KAISO® Sorbie
Blitzschnell und zielsicher gegen Schadinsekten.

Pyrethroid-haltiges Insektizid zur Bekämpfung von beißenden und saugenden Insekten im Acker-, Gemüse-, Obst- und Zierpflanzenbau sowie im Grünland.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3551
Handelsform: 600 g

Vorteile

  • Einfache Anwendung dank SORBIE™-Formulierung
  • Ausgezeichnete Sofort- und Dauerwirkung
  • Breit wirksam gegen beißende und saugende Insekten
  • Sekundenschnell aufgelöst
  • Breite Zulassung

Wirkstoff

Lambda-Cyhalothrin (50 g/kg, 5,0 Gew.-%), Emulgierbares Granulat (EG)

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge
Rapserdfloh
(Psylliodes chrysocephala),
Großer Rapsstängelrüssler
(Ceutorhynchus napi),
Rapsglanzkäfer
(Meligethes aeneus),
Gefleckter Kohltriebrüssler
(Ceutorhynchus quadridens),
Kohlschotenrüssler
(Ceutorhynchus assimilis)
Raps 150 g/ha
Frühjahr, bei Rapserdfloh: Frühjahr oder Herbst. Nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf
Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr Wasseraufwandmenge: 200-400 l/ha
Blattläuse,
Getreidehähnchen
(Oulema lichensis),
Getreidewickler
(Cnephasia pasiuana),
Getreidewanze
(Eurygaster maura),
Blattläuse als Virusvektoren
Getreide
(Weizen, Gerste, Roggen, Triticale, Hafer)
150 g/ha
Frühjahr oder Herbst (Virusvektoren): Nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf
Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr Wasseraufwandmenge: 200-400 l/ha
Thripse
(Thrips sp.)
Getreide
(Weizen, Gerste, Roggen, Triticale, Hafer)
150 g/ha
Ab Beginn des Ähren- /Rispenschiebens. Nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf
Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr Wasseraufwandmenge: 200-400 l/ha
Fritfliege
(Oscinella frit)
Getreide
(Weizen, Gerste, Roggen, Triticale, Hafer)
150 g/ha
1. bis 3. Laubblatt entfaltet. Nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf
Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr Wasseraufwandmenge: 200-400 l/ha
Blattläuse Kartoffel 150 g/ha
Nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf
Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr Wasseraufwandmenge: 200-400 l/ha
Blattläuse als Virusvektoren Kartoffel zur Pflanzguterzeugung 150 g/ha
Nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf
Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr Wasseraufwandmenge: 200-400 l/ha
Rübenfliege und saugende Insekten Zucker- und Futterrübe 150 g/ha
Nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf
Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr Wasseraufwandmenge: 200-400 l/ha
Beißende und saugende Insekten Gräser
(zur Saatgut erzeugung),
Senf, Krambe, Leindotter, Futtererbse
(für Futterzwecke und Saatguterzeugung),
Ackerbohne
(für Futterzwecke und Saatguterzeugung)
150 g/ha
Nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf
Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr Wasseraufwandmenge: 200-400 l/ha
Fritfliege
(Oscinella frit)
Wiesen und Weiden
(Neueinsaat oder Nachsaat)
150 g/ha
Ab 1- bis 3-Blatt-Stadium. Nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf
Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr Wasseraufwandmenge: 400-600 l/ha
Fritfliege
(Oscinella frit)
Zuckermais 150 g/ha
Stadium 11 (1-Blatt-Stadium: 1. Laubblatt entfaltet) bis Stadium 13 (3-Blatt-Stadium: 3. Laubblatt entfaltet). Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen
Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr Wasseraufwandmenge: 400-600 l/ha
Fritfliege
(Oscinella frit)
Mais 150 g/ha
Stadium 11 (1-Blatt-Stadium: 1. Laubblatt entfaltet) bis Stadium 13 (3-Blatt-Stadium: 3. Laubblatt entfaltet). Nach dem Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf
Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr Wasseraufwandmenge: 200-400 l/ha spritzen.
Beißende und saugende Insekten Buschbohne, Erbse, Hülsengemüse
(Trockengemüse),
Teekräuter
(Blatt- und Blütennutzung, Verwendung als teeähnliches Erzeugnis)
150 g/ha
Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen
Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr Wasseraufwandmenge: 400-600 l/ha
Saugende Insekten Speisezwiebel 150 g/ha
Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen
Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr Wasseraufwandmenge: 400-600 l/ha
Beißende Insekten Radieschen, Kren, Rettich, Speiserüben
(Stoppelrübe, Mairübe, etc.),
Rote Rübe
(einschließlich weißer und gelber Formen), Kohlrübe
150 g/ha
Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen
Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr Wasseraufwandmenge: 400-600 l/ha
Beißende und saugende Insekten
(ausgenommen Erdbeerblütenstecher)
Erdbeere
(nur Vermehrung)
150 g/ha
Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen
Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr Wasseraufwandmenge: 400-600 l/ha
Beißende und saugende Insekten
(ausgenommen Möhrenfliege)
Karotte 150 g/ha
Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen
Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr Wasseraufwandmenge: 400-600 l/ha
Blattläuse, Thripse Zierpflanzen 200 - 300 g/ha
im Frühjahr und Sommer
Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr Wasseraufwandmenge 750-1000 l/ha
Blattläuse Baumschulgehölzpflanzen 200 g/ha
im Frühjahr und Sommer
Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr Wasseraufwandmenge 800-1000 l/ha
Eichenprozessionsspinner, Mittelmeer-Nelkenwickler, Schwammspinner Baumschulgehölzpflanzen 300 g/ha
im Frühjahr und Sommer
Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr Wasseraufwandmenge 800-1000 l/ha

