Calma®
Ich steh drauf.

Calma ist der Wachstumsregler im Getreide mit der innovativen und einzigartigen E³-Formulierung des bewährten Wirkstoffes Trinexapacethyl.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3163
Handelsformen: 1 Liter, 5 Liter

Vorteile

  • Gleiche und sichere Wirkung bei geringerem Wirkstoffgehalt
  • Schnelle Wirkstoffaufnahme für superschnelle Regenfestigkeit
  • Schnelle Wirkstoffankunft am Zielort für zuverlässige Wirkung
  • Witterungsunabhängiger – für größere Einsatzflexibilität

Wirkstoff

175 g/l Trinexapac-ethyl, Emulsionskonzentrat

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge Wartefrist
Halmfestigung Winterweichweizen, Winterhartweizen 0,4 l/ha in 200-400 l/ha Wasser im Frühjahr ab Stadium 31 (1 - Knoten-Stadium) bis Stadium 39 (Ligula(Blatthäutchen-)Stadium) spritzen;
max. 1 Anwendung
-
Halmfestigung Wintergerste 0,8 l/ha in 200-400 l/ha Wasser im Frühjahr ab Stadium 31 (1 - Knoten-Stadium) bis Stadium 39 (Ligula(Blatthäutchen-)Stadium) spritzen;
max. 1 Anwendung
-
Halmfestigung Winterroggen, Wintertriticale 0,6 l/ha in 200-400 l/ha Wasser im Frühjahr ab Stadium 31 (1 - Knoten-Stadium) bis Stadium 39 (Ligula(Blatthäutchen-)Stadium) spritzen;
max. 1 Anwendung
-

Behördliche Auflagen
Zum Schutz von Gewässerorganismen nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern anwenden. In jedem Fall ist eine unbehandelte Pufferzone von 1 m zu Oberflächengewässern einzuhalten.

Wirkungsweise
Calma ist ein Wachstumsregler im Getreide. Calma ist als Emulsionskonzentrat formuliert und wird in kürzester Zeit über die grünen Pflanzenteile in die Pflanze aufgenommen und in das meristematisch aktive Gewebe transportiert. Dort setzt die wachstumsregulierende Wirkung durch die Hemmung des Längenwachstums ein. Durch die Reduktion des internodialen Längenwachstums wird die Pflanzenhöhe reguliert bzw. vermindert.
Gleichzeitig führt der Einsatz von Calma zu einer Verstärkung der Halmwand und zu einer Vergrößerung des Halmdurchmessers. Der Einsatz von Calma führt zu einer Halmfestigung und sorgt für eine bessere Standfestigkeit des Getreides. Das Auftreten von Lager kann durch den Einsatz von Calma weitgehend verhindert bzw. der Zeitpunkt des Lagereintritts so hinausgezögert und die Stärke des Lagers so weit verringert werden, dass das Ausschöpfen des standortspezifischen Ertragspotentials gesichert wird.

Anwendungshinweise

Calma erhöht die Halmfestigkeit und vermindert so das Lagerrisiko. Lager, das durch Unwetter (starke Niederschläge, Wind) verursacht wird, kann nicht verhindert werden.
Calma sollte eingesetzt werden, wenn mit Lager zu rechnen ist und das Ertragspotential bei hoher Anbauintensität abgesichert werden soll. Die besten Wirkungserfolge zur Lagervermeidung werden beim frühzeitigen Einsatz vom 1-Knoten-Stadium bis zum 4-Knoten-Stadium (BBCH 31-34) erzielt. Frühe Einsatztermine führen zu einer Verstärkung der Halmwand sowie zu einer stärkeren Einkürzung der unteren Halmbereiche. Spätere Einsatztermine (ab BBCH 37) hingegen kürzen weniger die unteren, sondern insbesondere die darüberliegenden Halmabschnitte ein. Die besten Ergebnisse werden erreicht, wenn ein ausreichender Ernährungszustand und eine ausreichende Wasserversorgung des Bestandes gewährleistet sind. Der Einsatz von Calma auf Standorten mit unzureichender Stickstoffversorgung bzw. unsicherer Wasserversorgung während des Hauptwachstums sollte unterbleiben bzw. die Aufwandmenge reduziert werden. Mangelhaft ernährte, kranke, dünne und in ihrer Entwicklung geschwächte Bestände sollten nicht behandelt werden.
Calma kann über einen langen Zeitraum mit hoher Wirksamkeit eingesetzt werden. Dies ermöglicht eine Anwendung bei günstigen Witterungsbedingungen für eine optimale Wirkung. Der Einsatz von Calma bei trockenem Bestand, guten Lichtverhältnissen, bei aufgelockerter Bewölkung, wüchsigen Bedingungen (Temperatur, Nährstoff- und Wasserversorgung) führt zu den besten Ergebnissen. Keine Anwendung von Calma unmittelbar vor oder nach Nachtfrost und bei sehr hohen Tagestemperaturen.

