Kyleo®
Fegt alles sauber.

Totalherbizid zur Kulturvorbereitung im Ackerbau und im Grünland, zur Unkraut bekämpfung im Kern- und Steinobstbau, auf Nichtkulturland wie Straßen begleitgrün, Wegränder, Industrie- und Gewerbeflächen, auf Gleis anlagen sowie im Zierpflanzenbau auf Wegen und Plätzen.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3325
Handelsform: 10 Liter

Vorteile

  • Perfekte Wirkstoffkombination
  • Doppelt stark gegen Unkräuter, sicher gegen Ungräser
  • Zuverlässig gegen Ausfallraps
  • 2,4-D als Partner erlaubt geringere Glyphosatekonzentration
  • Einsatzgebiet Getreidestoppel und Kulturvorbereitung

Wirkstoff

Glyphosate 240 g/l (20,69 Gew.-%), (als IPA-Salz) 2,4-D 160 g/l (13,79 Gew.-%), (als DMA-Salz), wasserlösliches Konzentrat

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
Abtötung von Pflanzen zur Kulturvorbereitung Stoppelfeldern und Stilllegungsflächen im Ackerbau sowie auf Wiesen und Weiden im Grünland im Freiland 5,0 l/ha in 100 - 500 l/ha Wasser nach der Ernte, vor einer Bodenbearbeitung, vor der Saat bzw. Pflanzung von Folgekulturen spritzen,
max. 1 Anwendung
-
ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern vor der Saat von Getreide, Mais und Sorghumhirse im Ackerbau im Freiland 5,0 l/ha in 100 - 500 l/ha Wasser spritzen,
max. 1 Anwendung
-
ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern im Kernobst im Freiland ab dem 3. Standjahr 5,0 l/ha in 100 - 500 l/ha Wasser im Frühjahr oder Sommer spritzen,
max. 1 Anwendung
30 Tage
ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern im Kernobst im Freiland ab dem 3. Standjahr 5,0 l/ha in 100 - 500 l/ha Wasser nach der Ernte spritzen, max. 1 Anwendung -
ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern auf Nichtkulturland wie Straßenbegleitgrün, Wegränder, Industrie- und Gewerbeflächen im Freiland 5,0 l/ha in 100 - 500 l/ha Wasser während der Vegetationsperiode spritzen, max. 1 Anwendung -
ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern auf Gleisanlagen im Freiland 5,0 l/ha in 100 - 500 l/ha Wasser während der Vegetationsperiode spritzen, max. 1 Anwendung -
ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern auf Wegen und Plätzen (ausgenommen Holzgewächse) im Zierpflanzenbau im Freiland 5,0 l/ha in 100 - 500 l/ha Wasser während der Vegetationsperiode spritzen, max. 1 Anwendung -
ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern im Steinobst im Freiland 5,0 l/ha in 100 - 500 l/ha Wasser im Frühjahr oder Sommer spritzen, max. 1 Anwendung 30 Tage
zweikeimblättrigen Unkräutern im Steinobst im Freiland 5,0 l/ha in 100 - 500 l/ha Wasser nach der Ernte spritzen, max. 1 Anwendung -

Anwendungshinweise

Wirkung
Kyleo ist ein nichtselektives Blattherbizid mit systemischer Wirkung. Beide Wirkstoffe werden über die grünen Teile der Pflanzen aufgenommen und mit Hilfe des Saftstromes in der gesamten Pflanze, einschließlich der unterirdischen Pflanzenteile (Rhizome), verteilt. So werden ein- und mehrjährige Unkraut- und Ungras-Arten sicher erfasst.
Wirkungssymptome treten bei den meisten einjährigen Unkräutern bei wüchsiger Witterung bereits nach wenigen Tagen auf, bei mehrjährigen Unkräutern und Ungräsern verstreichen 7 Tage und mehr bis zum Wirkungseintritt. Bei kühler und bewölkter Witterung verzögert sich die Wirkung weiter. Die Pflanzen beginnen zu welken, werden gelb und vertrocknen später vollständig.
Kyleo ist ein nichtselektives Totalherbizid: bei direktem Kontakt mit grünen Pflanzenteilen von Kulturpflanzen werden diese geschädigt!