Wartefrist:

Kulturen Wartefrist in Tagen
Raps, Senf 56
Getreide (Weizen, Gerste, Roggen, Triticale, Hafer) 35
Futter- und Zuckerrübe, Kohlrübe, Speiserübe, Rote Rübe (einschließlich weißer und gelber Formen), Speisezwiebel 28
Kartoffel, Karotte, Teekräuter (Blatt- und Blütennutzung, Verwendung als teeähnliches Erzeugnis), Rettich, Radieschen, Kren 14
Futtererbse, Ackerbohne, Erbse, Buschbohne, Hülsengemüse (Verwendung als Trockengemüse) 7
Mais, Zuckermais, Gräser zur Saatguterzeugung, Krambe, Leindotter, Wiesen und Weiden (Neueinsaat oder Nachsaat), Erdbeeren (Vermehrungsanlagen), Zierpflanzen, Baumschulgehölzpflanzen keine

Anzahl Anwendungen
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Jahr und Kultur, auch keine zusätzlichen Anwendungen mit anderen, diese Wirkstoffe enthaltenden Mitteln.

Gebrauchsanleitung

Wirkungsweise
Kaiso® Sorbie ist ein synthetisches Pyrethroid der dritten Generation, das den Wirkstoff Lambda-Cyhalothrin enthält. Das Präparat wirkt als Kontakt- und Fraßmittel gegen saugende und beißende Insekten. Die Wirkung setzt in der Regel rasch ein. Gründliche Benetzung ist erforderlich, da der Wirkstoff nicht systemisch wirkt und deshalb nicht innerhalb der Pflanze verlagert wird.

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Anwendungsempfehlungen

Raps

Getreide

Kartoffel

Futter- und Zuckerrüben

Ackerbohnen und Futtererbse

Ackerbohnen und Futtererbse (in Beständen zur Saatguterzeugung)

Mais

Gräser (zur Saatguterzeugung)

Senf

Krambe und Leindotter

Wiesen und Weiden (Neueinsaat oder Nachsaat)

Karotten

Speisezwiebel

Teekräuter (Blatt- und Blütennutzung, Verwendung als teeähnliches Erzeugnis)

Rettich, Radieschen und Kren

Erbse, Buschbohne und Hülsengemüse (Verwendung als Trockengemüse)

Zuckermais

Kohlrabi, Speiserübe und Rote Rübe (einschließlich weißer und gelber Formen)

Erdbeeren (Vermehrungsanlagen)

Zierpflanzen

Baumschulgehölzpflanzen

Baumschulgehölzpflanzen

Besondere Hinweise
Durch Temperaturen von über 25 °C kann die Wirksamkeit von Pyrethroiden eingeschränkt werden.

