Dantop®
Das stärkste Insektizid.

Wasserdispergierbares Granulat gegen Blattläuse (Virusvektoren) und Kartoffelkäfer im Kartoffelbau sowie im Zierpflanzenbau und Gemüsebau im Freiland und unter Glas.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3426
Handelsformen: 100 g, 500 g

Wirkstoff

500 g/kg Clothianidin (50 Gew.-%), Wasserdispergierbares Granulat (WG)

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
Blattläuse
als Virusvektoren
Kartoffel
(Pflanzgutbehandlung)
(im Freiland)
0,3 kg/ha in 60 - 100 l/ha Wasser beim Legen im Stadium 00 (Knolle im Ruhestadium) bis Stadium 03 (Ende der Keimruhe: Keime 2-3 mm) spritzen oder sprühen
Max. 1 Anwendung
-
Blattläuse
als Virusvektoren
Kartoffel
(nur in Beständen zur Pflanzguterzeugung)
(im Freiland)
0,15 kg/ha in 200 – 500 l/ha Wasser im Stadium 11 (1. Laubblatt größer als 4 cm am Hauptspross entfaltet) bis Stadium 91 (Beginn der Laubblattvergilbung bzw. Laubblattaufhellung) spritzen
Max. 2 Anwendungen im Abstand von 7 – 14 Tagen
-
Kartoffelkäfer
(Leptinotarsa decemlineata)
Kartoffel
(im Freiland)
0,035 kg/ha in 200 – 500 l/ha Wasser nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf im Stadium 11 (1. Laubblatt größer als 4 cm am Hauptspross entfaltet) bis Stadium 91 (Beginn der Laubblattvergilbung bzw. Laubblattaufhellung) spritzen
Max. 2 Anwendungen im Abstand von 10 – 14 Tagen
-
Kohlmottenschildlaus
(Aleyrodes proletella),
Mehlige Kohlblattlaus
(Brevicoryne brassicae),
Kleine Kohlfliege
(Delia radicum)
Kohlrabi
(Jungpflanzen in Anzuchtgefäßen)
(im Freiland und unter Glas)
2,4 g/1000 Pflanzen in 3 l Wasser/m² bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome, ab Stadium 12 (2. Laubblatt bzw. Blattpaar oder Blattquirl entfaltet) gießen
Max. 1 Anwendung
Geringfügige Verwendung gemäß Art. 51
42 Tage
Kohlmottenschildlaus
(Aleyrodes proletella),
Mehlige Kohlblattlaus
(Brevicoryne brassicae),
Kleine Kohlfliege
(Delia radicum)
Rot-, Weiß- und Spitzkraut sowie in Wirsingkohl, Kohlsprossen, Blumenkohle und Blattkohle (alle als Jungpflanzen in Anzuchtgefäßen)
(unter Glas)
2,4 g/1000 Pflanzen in 3 l Wasser/m² bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome, ab Stadium 12 (2. Laubblatt bzw. Blattpaar oder Blattquirl entfaltet) gießen
Max. 1 Anwendung
Geringfügige Verwendung gemäß Art. 51
70 Tage (Rot-, Weißund Spitzkraut, Wirsingkohl, Blumenkohle und Blattkohle)
90 Tage (Kohlsprossen)
Blattläuse Zierpflanzenkulturen
(unter Glas)
150 g/ha in 600-1000 l Wasser/ha (Pflanzengröße bis 50 cm) bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome spritzen
Max. 2 Anwendungen im Abstand von mindestens 7 Tagen
Geringfügige Verwendung gemäß Art. 51
-
Blattläuse, Zikaden Kräuter (frisch)
(im Freiland)
0,15 kg/ha in 200-400 l Wasser/ha bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome spritzen
Max. 1 Anwendung
Geringfügige Verwendung gemäß Art. 51
7 Tage