Anwendungsbedingungen
Während der Behandlung und an den nachfolgenden Tagen sollen wüchsige Bedingungen herrschen und die Temperaturen nicht unter + 5 °C und über + 25 °C und die Luftfeuchtigkeit nicht unter 60 % liegen. Die zu bekämpfenden Unkräuter und Ungräser müssen genügend aufnahmefähige Blattmasse ausgebildet haben und durch die Spritzbrühe ausreichend benetzt werden. Bei anhaltender Trockenheit, verbunden mit hohen Temperaturen und niedriger Luftfeuchtigkeit, können Wirkstoffaufnahme und -ableitung beeinträchtigt werden.
Um den Bekämpfungserfolg gegen alte Unkräuter, insbesondere Ackerkratzdistel zu optimieren, empfehlen wir eine flache Bodenbearbeitung unmittelbar nach dem Mähdrusch. Diese räumt das Stroh von den Unkräutern und regt den Austrieb von Samen bzw. neuen und alten Rhizomen und Pflanzenteilen an. Dieser neu austreibende Unkrautbestand kann dann bei einer Höhe von ca. 8 - 15 cm mit optimalem Erfolg behandelt werden.
Bei alten, vertrockneten Unkräutern empfehlen wir unmittelbar nach der Getreideernte eine Stoppelbearbeitung mit dem Grubber. Diese Maßnahme regt den Wiederaustrieb der Wurzelunkräuter an. Diese Faktoren sind die Basis für eine optimale Wirkung von Kyleo.

Regenbeständigkeit
ist ca. 3 Stunden nach der Anwendung gegeben.

Wichtige Hinweise
Von anderen Kulturen so weit weg bleiben, dass kein Spritznebel dorthin gelangen kann. Besonders empfindlich reagieren Rüben, Raps, Obst, Wein und Gemüse. Hier können bereits geringe Konzentrationen zu schweren Schäden führen.

Zeiträume bis zum Anbau der Folgekultur
Kyleo enthält 2,4-D. Die Aufnahme und Wirkung dieses Wuchsstoffes erfolgt im Allgemeinen über den grünen Blattapparat. Allerdings können sensible Kulturen auch bei Kontakt des Keimlings mit geringen Mengen von Restwirkstoff im Boden mit Auflaufverzögerung oder Absterben reagieren. Daher ist folgende Zeitspanne zwischen der Anwendung von Kyleo und dem Nachbau von Folgekulturen einzuhalten:

Kultur Tage bis zur Aussaat
Weizen 3
Mais 3
Gerste, Roggen & anderes Getreide 7
Gräser 7
Sorghum 7
Luzerne 14
Sojabohne 14
Zwischenfrüchte 14
Klee 14 nach Plugfurche
28 ohne Pflugfurche
Erbse, Ackerbohne 21
Lein 28
Zuckerrübe 28
Zwiebel 28
Raps 28
Kartoffel 28
Gemüse 60
Sonnenblume 60

