Lentipur® 500
Der perfekte Partner.

Herbizid zur Bekämpfung von Ungräsern und Unkräutern in Wintergetreide und Mohn.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3668
Handelsform: 5 Liter

Vorteile

  • Für die Herbst- und Frühjahrsanwendung geeignet
  • Sicher gegen Ungräser wie Windhalm und Einjährige Rispe
  • Gute Zusatzleistung gegen viele zweikeimblättrige Unkräuter
  • Mit anderen Herbiziden sowie mit AHL mischbar

Wirkstoff

Chlortoluron (500 g/l, 43,67 Gew.-%), Suspensionskonzentrat (SC)

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Auflagen / Hinweise
Einjährige ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Winterweichweizen, Winterhartweizen 3 l/ha in 200 – 400 l/ha Wasser vor dem Auflaufen der Kultur spritzen.
Max. 1 Anwendung.
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode, wobei die Anwendung nur alle 2 Jahre auf derselben Fläche erfolgen darf. Keine zusätzlichen Anwendungen mit Lentipur 500 im Nachauflauf sowie mit anderen Mitteln, die diesen Wirkstoff enthalten.
Einjährige ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Winterweichweizen, Winterhartweizen, Wintergerste 3 l/ha in 200 – 400 l/ha Wasser im Herbst nach dem Auflaufen der Kultur ab Stadium 13 (3-Blattstadium) spritzen.
Max. 1 Anwendung.
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode, auch keine zusätzlichen Anwendungen mit anderen, diesen Wirkstoff enthaltenden Mitteln.
Einjährige ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Winterweichweizen, Winterhartweizen, Wintergerste 3 l/ha in 200 – 400 l/ha Wasser im Frühjahr nach dem Auflaufen der Kultur ab Stadium 13 (3-Blattstadium) bis Stadium 29 (Ende der Bestockung) spritzen.
Max. 1 Anwendung.
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode, auch keine zusätzlichen Anwendungen mit anderen, diesen Wirkstoff enthaltenden Mitteln.
Schäden an nachgebauten zweikeimblättrigen Zwischenfrüchten und Winterraps möglich.
Einjährige ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Wintertriticale 2 l/ha in 200 – 400 l/ha Wasser im Herbst nach dem Auflaufen der Kultur ab Stadium 13 (3-Blattstadium) spritzen.
Max. 1 Anwendung.
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode, auch keine zusätzlichen Anwendungen mit anderen, diesen Wirkstoff enthaltenden Mitteln.
Einjährige ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Wintertriticale 2 l/ha in 200 – 400 l/ha Wasser im Frühjahr nach dem Auflaufen der Kultur ab Stadium 13 (3-Blattstadium) bis Stadium 29 (Ende der Bestockung) spritzen.
Max. 1 Anwendung.
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode, auch keine zusätzlichen Anwendungen mit anderen, diesen Wirk stoff enthaltenden Mitteln.
Schäden an nachgebauten zweikeimblättrigen Zwischenfrüchten und Winterraps möglich.
Einjährige ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Winterroggen 2 l/ha in 200 – 400 l/ha Wasser im Herbst nach dem Auflaufen der Kultur ab Stadium 13 (3-Blattstadium) spritzen.
Max. 1 Anwendung.
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode, auch keine zusätzlichen Anwendungen mit anderen, diesen Wirkstoff enthaltenden Mitteln.
Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Mohn 1,3 l/ha in 200 – 400 l/ha Wasser vor dem Auflaufen der Kultur bis 2 Tage nach der Saat spritzen.
Max. 1 Anwendung.
Geringfügige Anwendung gemäß Artikel 51
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode, auch keine zusätzlichen Anwendungen mit anderen, diesen Wirkstoff enthaltenden Mitteln.
Schäden an nachgebauten zweikeimblättrigen Zwischenfrüchten und Winterraps möglich.
Mögliche Schäden an der Kultur liegen im Verantwortungsbereich des Anwenders. Vor dem Mitteleinsatz ist daher die Pflanzenverträglichkeit und Wirksamkeit unter den betriebsspezifischen Bedingungen zu prüfen.
Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter Winterroggen 2 l/ha in 200 - 400 l/ha im Frühjahr nach dem Auflaufen der Kultur vom Stadium 13 (3-Blattstadium) bis Stadium 29 (Ende der Bestockung) der Kultur spritzen.
Max. 1 Anwendung.
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode, auch keine zusätzlichen Anwendungen mit anderen, diesen Wirkstoff enthaltenden Mitteln.
Schäden an nachgebauten zweikeimblättrigen Zwischenfrüchten und Winterraps möglich.

