Destor®
Das Solo-Desmedipham.

Herbizid zur Bekämpfung einjähriger zweikeimblättriger Unkräuter in Futter- und Zuckerrüben sowie in Roten Rüben.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3435
Handelsform: 1 Liter

Vorteile

  • Spezialist gegen Amarant und weitere Problemunkräuter
  • Einsatz bei Korrekturspritzungen
  • Preisgünstiges Desmedipham für Eigenmischungen

Wirkstoff

160 g/l Desmedipham (Gew.-%: 15,5), Suspensionsemulsion (SE)

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Futter- und Zuckerrübe 1,5 l/ha in 200- 400 Liter Wasser, nach dem Auflaufen der Kultur Stadium 10 (Keimblattstadium: Keimblätter waagerecht entfaltet; 1. Laubblatt stecknadelkopfgross) bis Stadium 31 (Beginn Bestandesschluss: 10% der Pflanzen benachbarter Reihen berühren sich) der Kultur,
max. 2 Anwendungen im Abstand von 5-14 Tagen
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Rote Rüben 1,5 l/ha in 200 – 400 Liter Wasser, Nach dem Auflaufen der Kultur, Stadium 10 (Keimblattstadium: Keimblätter waagerecht entfaltet; 1. Laubblatt stecknadelkopfgross) bis Stadium 14 [4 Laubblätter (2. Blattpaar) entfaltet] der Kultur,
max. 2 Anwendungen im Abstand von 5-14 Tagen
Geringfügige Verwendung gem. Art. 51.

Wartefrist
Keine Wartefrist

Anwendungsempfehlungen

Wirkungsweise
Destor ist ein Herbizid gegen aufgelaufene Unkräuter in Futter- und Zuckerrüben sowie in Roten Rüben. Destor wird ausschließlich über die Blätter der Unkräuter aufgenommen und wirkt somit unabhängig von Bodenfeuchte und Bodenart.

Wirkungsspektrum

Futterrüben, Zuckerrüben
gegen einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
Aufwandmenge: 1,5 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser im Splittingverfahren spritzen
Anwendungszeitpunkt: Nach dem Auflaufen der Kultur; Stadium 10 (Keimblattstadium: Keimblätter waagerecht entfaltet; 1. Laubblatt stecknadelkopfgross) bis Stadium 31 (Beginn Bestandesschluss: 10% der Pflanzen benachbarter Reihen berühren sich) der Kultur;
max. 2 Anwendung in der Kultur bzw. je Jahr im Abstand von 5 - 14 Tagen.

Rote Rübe
gegen einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
Aufwandmenge: 1,5 l/ha in 200 - 400 l/ha Wasser spritzen
Anwendungszeitpunkt: Nach dem Auflaufen der Kultur; Stadium 10 (Keimblattstadium: Keimblätter waagerecht entfaltet; 1. Laubblatt stecknadelkopfgross) bis Stadium 14 [4 Laubblätter (2. Blattpaar) entfaltet] der Kultur;
max. 2 Anwendung in der Kultur bzw. je Jahr im Abstand von 5 - 14 Tagen.
Geringfügige Verwendung gem. Art. 51.

Pflanzenverträglichkeit
Unter normalen Verhältnissen ist Destor in Futter- und Zuckerrüben sowie in Roten Rüben ausgezeichnet verträglich. Unter ungünstigen Bedingungen können Wachstumsstillstand oder Blattaufhellung an den Rübenblättern auftreten. Erfahrungsgemäß verschwinden diese Symptome jedoch schnell wieder und haben keinerlei Ertragseinfluss. Kranke und geschwächte Rüben dürfen nicht mit Destor behandelt werden. Zumischen von Netzmitteln, Formulierungshilfsstoffen bzw. von uns nicht empfohlenen Düngemitteln können die Verträglichkeit z. T. erheblich beeinflussen.

Mischbarkeit
Destor ist mit allen Rübennachauflaufherbiziden wie Metamitronprodukten wie z.B. Modipur perfekt sowie mit Phenmedipham- und Ethofumesate-hältigen Produkten wie z.B. Pantpur profi und Galipur mischbar.
Zu Tankmischungen von Destor mit anderen Herbiziden keine Insektizide zugeben.
Bei Tankmischungen grundsätzlich die Gebrauchsanleitung der betroffenen Produkte beachten

Nachbau
Nach Behandlung mit Destor können alle Kulturen in der Fruchtfolge nachgebaut werden.

Sonstige Auflagen und Hinweise
Das Mittel besitzt keine nachhaltige Wirkung. Niederhaltung zwecks Führung der Kultur möglich.
Schäden an der Kulturpflanze möglich.
Mögliche Schäden an der Kultur liegen im Verantwortungsbereich des Anwenders. Vor dem Mitteleinsatz ist daher die Pflanzenverträglichkeit und Wirksamkeit unter den betriebsspezifischen Bedingungen zu prüfen. Keine Anwendung in Beständen, die zur Saatguterzeugung dienen. Schäden an benachbart wachsenden Kulturpflanzen möglich.
Insgesamt nicht mehr als 2 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode.
Klassifikation des/der Wirkstoffe(s) gemäß Herbicide Resistance Action
Committee (HRAC): Wirkmechanismus (HRAC GRUPPE): C1

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Ansetzen der Spritzbrühe

  1. Tank zu 2/3 mit der benötigten Wassermenge füllen.
  2. Rührwerk einschalten und bis zum Ende der Spritzarbeit eingeschaltet lassen.
  3. Benötigte Menge Destor über das Einfüllsieb langsam in den Spritztank geben.
  4. Restliche Wassermenge auffüllen.

Spritzbrühe unmittelbar (innerhalb von 2 Stunden) ausbringen. Bei längeren Standzeiten insbesonders bei niedrigen Wassertemperaturen (5°C) kann es zu Kristallisation des Mittels kommen. Abdrift vermeiden.

Reinigung
Die Spritzgeräte sind sofort nach Beendigung der Spritzarbeit mit viel Wasser, besser noch mit einem speziellen Reinigungsmittel, gründlich zu reinigen und mit klarem Wasser nachzuspülen. Reinigungsflüssigkeit nicht in Gewässer gelangen lassen.

Maßnahmen im Unglücksfall

Erste-Hilfe-Maßnahmen
Vergiftungsinformationszentrale: Telefon 01/406 43 43

Hinweise für den Arzt
Symptomatische Behandlung.

Im Brandfall
Sprühwasser, Trockenlöschmittel, Kohlendioxid (CO2) oder Schaum. Es darf kein massiver Wasserstrahl verwendet werden, weil er das Feuer ausstreuen und ausbreiten kann. Umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät und Schutzkleidung tragen. Im Brandfall und/oder bei einer Explosion Gase nicht einatmen.

Bei Verschütten
Verschüttete Menge mit inertem Material aufnehmen (z.B. trockenem Sand oder Erde), dann in einen Behälter für Chemieabfälle geben.

Handhabung und Lagerung
Die Behälter gut verschlossen aufbewahren. Kühl, trocken und mit ausreichender Luftzufuhr lagern. Nur im Originalbehälter aufbewahren. Produkt nicht in der Nähe von Lebensmitteln, Getränken, Tierfutter und für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Gefahrenhinweise

Achtung