Wirkungsspektrum

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

1. Abtötung von Pflanzen auf Stoppelfeldern, Stilllegungsflächen, Wiesen und Weiden zur Kulturvorbereitung
Maximal 5 l/ha in 100 – 500 l/ha Wasser spritzen. Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.
Aufwandmengenempfehlung zur Bekämpfung von
Ausfallraps: 3 l/ha
einjährigen Unkräutern: 3 l/ha
mehrjährigen Unkräutern: 5 l/ha
ein- und mehrjährigen Ungräsern: 5 l/ha
breiter Mischverunkrautung mit Ausfallgetreide: 5 l/ha
Die Anwendung erfolgt nach der Ernte, vor der Bodenbearbeitung, vor der Saat bzw. Pflanzung von Folgekulturen auf aufgelaufene Unkräuter und Ungräser. Stroh vor der Anwendung räumen oder kurz häckseln und gleichmäßig verteilen. Quecke soll 3 – 4 neue Blätter pro Trieb gebildet haben. Bei sehr starker Verqueckung bzw. zu wenig grüner, aufnahmefähiger Blattmasse zum Spritzzeitpunkt ist gegebenenfalls eine Nachbehandlung erforderlich. Kyleo bekämpft den Aufwuchs auf Stilllegungsflächen und ersetzt damit eine evtl. mehrfach erforderliche Bodenbearbeitung. Bei sehr hohem Aufwuchs ist ein Schröpfschnitt einzuplanen und so durchzuführen, dass zum Behandlungszeitpunkt wieder genügend aufnahmefähige Blattmasse vorhanden ist. Eine den Austrieb unterdrückende Schwadablage ist unbedingt zu vermeiden! Der früheste Einsatzzeitpunkt von Kyleo auf Stilllegungsflächen wird von Förderrichtlinien bestimmt. Zur Grünlanderneuerung haben sich Behandlungen und Ansaaten im Juli und August bewährt. Ausreichende Bodenfeuchtigkeit, ein ebenes, abgesetztes Saatbett und eine flache Ablage des Saatgutes (1 – 2 cm) sind für das Gelingen der Neuansaat entscheidend. Nach der Einsaat ist durch Anwalzen für einen guten Bodenschluss zu sorgen.
Die unterschiedlichen Zeiträume bis zum Anbau der Folgekultur sind zu beachten!
Bodenbearbeitungsmaßnahmen können durchgeführt werden, sobald die Leitunkräuter deutliche Wirkungssymptome zeigen.
Wartezeit: die Festsetzung einer Wartezeit ist nicht erforderlich.

2. Unkraut- und Ungrasbekämpfung vor der Saat von Getreide, Mais und Sorghumhirse
Maximal 5 l/ha in 100 – 500 l/ha Wasser spritzen. Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.
Aufwandmengenempfehlung zur Bekämpfung von
Ausfallraps: 3 l/ha
einjährigen Unkräutern: 3 l/ha
mehrjährigen Unkräutern: 5 l/ha
ein- und mehrjährigen Ungräsern: 5 l/ha
breiter Mischverunkrautung mit Ausfallgetreide: 5 l/ha
Die unterschiedlichen Zeiträume von 3 - 7 Tagen bis zum Anbau der Folgekultur beachten!
Um bereits zum Saatzeitpunkt die vollständige Wirkung zu erhalten, ist eine Anwendung mindestens 2 Wochen vorher angeraten. Bodenbearbeitungsmaßnahmen können durchgeführt werden, sobald die Leitunkräuter deutliche Wirkungssymptome zeigen.
Wartezeit: die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.

3. Unkraut- und Ungrasbekämpfung in Kernobst ab dem 3. Standjahr im Frühjahr und Sommer
Maximal 5 l/ha in 100 – 500 l/ha Wasser spritzen.
Behördliche Auflagen:
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode, auch keine zusätzlichen Anwendungen mit anderen, diese Wirkstoffe enthaltenden Mitteln. Etwaiges Fallobst nicht als Lebensmittel oder Futtermittel verwenden. Grüne Teile der Kulturpflanzen (wie z.B. nicht verholzte Pflanzenteile und Blattorgane) dürfen weder direkt noch indirekt durch Spritzflüssigkeit getroffen werden, anderenfalls sind Schäden an der Kulturpflanze möglich.
Weitere Anwendungshinweise:
Keine Spritzung zur Zeit der Obstblüte vornehmen. Auf keinen Fall dürfen grüne, unverholzte Teile der Obstbäume (Blätter, Triebe, Stämmchen, Blüten oder Früchte) vom Spritzstrahl direkt oder indirekt durch Abdrift getroffen werden. Vor der Spritzung sind vorhandene Wurzelschosser zu entfernen. Mit Kyleo in Kontakt gekommene Seitentriebe, Schossertriebe oder Wildlinge etc. unbedingt sofort abschneiden. Junge Bäumchen können unter Umständen über die grüne Rinde Wirkstoff aufnehmen und sind daher bei der Behandlung auszusparen. Dies ist besonders bei Neupflanzungen zu beachten. Das Mittel mit geringem Druck großtropfig ausbringen. Bei Temperaturen über 25 °C und windigem Wetter keine Anwendung durchführen. An heißen und trockenen Tagen in den Abendstunden spritzen.
Wartezeit: 30 Tage