Mischbarkeit
Calma ist mit gebräuchlichen Fungiziden wie z.B. Mystic® 250 EW sowie mit Herbiziden wie z.B. Dicopur® M mischbar. Von Mischungen mit Carfentrazon- oder Cinidon-ethyl-haltigen Produkten raten wir ab. Weiterhin ist Calma mit gebräuchlichen Insektiziden wie Kaiso® Sorbie, sowie mit CCC wie Stabilan® 400 oder Ethephon-haltigen Produkten mischbar. Beim Einsatz in Mischung mit Triazol-Kombinationen kann die Aufwandmenge von Calma bis zu 25 % reduziert werden. Eine Aufwandmenge von 0,3 l/ha Calma sollte jedoch nicht unterschritten werden. Mischungen von Calma und AHL (Markenware) sind in Winterweizen und Wintergerste möglich bis BBCH 37 mit max. 15 kg N/ha (entsprechen 42 l AHL/ha). Dabei ist ein AHL-Wasser-Verhältnis von 1 zu 4 einzuhalten, d.h. 1 Teil AHL auf min. 4 Teile Wasser. Bei N-haltigen Mischungen keine weiteren Mischungspartner, wie z. B. Fungizide, hinzugeben. Keine Anwendung der Tankmischung von Calma und AHL in Winterroggen.
Tankmischungen umgehend ausbringen. Für spezifische Mischungen, insbesondere Mehrfachmischungen und Mischungen mit CCC, wenden Sie sich bitte an unsere Fachberatung oder an Ihren Vertriebsberater vor Ort. Für eventuelle negative Auswirkungen von Mischungen, die von uns nicht empfohlen werden, haften wir nicht.

Pflanzenverträglichkeit
Calma wird nach bisheriger Kenntnis von allen Wintergetreidearten ohne Sorteneinschränkung gut vertragen.
Die einzelnen Sorten können standortabhängig verschieden reagieren; auf die regionalen Empfehlungen der Fachberatung wird verwiesen.

Anwendungstechnik

Ansetzen der Spritzbrühe
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig.
Tank zu ½ mit Wasser füllen, Calma gut schütteln und in den Tank geben. Tank mit Wasser auffüllen und Rührwerk betätigen, um das Produkt in der Spritzbrühe gleichmäßig zu verteilen.
Spritzgerät regelmäßig auf Prüfstand testen. Vor der Behandlung Gerät auslitern und Düsenausstoß kontrollieren. Während der Fahrt und während des Spritzens Spritzbrühe durch Rührwerk oder Rücklauf in Bewegung halten. Nach Arbeitspausen Spritzbrühe erneut aufrühren. Beim Ausbringen von Calma ist auf eine gute, gleichmäßige Verteilung der Spritzbrühe zu achten. Überdosierungen sind zu vermeiden. Abdrift auf Nachbarkulturen vermeiden.

Reinigung
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gespült werden. Unvermeidliche anfallende Spritzflüssigkeitsreste im Verhältnis 1:10 verdünnen und auf der behandelten Fläche ausbringen. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen, Spülwasser der Spritzbrühe beigeben. Die grobe Reinigung von Spritzen mit Wasser und Waschbürste auf dem Feld vornehmen. Reste von Reinigungswasser nicht über die Hofabläufe in die Kanalisation und Gewässer gelangen lassen.

Nachbau
Nach dem Einsatz von Calma können alle Kulturen in der Fruchtfolge (auch bei vorzeitigem Umbruch) nachgebaut werden.

Erste Hilfe

Gefahrenhinweise

Achtung