Wirkungsweise
Chlortoluron wird sowohl über die Wurzeln als auch über die Blätter aufgenommen und erfasst daher bereits vorhandene wie auch später keimende Ungräser und Unkräuter. Bei der Nachauflaufanwendung wird Chlortoluron von den Ungräsern überwiegend über die Wurzeln aufgenommen, während bei den Unkräutern die Hauptwirkung über die Blätter erfolgt. Ausreichende Bodenfeuchtigkeit ist daher wichtig für eine gute Ungraswirkung, insbesondere bei der Frühjahrsanwendung.

Wirkungsspektrum bei 3 l/ha Lentipur® 500

* unter günstigen Bedingungen
Bei abgesenkter Aufwandmenge (unter drei Liter) kann das Wirkungsspektrum eingeschränkt sein.

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Anwendungsempfehlungen

Herbstanwendung Getreide

Frühjahrsanwendung Getreide

Mohn

Wartezeit
Abgedeckt durch die zugelassenen Anwendungen

Aufwandmengen in Tankmischungen

Besondere Hinweise
Nur in bis Ende Oktober gedrilltem Winterweizen anwenden (Herbstanwendung).
Bei der Vorauflaufanwendung ist ein feinkrümeliges, gut abgesetztes Saatbett wichtig für eine gute Wirkung und Kulturverträglichkeit. Das Wintergetreide sollte gleichmäßig tief, mindestens 2–3 cm gedrillt werden. Feuchter Boden und Niederschläge nach der Spritzung fördern die Wirkung. Extrem trockener Boden beeinträchtigt bzw. verzögert die Wirkung. Auf humusreichen Böden und Moorböden ist mit einer verminderten Wirkung zu rechnen.
Nach der Behandlung keine Bodenbearbeitung mehr durchführen.
Untersaaten sind nicht möglich. Zwischen der Anwendung von Lentipur® 500 und einer Kalkstickstoffgabe sollte eine Zeitspanne von mindestens 4 Wochen liegen. Auf Gülleflächen, die mit Lentipur® 500 behandelt werden, können u.U. Wirkungsminderungen auftreten.
Flächen, die zur Staunässe neigen, sind von der Behandlung auszuschließen. Wegen des Risikos von Kulturschäden sollten Getreideflächen auf sehr sandigen, sehr leichten oder sehr steinigen Böden nicht behandelt werden.
Eine Nachauflauf-Behandlung von Beständen, die unter Stress, Frost, Krankheiten oder Nährstoffmangel leiden, ist zu vermeiden. Darüber hinaus sind folgende Hinweise zu beachten:
Kein Walzen der im Herbst behandelten Kulturen im Frühjahr.
Kein Eggen der Kultur nach der Behandlung.
Kein Behandeln von Getreidebeständen mit Untersaaten.
Kein Behandeln von Getreide, welches in Breitsaat gesät wurde.
Ungeschützte Saat kann geschädigt werden.
Schäden an der Kulturpflanze möglich.
Nicht behandeln:
Frostgeschädigte, aufgefrorene, schwache, flachwurzelnde oder kranke Wintergetreidebestände.
Wintergetreide auf leichten, gleichzeitig humusarmen und durchlässigen Böden.