4. Unkraut- und Ungrasbekämpfung in Kernobst ab dem 3. Standjahr nach der Ernte
Maximal 5 l/ha in 100 – 500 l/ha Wasser spritzen. Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.
Behördliche Auflagen:
Etwaiges Fallobst nicht als Lebensmittel oder Futtermittel verwenden. Grüne Teile der Kulturpflanzen (wie z.B. nicht verholzte Pflanzenteile und Blattorgane) dürfen weder direkt noch indirekt durch Spritzflüssigkeit getroffen werden, anderenfalls sind Schäden an der Kulturpflanze möglich.
Weitere Anwendungshinweise: Auf keinen Fall dürfen grüne, unverholzte Teile der Obstbäume (Blätter, Triebe oder Stämmchen) vom Spritzstrahl direkt oder indirekt durch Abdrift getroffen werden. Vor der Spritzung sind vorhandene Wurzelschosser zu entfernen. Mit Kyleo in Kontakt gekommene Seitentriebe, Schossertriebe oder Wildlinge etc. unbedingt sofort abschneiden. Junge Bäumchen können unter Umständen über die grüne Rinde Wirkstoff aufnehmen und sind daher bei der Behandlung auszusparen. Dies ist besonders bei Neupflanzungen zu beachten. Das Mittel mit geringem Druck großtropfig ausbringen. Bei Temperaturen über 25 °C und windigem Wetter keine Anwendung durchführen. An heißen und trockenen Tagen in den Abendstunden spritzen.
Wartezeit: die Festsetzung einer Wartezeit ist nicht erforderlich.

5. Unkraut- und Ungrasbekämpfung auf Nichtkulturland wie Straßenbegleitgrün, Wegränder sowie Industrieund Gewerbeflächen während der Vegetationsperiode
Maximal 5 l/ha in 100 – 500 l/ha Wasser spritzen. Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.
Unkräuter und Ungräser sollen vollständig aufgelaufen sein, Quecke soll 3 – 4 neue Blätter pro Trieb gebildet haben. Auf eine gute Benetzung der oberirdischen Pflanzenteile achten. Nicht auf versiegelten Oberflächen ausbringen. Als 3 %-ige Spritzlösung anwenden, wobei die Obergrenze von 5 l/ha Kyleo einzuhalten ist.
Wartezeit: die Festsetzung einer Wartezeit ist nicht erforderlich.

6. Unkraut- und Ungrasbekämpfung auf Gleisanlagen während der Vegetationsperiode
Maximal 5 l/ha in 100 – 500 l/ha Wasser spritzen. Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.
Unkräuter und Ungräser sollen vollständig aufgelaufen sein, Quecke soll 3 – 4 neue Blätter pro Trieb gebildet haben. Auf eine gute Benetzung der oberirdischen Pflanzenteile achten. Abdrift auf Kulturen entlang von Gleistrassen vermeiden, weil Schädigungsgefahr besteht! Als 3 %-ige Spritzlösung anwenden, wobei die Obergrenze von 5 l/ha Kyleo einzuhalten ist.
Wartezeit: die Festsetzung einer Wartezeit ist nicht erforderlich.

7. Unkraut- und Ungrasbekämpfung auf Wegen und Plätzen im Zierpflanzenbau während der Vegetationsperiode, Holzgewächse ausgenommen
Maximal 5 l/ha in 100 – 500 l/ha Wasser spritzen. Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.
Unkräuter und Ungräser sollen vollständig aufgelaufen sein, Quecke soll 3 – 4 neue Blätter pro Trieb gebildet haben. Auf eine gute Benetzung der oberirdischen Pflanzenteile achten. Nicht auf versiegelten Oberflächen ausbringen. Als 3 %-ige Spritzlösung anwenden, wobei die Obergrenze von 5 l/ha Kyleo einzuhalten ist.
Wartezeit: die Festsetzung einer Wartezeit ist nicht erforderlich.