Gebrauchsanleitung

Wirkungsweise
Dantop® ist ein Insektizid, das eine gute und nachhaltige Wirkung gegen saugende und beißende Insekten besitzt. Die Aufnahme des Wirkstoffes Clothianidin in die Pflanze kann sowohl über das Blatt, als auch über die Wurzel erfolgen. Durch die gute Verteilung in der Pflanze (systemisch) schützt Dantop® nicht nur behandelte Pflanzenteile, sondern auch neu ausgetriebene Blätter und unbehandelte Bereiche der Pflanze. In abreifenden oder gestressten Pflanzen kann die Verteilung des Wirkstoffes eingeschränkt sein. Bei der Spritzanwendung wirkt Dantop® auch als Kontaktgift.
Der Wirkstoff Clothianidin aus der Gruppe der Neonicotinoide blockiert die Acetylcholin-Rezeptoren im zentralen Nervensystem und führt zu einer raschen Schädigung der Insekten, die dadurch umgehend ihre Fraß- und Saugtätigkeit an den Pflanzen einstellen.
Dantop® wirkt weitgehend temperaturunabhängig und auch bei wechselhaften oder warmen Witterungsbedingungen zuverlässig. Die schnelle Aufnahme von Dantop® in die Pflanze sorgt für eine gute Regenfestigkeit.

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

1. Pflanzgutbehandlung gegen Blattläuse als Virusvektoren an Kartoffeln
Dantop® wird beim Legen der Kartoffeln als Pflanzgutbehandlung mit 300 g/ha in 60 bis 100 l Wasser/ha auf das Pflanzgut gespritzt oder gesprüht.

2. Spritzanwendung gegen Blattläuse als Virusvektoren an Kartoffeln (ausschließlich in Beständen zur Pflanzguterzeugung)
Dantop® wird nach Befallsbeginn oder ab Warndienstaufruf in Beständen zur Pflanzguterzeugung mit 150 g/ha in 200 bis 500 l Wasser/ha bis zu 2 x im Abstand von 7 bis 14 Tagen gespritzt.

3. Kartoffelkäfer an Kartoffeln
Dantop® wird nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf mit 35 g/ha in 200 bis 500 l Wasser/ha bis zu 2 x im Abstand von mindestens 10 bis 14 Tagen gespritzt.
Spritztechnik und Wassermenge sollten in jedem Fall eine gründliche Benetzung aller zu behandelnden Pflanzenteile gewährleisten!

4. Gießanwendung gegen Kohlmottenschildlaus (Aleyrodes proletella), Mehlige Kohlblattlaus (Brevicoryne brassicae), Kleine Kohlfliege (Delia radicum) in Kohlrabi (Jungpflanzen in Anzuchtgefäßen) im Freiland und unter Glas
Dantop® wird bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome, ab Stadium 12 (2. Laubblatt bzw. Blattpaar oder Blattquirl entfaltet) mit 2,4 g/1000 Pflanzen in 3 l Wasser/m² mit maximal einer Anwendung gegossen.
Wartefrist: 42 Tage
Geringfügige Verwendung gemäß Art. 51

5. Gießanwendung gegen Kohlmottenschildlaus (Aleyrodes proletella), Mehlige Kohlblattlaus (Brevicoryne brassicae), Kleine Kohlfliege (Delia radicum) in Rot-, Weiß- und Spitzkraut sowie in Wirsingkohl, Kohlsprossen, Blumenkohle und Blattkohle (alle als Jungpflanzen in Anzuchtgefäßen) unter Glas
Dantop® wird bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome, ab Stadium 12 (2. Laubblatt bzw. Blattpaar oder Blattquirl entfaltet) mit 2,4 g/1000 Pflanzen in 3 l Wasser/m² mit maximal einer Anwendung gegossen.
Wartefristen: 70 Tage (Rot-, Weiß- und Spitzkraut, Wirsingkohl, Blumenkohle und Blattkohle) und 90 Tage (Kohlsprossen)
Geringfügige Verwendung gemäß Art. 51

6. Spritzanwendung gegen Blattläuse in Zierpflanzen unter Glas
Dantop® wird bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome mit 150 g/ha in 600-1000 l Wasser/ha bei einer Pflanzengröße bis 50 cm mit maximal zwei Anwendungen im Abstand von mindestens 7 Tagen gespritzt.
Keine Wartefrist
Geringfügige Verwendung gemäß Art. 51

7. Spritzanwendung gegen Blattläuse und Zikaden in frischen Kräutern im Freiland
Dantop® wird bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome mit 0,15 kg/ha in 200-400 l Wasser/ha mit maximal einer Anwendung gespritzt.
Wartefrist: 7 Tage
Geringfügige Verwendung gemäß Art. 51

Pflanzenverträglichkeit
Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass Dantop® in allen zugelassenen Aufwandmengen von allen Kartoffelsorten gut vertragen wird. Bei den Indikationen im Gemüse- und Zierpflanzenbau ist die Kulturverträglichkeit vor dem Mitteleinsatz zu prüfen.