Sortenverträglichkeit
Lentipur® 500 wird nach bisheriger Kenntnis in allen Wintergersten-, Winterroggen- und Wintertriticalesorten gut vertragen.
In Winterweizen Sortenverträglichkeit beachten.
Lentipur® 500 kann in folgenden Sorten angewendet werden:
Achat, Actros, Adesso, Adler, Akratos, Akteur, Alfons, Albertus, Albrecht, Allegro, Alves, Ambition, Anapolis, Andalou, Andros, Angelus, Antonius, Apache, Aperuts, Apian, Ararat, Ares, Arezzo, Arktis, Astardo, Astron, Atlantis, Attraktion, Augustus, Avenir, Azurro, Balitus, Bandit, Barok, Barryton, Batis, Beaver, Belisar, Bermude, Bernstein, Boheme, Bombus, Bonitus, Bontaris, Boomer, Borneo, Boxer, Brigadier, Brilliant, Bussard, Buteo, Campari, Capo, Carenius, Certo, Cetus, Chagall, Champion, Charger, Chevalier, Colonia, Complet, Contra, Contur, Cornelius, Cubus, Dakota, Dekan, Dias, Desamo, Discus, Dobson, Dolomit, Drifter, Dunai, Edgar, Edison, Edward, Elegant, Element, Elixer, Elvis, Emerino, Emilio, Enorm, Ephoros, Esket, Estevan, Estivus, Etana, Euclide, Euris, Eurofit, Eurojet, Excellenz, Excelcior, Exklusiv, Faktor, Farandole, Flair, Florett, Florian, Florida, Forum, Franz, Fregatt, Frisky, Frühprobst, Frument, Fulvio, Futur, Gaston, Gaudio, Gecko, Genius, Globus, Glockner, Gorbi, Gordian, Gourmet, Götz, Graindor, Granada, Granat, Greif, Grommit, Hattrik, Helmut, Hermann, Heroldo, Herzog, Hewitt, Hourra, Hybnos1, Hybred, Hycory, Hysun, Ibis, Ilias, Indigo, Inspiration, Isengrain, JB Asano, Jaguar, Jakob, Jenga, Johnny, Joker, Jonas, Julius, Kanzler, Kerubino, Kometus, Kompass, Kornett, Kranich, Kredo, KWS Ferrum, KWS Loft, Lahertis, Landsknecht, Laurenzio, Lennox, Levendis, Limes, Linus, Ludwig, Lukas, Lukullus, Lupus, Manager, Markant, Matrix, Megas, Meister, Memory, Mescal, Messino, Meteor, Midas, Mirage, Mobie, Moldau, Monopol, Mulan, Mythos, Niklas, Nirvana, Ohio, Okapi, Opal, Opus, Orcas, Orkan, Orvantis, Pamier, Pannonikus, Paroli, Patras, Pedro, Pegassos, Pepital, Perceval, Petrus, Philipp, Pikeur, Pionier, Pitbull, Plutos, Ponticus, Potenzial, Princeps, Privileg, Profilus, Ramiro, Rebell, Rektor, Retro, RGT Reform, Richard, Ritmo, Roland, Rosso, Rumor, Sailor, Sarmund, Saturnus, Sax, Schamane, Siegfried, Sixtus, Skagen, Skalmeje, Skater, Smaragd, Sokrates, Sophytra, Spontan, St. Kranich, Tambor, Tarso, Tataros, Tiger, Tobak, Tommi, Toras, Torrild, Tristan, Trokadero, Tuareg, Tulsa, Türkis, Vivant, Wenzel, Winnetou, Xanthos, Xenos, Zeppelin, Zobel.

Resistenzvorbeugung
Lentipur® 500 enthält den Wirkstoff Chlortoluron.
Chlortoluron gehört zur Gruppe der Harnstoffe, dessen Wirkungsmechanismus in die Gruppe C2 der HRAC Klassifizierung eingestuft ist; weitere Informationen siehe Internet http://www.plantprotection.org.
Wenn diese Herbizide über mehrere Jahre auf demselben Feld eingesetzt werden, ist regional eine Selektion von resistenten Biotypen potenziell möglich.