8. Unkraut- und Ungrasbekämpfung in Steinobst im Frühjahr und Sommer
Maximal 5 l/ha in 100 – 500 l/ha Wasser spritzen.
Behördliche Auflagen:
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode, auch keine zusätzlichen Anwendungen mit anderen, diese Wirkstoffe enthaltenden Mitteln. Grüne Teile der Kulturpflanzen (wie z.B. nicht verholzte Pflanzenteile und Blattorgane) dürfen weder direkt noch indirekt durch Spritzflüssigkeit getroffen werden, anderenfalls sind Schäden an der Kulturpflanze möglich.
Weitere Anwendungshinweise:
Keine Spritzung zur Zeit der Obstblüte vornehmen. Auf keinen Fall dürfen grüne, unverholzte Teile der Obstbäume (Blätter, Triebe, Stämmchen, Blüten oder Früchte) vom Spritzstrahl direkt oder indirekt durch Abdrift getroffen werden. Vor der Spritzung sind vorhandene Wurzelschosser zu entfernen. Mit Kyleo in Kontakt gekommene Seitentriebe, Schossertriebe oder Wildlinge etc. unbedingt sofort abschneiden. Junge Bäumchen können unter Umständen über die grüne Rinde Wirkstoff aufnehmen und sind daher bei der Behandlung auszusparen. Dies ist besonders bei Neupflanzungen zu beachten. Das Mittel mit geringem Druck großtropfig ausbringen. Bei Temperaturen über 25 °C und windigem Wetter keine Anwendung durchführen. An heißen und trockenen Tagen in den Abendstunden spritzen.
Wartezeit: 30 Tage

9. Unkrautbekämpfung in Steinobst nach der Ernte
Maximal 5 l/ha in 100 – 500 l/ha Wasser spritzen.
Behördliche Auflagen:
Grüne Teile der Kulturpflanzen (wie z.B. nicht verholzte Pflanzenteile und Blattorgane) dürfen weder direkt noch indirekt durch Spritzflüssigkeit getroffen werden, anderenfalls sind Schäden an der Kulturpflanze möglich.
Weitere Anwendungshinweise:
Auf keinen Fall dürfen grüne, unverholzte Teile der Obstbäume (Blätter, Triebe oder Stämmchen) vom Spritzstrahl direkt oder indirekt durch Abdrift getroffen werden. Vor der Spritzung sind vorhandene Wurzelschosser zu entfernen. Mit Kyleo in Kontakt gekommene Seitentriebe, Schossertriebe oder Wildlinge etc. unbedingt sofort abschneiden. Junge Bäumchen können unter Umständen über die grüne Rinde Wirkstoff aufnehmen und sind daher bei der Behandlung auszusparen. Dies ist besonders bei Neupflanzungen zu beachten. Das Mittel mit geringem Druck großtropfig ausbringen. Bei Temperaturen über 25 °C und windigem Wetter keine Anwendung durchführen. An heißen und trockenen Tagen in den Abendstunden spritzen.
Wartezeit: die Festsetzung einer Wartezeit ist nicht erforderlich.

Behördenauflagen gültig für alle Anwendungsgebiete:
Vorsicht bei benachbart wachsenden, empfindlichen Kulturpflanzen (z.B. Gemüsekulturen, Zuckerrübe, Raps), da Schäden möglich.
Es dürfen pro Jahr und Fläche nur max. 2 Applikationen eines glyphosatehaltigen Herbizides durchgeführt werden. Die maximale Gesamtaufwandmenge ist mit 3600 g Wirkstoff (a.i.)/ha/Jahr beschränkt.
Keine nachhaltige Bekämpfung ausdauernder Unkräuter.

Resistenzvorbeugung
Kyleo enthält die Wirkstoffe 2,4-D und Glyphosate.
Klassifikation der Wirkstoffe gemäß Herbicide Resistance Action Committee (HRAC):
Wirkmechanismus (HRAC Gruppe): O
Wirkmechanismus (HRAC Gruppe): G
Weitere Informationen siehe Internet http://www.plantprotection.org.
Durch wiederholte Anwendung des Mittels oder von Mitteln mit demselben Wirkmechanismus kann es zur Ausbildung von resistenten Biotypen kommen, die eine Wirkungsminderung nach sich ziehen. Daher die empfohlene Aufwandmenge bzw. Anwendungskonzentration nicht unterschreiten. Immer im Wechsel mit Podukten mit anderen Wirkmechanismen anwenden.