Resistenzvorbeugung
Klassifikation des Wirkstoffes gemäß Insecticide Resistance Action Committee (IRAC):
Wirkmechanismus (IRAC Gruppe): 4A
Nach einer Pflanzgutbehandlung mit Dantop® darf mit diesem Mittel keine Spritzbehandlung mehr auf derselben Kartoffelfläche erfolgen, um Resistenzen vorzubeugen.
Insektizide sollen nur gezielt und mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen eingesetzt werden, um Resistenzbildung möglichst zu vermeiden. Dantop® enthält den Wirkstoff Clothianidin, der zur chemischen Klassen der Neonicotinoide gehört. Aufgrund seines spezifischen Wirkungsmechanismus im komplexen biologischen System der Schädlinge kann eine Resistenzbildung gegen diesen Wirkstoff bzw. diese Wirkstoffklasse nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es aber keine Erkenntnisse über nachgewiesene Resistenzen jener Schädlinge, gegen die Dantop® zugelassen ist.

Wartefristen
Kartoffeln, Zierpflanzen: Keine Wartefrist
Kohlrabi: 42 Tage
Rot-, Weiß-, Spitzkraut, Wirsingkohl, Blumenkohle und Blattkohle: 70 Tage
Kohlsprossen: 90 Tage
Kräuter: 7 Tage

Hinweise zur Anwendungstechnik

Mischbarkeit
Nach unseren Erfahrungen ist Dantop® mit den handelsüblichen Fungiziden und Düngern wie z. B. Moximate® 725 WG und Folifert® super mischbar.

Spritzarbeit
Spritzgeräte regelmäßig auf Prüfstand testen. Vor der Behandlung Gerät auslitern und Düsenausstoß kontrollieren. Während der Fahrt und während des Spritzens Spritzbrühe durch Rührwerk oder Rücklauf in Bewegung halten. Nach Arbeitspausen Spritzbrühe erneut aufrühren.

Ansetzen der Spritzbrühe

  1. Tank zu ½ bis ¾ mit Wasser füllen.
  2. Rührwerk einschalten.
  3. Dantop® ohne Siebeinsatz in den Tank geben.
  4. Gegebenenfalls nach vollständiger Auflösung von Dantop® Mischpartner hinzufügen.
  5. Tank mit Wasser auffüllen; die Wasserzuleitung unter die Wasseroberfläche verhindert ein Schäumen der Lösung. Wasserschlauch nicht direkt in die Spritzbrühe eintauchen, da die Gefahr des Brühe-Rückflusses bei Druckabfall in der Wasserleitung besteht. Fülltrichter verwenden, der in die Spritzbrühe eintaucht. Rührwerk laufen lassen. Nach Arbeitspausen Spritzbrühe erneut sorgfältig aufrühren.

Spritzenreinigung
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden:

Restmengenverwertung
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben. Eventuell auftretende Reste von Spritzbrühe und aus der Gerätereinigung nie in die Kanalisation oder im Freiland ablassen, sondern auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.

Maßnahmen im Unglücksfall

Brand

Übliche Maßnahmen bei Bränden mit Chemikalien. Kontaminiertes Löschwasser getrennt sammeln, darf nicht in die Kanalisation und nicht in Oberflächengewässer gelangen. Persönliche Schutzausrüstung verwenden. Im Brandfall, wenn nötig, umluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen.

Nach Verschütten/Auslaufen
Nicht in Oberflächengewässer oder in die Kanalisation gelangen lassen. Trocken aufnehmen, in entsprechenden Gefäßen zwischen lagern und vorschriftsgemäß entsorgen.

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Hinweise für den Arzt
Kein spezifisches Antidot, symptomatische Behandlung.

Hinweise für Transport und Lagerung

Transport
Nicht transportieren und lagern bei Temperaturen unter 0 °C und über 30 °C.

Lagerung
LGK 11 (Lagerklasse nach VCI)
So lagern, dass Betriebsfremde und Kinder keinen Zutritt haben. Lagerung und Transport haben in geschlossenen Originalverpackungen, getrennt von Lebensmitteln, Getränken und Futtermitteln zu erfolgen.

Gefahrenhinweise

Achtung