Galipur®
Der Partner gegen Klettenlabkraut.

Herbizid zur Bekämpfung von Einjährigen Gräsern und Einjährigen zweikeimblättrigen Unkräuter in Futter- und Zuckerrüben, Deutschem Weidelgras und Italienischem Raygras zur Saatgutproduktion.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3421
Handelsform: 1 Liter

Vorteile

  • Spezialist gegen Klettenlabkraut und weitere Problemunkräuter
  • Unverzichtbar bei verspätetem Einsatz
  • Blatt- und Bodenwirkung

Wirkstoff

Ethofumesat (500 g/l, 44,1 Gew.-%), Suspensionskonzentrat

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
einjährige Gräser, einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Zuckerrübe, Futterrübe 0,6 l/ha in 200 - 300 l/ha Wasser im Stadium 12-19 im Abstand von 5 - 14 Tagen im Splittingverfahren spritzen;
max. 3 Anwendungen
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einjährige Gräser, einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Zuckerrübe, Futterrübe 1 l/ha in 200 - 300 l/ha Wasser im Stadium 14 spritzen;
max. 1 Anwendung in der Kultur bzw. je Jahr
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einjährige Gräser, einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Deutsches Weidelgras zur Saatgutproduktion, Italienisches Raygras zur Saatgutproduktion 2 l/ha in 200 - 300 l/ha Wasser im Stadium 22 - 29 der Kultur spritzen;
max. 1 Anwendung in der Kultur bzw. je Jahr
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Anwendung

Wirkungsweise
Der in Galipur enthaltene Wirkstoff Ethofumesat wird sowohl über das Blatt als auch über den Boden von den Unkräutern aufgenommen. Er hemmt das Wachstum der Keimlinge und jungen Unkräuter und führt damit zu ihrem Absterben.
Der Anwendungszeitpunkt sollte sich nach dem Stadium der zu bekämpfenden Unkräuter richten. Unkräuter werden am besten während des Auflaufens oder im Keimlingsstadium bekämpft.

Wirkungsspektrum

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Behördliche Auflagen
Die maximale Aufwandmenge von 1 kg/ha/Jahr Wirkstoff (Ethofumesat) auf derselben Fläche darf - auch in Kombination mit anderen diesen Wirkstoff enthaltenden Pflanzenschutzmitteln - nicht überschritten werden. Anwendung von Mitteln mit dem Wirkstoff Ethofumesat nur alle 3 Jahre auf derselben Fläche.

Sonstige Auflagen und Hinweise

Pflanzenverträglichkeit
Unter normalen Verhältnissen ist Galipur in Futter- und Zuckerrübensorten ausgezeichnet verträglich. Unter ungünstigen Bedingungen können Wachstumsstillstand oder Blattaufhellung an den Rübenblättern auftreten. Erfahrungsgemäß verschwinden diese beiden Symptome jedoch schnell wieder und haben keinerlei Ertragseinfluss. Kranke und geschwächte Rüben dürfen nicht mit Galipur behandelt werden. Zumischen von Netzmitteln, Formulierungshilfsstoffen bzw. von uns nicht empfohlenen Düngemitteln können die Verträglichkeit z. T. erheblich beeinflussen. Ungünstige pH-Werte oder Übersalzung von Böden sowie verspätete Wirkungen im Vorauflauf eingesetzter Herbizide können die Verträglichkeit einer Nachauflaufbehandlung stark herabsetzen.

Nachbau
Rüben können jederzeit nach der Anwendung von Galipur nachgebaut werden. Andere Kulturen können 3 Monate nach der Applikation gesät werden. Vor der neuen Saatbeetbereitung sollte der Boden auf mindestens 15 cm gepflügt werden.

Resistenzmanagement
Klassifikation des Wirkstoffes gemäß Herbicide Resistance Action Commitee (HRAC):
Wirkungsmechanismus (HRAC GRUPPE) N.

Wichtiger Hinweis
Die Verwendung von Erntegütern aus Zwischen- und Unterkulturen als Lebensmittel pflanzlicher Herkunft ist unzulässig.

Hinweise zur Anwendungstechnik

Mischbarkeit
Galipur ist mit allen Rübennachauflaufherbiziden wie Metamitron-Produkten (z.B. Modipur perfekt), Phenmedipham-Produkten (z.B. Pantopur profi) sowie Blattdüngern mischbar. Zu Tankmischungen von Galipur mit anderen Herbiziden keine Insektizide zugeben.
Bei Tankmischungen grundsätzlich die Gebrauchsanleitung der betroffenen Produkte beachten.

Ansetzen der Spritzbrühe

  1. Tank zu 2/3 mit der benötigten Wassermenge füllen.
  2. Rührwerk einschalten und bis zur Beendigung der Spritzarbeit eingeschalten lassen.
  3. Benötigte Menge Galipur über das Einfüllsieb langsam in den Spritztank geben.
  4. Restliche Wassermenge auffüllen.
    Spritzbrühe unmittelbar (innerhalb von 2 Stunden) ausbringen.
    Bei längeren Standzeiten - insbesondere bei niedrigen Wassertemperaturen (5°C) - kann es zu einer Kristallisation des Mittels kommen. Abdrift vermeiden.

Spritzenreinigung
Die Spritzgeräte sind sofort nach Beendigung der Spritzarbeit mit viel Wasser, besser noch mit einem speziellen Reinigungsmittel, gründlich zu reinigen und mit klarem Wasser nachzuspülen. Reinigungsflüssigkeit nicht in Gewässer gelangen lassen.

Maßnahmen im Unglücksfall

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Hinweise für den Arzt
Symptomatische Behandlung.

Maßnahmen im Unglücksfall

Hinweise für Transport und Lagerung

Die Behälter gut verschlossen aufbewahren. Kühl, trocken und mit ausreichender Luftzufuhr lagern. Nur im Originalbehälter aufbewahren. Produkt nicht in der Nähe von Lebensmitteln, Getränken, Tierfutter und für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Die Lagerung, der Transport und die Anwendung eines Pflanzenschutzmittels unterliegen weiteren gesetzlichen Bestimmungen.

Gefahrenhinweise