Hinweise zur Anwendungstechnik

Mischbarkeit
Kyleo wird im Rahmen des bestimmungsgemäßen Einsatzes auf der Stoppel bzw. vor der Saat im äußersten Falle mit einem weiteren Herbizid gemischt. Kyleo ist nach bisherigen Erfahrungen mit den meisten zugelassenen Pflanzenschutzmitteln mischbar.
Allerdings muss die zugelassene Höchstmenge von 3600 g/ha Glyphosat eingehalten werden. Bei Verwendung mehrerer Produkte in einer Tankmischung können unvorhergesehene Wechselwirkungen auftreten. Generell sind die Gebrauchsanleitung der Mischpartner, sowie die Grundsätze der Guten Landwirtschaftlichen Praxis zu beachten. Mischungen sind umgehend auszubringen und Standzeiten zu vermeiden. Während Arbeitspausen Rührwerk laufen lassen. In Tankmischungen sind die Anwendungsbestimmungen des Mischpartners einzuhalten.

Spritzarbeit
Spritzgerät regelmäßig auf Prüfstand testen! Vor der Behandlung Gerät auslitern und Düsenausstoß kontrollieren. Während der Fahrt und während des Spritzens Spritzbrühe durch Rührwerk oder Rücklauf in Bewegung halten. Nach Arbeitspausen Spritzbrühe erneut aufrühren.

Ansetzen der Spritzbrühe

  1. Tank zu ½ bis ¾ mit Wasser füllen
  2. Rührwerk einschalten
  3. Produkt vor dem Einfüllen kräftig schütteln
  4. Kyleo in den Tank schütten
  5. Tank mit Wasser auffüllen; die Wasserzuleitung unter die Wasseroberfläche verhindert ein Schäumen der Lösung. Wasserschlauch nicht direkt in die Spritzbrühe eintauchen, da die Gefahr des Brühe-Rückflusses bei Druckabfall in der Wasserleitung besteht. Füll trichter verwenden, der in die Spritzbrühe eintaucht. Spritzbrühe umgehend nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritztechnik
Beim Ausbringen von Kyleo ist auf eine gleichmäßige Benetzung der Unkräuter zu achten.
Bewährte Wasseraufwandmenge: 150 - 250 l/ha.
Überdosierung und Abdrift sind zu vermeiden. Überdosierungen können Schäden an den Folgekulturen verursachen.

Spritzenreinigung
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden, bevor es in anderen Kulturen zum Einsatz gelangt:

Restmengenverwertung
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben. Eventuell auftretende Reste von Spritzbrühe und aus der Gerätereinigung nie in die Kanalisation oder im Freiland ablassen, sondern auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.

Maßnahmen im Unglücksfall

Brand

Persönliche Schutzausrüstung tragen. Wenn notwendig, bei Brandbekämpfung umluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen. Löschwasser in gesondertem Behälter aufsammeln. Lösch- und Brandrückstände nicht in Gewässer und nicht in die Kanalisation gelangen lassen.

Nach Verschütten/Auslaufen
Nicht in Oberflächengewässer oder in die Kanalisation gelangen lassen. Mit flüssigkeitsbindendem Material (Sägespäne, Silikagel, Säurebinder, Universalbinder) aufnehmen, in entsprechenden Gefäßen zwischenlagern und vorschriftsgemäß entsorgen. Restmengen nicht mehr in Originalgebinde zurückgeben.

Erste Hilfe

Hinweise für den Arzt
Symptome: Schwitzen, Kopfschmerzen, Schwäche, Durchfall, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Speichelfluss, Magenschmerzen, unscharfes Sehvermögen, Muskelzittern, Krämpfe, Reflexverlust, Herz- und Kreislaufkollaps, Koma. Kein spezifisches Antidot, symptomatische Behandlung. Da Ausscheiden im Wesentlichen über die Nieren erfolgt, ist Dialyse sinnvoll. Kontrolle des Wasser- und Elektrolythaushaltes. Bei Verschlucken Magenspülung.

Hinweise für Transport und Lagerung

Transport
Nicht transportieren und lagern bei Temperaturen unter 0 °C und über 30 °C.

Lagerung
LGK 12/10 (Lagerklasse nach VCI)
Produkt im Originalgebinde so lagern, dass Betriebsfremde und Kinder keinen Zutritt haben. Getrennt von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln lagern.

Gefahrenhinweise

Achtung