich.
Bei Herbstanwendung von Lentipur® 700 und Umbruch im Frühjahr können Sommerweichweizen (nicht Durum- Weizen), Sommergerste, Kartoffel und Mais nachgebaut werden.
Beim Nachbau von Sommerweizen und Sommergerste ist auf eine gut mischende Bodenbearbeitung (Pflug, Fräse, mindestens 20 cm tief) zu achten. Nach einer Frühjahrsanwendung von Lentipur® 700 können bei vorzeitigem Umbruch Kartoffel und Mais nachgebaut werden. Bei Frühjahrsanwendung sind Schäden an nachgebauten zweikeimblättrigen Zwischenfrüchten und Winterraps möglich.

Hinweise zur Anwendungstechnik

Mischbarkeit
Tankmischungen von Lentipur® 700 mit anderen Herbiziden sind möglich. Bei der Mischung mit AHL ist folgendes zu beachten:

  1. AHL mit Wasser im Verhältnis 1:3 gemischt:
    Lentipur® 700 kann direkt der verdünnten Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung zugegeben werden.
  2. AHL konzentriert, d.h. unverdünnt:
    Lentipur® 700 vorher (!) mindestens im Verhältnis 1 : 1 mit Wasser vermischen und erst dann der Ammoniumnitrat- Harnstofflösung zugeben:
    Stets für eine unmittelbare, gute Vermischung sorgen. Mischungen möglichst umgehend ausbringen. In Tankmischungen sind die von der Zulassungsbehörde festgesetzten und genehmigten Anwendungsgebiete und Anwendungsbestimmungen für den Mischpartner einzuhalten.
    Für evtl. negative Auswirkungen von Tankmischungen mit von uns nicht als mischbar eingestuften Produkten haften wir nicht.
    Bei Verwendung mehrerer Produkte in einer Tankmischung können unvorhergesehene Wechselwirkungen auftreten. Generell sind die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sowie die Grundsätze der Guten Landwirtschaftlichen Praxis zu beachten.

Herstellung der Spritzbrühe
Spritzgeräte regelmäßig auf Prüfstand testen lassen.
Reihenfolge der Spritzarbeit:

  1. Tank zu 1/3 bis 3/4 mit Wasser füllen.
  2. Rührwerk einschalten.
  3. Lentipur® 700 in das Wasser schütten.
  4. Tank mit Wasser auffüllen; die Wasserzuleitung unter der Wasseroberfläche verhindert ein Schäumen der Lösung. Wasserschlauch nicht direkt in die Spritzbrühe eintauchen, da die Gefahr des Brühe-Rückflusses bei Druckabfall in der Wasserleitung besteht. Fülltrichter verwenden, der in die Spritzbrühe eintaucht.

Wasseraufwandmenge: 200–400 l/ha
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen, Spülwasser der Spritzbrühe beigeben!

Spritzenreinigung
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden:

Restmengenverwertung
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben. Eventuell auftretende Reste von Spritzbrühe und aus der Gerätereinigung nie in die Kanalisation oder im Freiland ablassen, sondern unverdünnt auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.

Maßnahmen im Unglücksfall

Erste Hilfe

Hinweise für den Arzt

Brand

Lösch- und Brandrückstände nicht in Gewässer oder Kanalisation gelangen lassen.

Lagerbedingungen
LGK: 12/10 (Lagerklasse nach VCI)
Nicht transportieren und lagern bei Temperaturen unter 0 °C und über 30 °C.

Gefahrenhinweise

Achtung