Geeignete Resistenzvermeidungsstrategien sind zu berücksichtigen, wie z.B.:

Nachbau
Im Rahmen der Fruchtfolge ist der Nachbau aller Kulturen nach der Getreideernte möglich. Keine Untersaaten in mit Lentipur® 500 behandeltem Wintergetreide. Bei vorzeitigem Umbruch behandelter Kulturen durch ungünstige Verhältnisse (z.B. Frost) ist eine Neubestellung von Winterweizen (Sortenverträglichkeit beachten) und Winterroggen im Herbst bis Winter möglich.
Bei Herbstanwendung von Lentipur® 500 und Umbruch im Frühjahr können Sommerweichweizen (nicht Durum-Weizen), Sommergerste, Kartoffel und Mais nachgebaut werden.
Beim Nachbau von Sommerweizen und Sommergerste ist auf eine gut mischende Bodenbearbeitung (Pflug, Fräse, mindestens 20 cm tief) zu achten. Nach einer Frühjahrsanwendung von Lentipur® 500 können bei vorzeitigem Umbruch Kartoffel und Mais nachgebaut werden.
Bei einer Frühjahrsanwendung sind Schäden an nachgebauten zweikeimblättrigen Zwischenfrüchten und Winterraps möglich.

Hinweise zur Anwendungstechnik

Mischbarkeit
Tankmischungen von Lentipur® 500 mit anderen Herbiziden sind grundsätzlich möglich. Eine Tankmischung mit Omnera® LQM wird nicht empfohlen. Ebenfalls sollte bei Mischungen mit anderen Herbiziden, wo ein Additiv zugesetzt wird, die Aufwandmenge des Additives um die Hälfte reduziert werden.
Bei der Mischung mit AHL ist folgendes zu beachten:

  1. AHL mit Wasser im Verhältnis 1:3 gemischt: Lentipur® 500 kann direkt der verdünnten Ammoniumnitrat-Harnstoff- Lösung zugegeben werden.
  2. AHL konzentriert, d.h. unverdünnt: Lentipur® 500 vorher (!) mindestens im Verhältnis 1:1 mit Wasser vermischen und erst dann der Ammoniumnitrat-Harnstofflösung zugeben.
    Stets für eine unmittelbare, gute Vermischung sorgen.
    Mischungen möglichst umgehend ausbringen. In Tankmischungen sind die von der Zulassungsbehörde festgesetzten und genehmigten Anwendungsgebiete und Anwendungsbestimmungen für den Mischpartner einzuhalten.
    Für evtl. negative Auswirkungen von Tankmischungen mit von uns nicht als mischbar eingestuften Produkten haften wir nicht.
    Bei Verwendung mehrerer Produkte in einer Tankmischung können unvor hergesehene Wechselwirkungen auftreten. Generell sind die Gebrauchs anleitungen der Mischpartner sowie die Grundsätze der Guten Landwirtschaftlichen Praxis zu beachten.

Herstellung der Spritzbrühe
Spritzgeräte regelmäßig auf dem Prüfstand testen lassen.
Reihenfolge der Spritzarbeit:

  1. Tank zu 1/2 bis 3/4 mit Wasser füllen.
  2. Rührwerk einschalten.
  3. Lentipur® 500 in das Wasser schütten.
  4. Tank mit Wasser auffüllen; die Wasserzuleitung unter die Wasseroberfläche verhindert ein Schäumen der Lösung. Wasserschlauch nicht direkt in die Spritzbrühe eintauchen, da die Gefahr des Brühe- Rückflusses bei Druckabfall in der Wasserleitung besteht. Fülltrichter verwenden, der in die Spritzbrühe eintaucht.

Wasseraufwandmenge: 200–400 l/ha
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen, Spülwasser der Spritzbrühe beigeben!

Spritzenreinigung
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden:

Restmengenverwertung
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben.
Eventuell auftretende Reste von Spritzbrühe und aus der Gerätereinigung nie in die Kanalisation oder im Freiland ablassen, sondern unverdünnt auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.

Vorsichtsmaßnahmen

Erste Hilfe Maßnahmen

Hinweise für den Arzt
Sofortmaßnahmen: Kein spezifisches Antidot, symptomatische Behandlung.

Brand

Persönliche Schutzausrüstung verwenden. Im Brandfall, wenn nötig, umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen. Übliche Maßnahmen bei Bränden mit Chemikalien. Kontaminiertes Löschwasser getrennt sammeln, darf nicht in die Kanalisation gelangen.

Hinweise für Transport und Lagerung

Transport
Nicht transportieren und lagern bei Temperaturen unter 0 °C und über 30 °C.

Lagerung
LGK 12/10 (Lagerklasse nach VCI)

Gefahrenhinweise

Achtung