Resistenzvorbeugung
Wirkmechanismus: IRAC Gruppe: 3A
Bei der Anwendung von Wirkstoffen aus der chemischen Klasse der Pyrethroide, zu denen auch Lambda-Cyhalothrin gehört, ist das Auftreten resistenter Schädlinge nicht auszuschließen. Daher immer im Wechsel mit Produkten mit anderen Wirkmechanismen anwenden. Sollte trotz empfehlungsgerechter Anwendung von Lambda-Cyhalothrin ein Wirkungsabfall festgestellt werden, ist sofort mit entsprechenden Insektiziden anderer Wirkstoffgruppen weiter zu behandeln. Im Falle eines Wirkungsrückgangs, der im Einzelfall nicht vorhersehbar ist, kann keine Haftung übernommen werden.

Verträglichkeit
Kaiso® Sorbie ist nach bisheriger Kenntnis in der angegebenen Dosierung voll verträglich.

Nachbau
Nach dem Einsatz von Kaiso® Sorbie können im Rahmen der üblichen ackerbaulichen Fruchtfolge (auch bei vorzeitigem Umbruch) alle Kulturen nachgebaut werden.

Hinweise zur Anwendungstechnik

Mischbarkeit
Kaiso® Sorbie ist mit zahlreichen Herbiziden, Fungiziden, Wachstumsreglern und Blattdüngern mischbar. Mischungen umgehend ausbringen. Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind zu beachten.
Für eventuell negative Auswirkungen von durch uns nicht empfohlenen Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können.

Herstellung der Spritzbrühe

  1. Tank zur 1/2 mit Wasser füllen.
  2. Rührwerk einschalten.
  3. Kaiso® Sorbie in den Tank geben.
  4. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben.
  5. Tank mit Wasser auffüllen.
  6. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Nur so viel Spritzflüssigkeit ansetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen.

Spritztechnik
Beim Ausbringen von Kaiso® Sorbie ist auf eine gleichmäßige Benetzung der Kulturpflanzen zu achten.
Bewährte Wasseraufwandmenge je nach Kultur: 200 – 400 bzw. 400 – 600 l/ha
Besonders geeignet sind Flachstrahldüsen (XR-, LU-) oder Antidriftdüsen (AD-, DG-, TT-). Beim Einsatz von Injektordüsen (ID-, AI-, TD-) ist auf einen Druck von mindestens 4,5 bar zu achten. Überdosierung und Abdrift sind zu vermeiden.

Ausbringung der Spritzflüssigkeit
Ständige Kontrolle des Spritzflüssigkeitsverbrauches während der Arbeit in Bezug zur behandelten Fläche. Ein Durchfluss- und Dosiermessgerät bietet sich als technisches Hilfsmittel an. Während der Fahrt und während der Ausbringung Rührwerk laufen lassen. Nach Arbeitspausen Spritzbrühe erneut sorgfältig aufrühren.

Spritzenreinigung
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden:

Restmengenverwertung
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben. Eventuell auftretende Reste von Spritzbrühe und aus der Gerätereinigung nie in die Kanalisation oder im Freiland ablassen, sondern verdünnt auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.

Maßnahmen im Unglücksfall

Erste Hilfe

Hinweise für den Arzt
Lebensfunktionen aufrecht erhalten. Kein spezifisches Antidot, symptomatische Behandlung.

Brand

Nach Verschütten/Auslaufen
Nicht in die Kanalisation gelangen lassen. Trocken aufnehmen, in entsprechenden Gefäßen zwischenlagern und vorschriftsgemäß entsorgen.

Hinweise für Transport und Lagerung

Transport
Nicht transportieren und lagern bei Temperaturen unter 0 °C und über 35 °C.

Lagerung
LGK11 (Lagerklasse nach VCI)
Im Originalbehälter bei Raumtemperatur lagern. Direktes Sonnenlicht vermeiden. Von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln fernhalten. So lagern, dass Betriebsfremde und Kinder keinen Zutritt haben.

Gefahrenhinweise

Achtung