Butoxone®
Wenn Distel keine Alternative ist.

Herbizid zur Bekämpfung von Unkräutern und Disteln in Gemüse- und Futtererbsen

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 1052
Handelsform: 5 Liter

Vorteile

  • Rasche Wirkung durch Wuchsstoff
  • Sichere und zuverlässige Distelbekämpfung
  • Auch noch wirksam bis 20 cm Wuchshöhe

Wirkstoff

MCPB (400 g/l; 34,8 Gew.-%) (als MCPB-Na Salz 438 g/l 38,1 Gew.-%), Wasserlösliches Konzentrat (SL)

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge
zweikeimblättriger Unkräuter Futtererbsen 4,5 l/ha in 200–400 l/ha Wasser nach dem Auflaufen der Kultur ab dem Stadium 13 [3. Laubblatt mit Stipeln und Ranke (oder 3. Ranke) entfaltet] bis zum Stadium 51 (Erste Blütenknospen sichtbar) der Kultur spritzen.
Max. 1 Anwendung.
zweikeimblättriger Unkräuter Futtererbsen 2 l/ha (1. Anwendung) und 2,5 l/ha (2. Anwendung) in 200–400 l/ha Wasser nach dem Auflaufen der Kultur (1. Anwendung: bei 8–15 cm Wuchshöhe der Kultur, 2. Anwendung: bis ca. 20 cm Wuchshöhe der Kultur) im Abstand von 7–14 Tagen spritzen.
Max. 2 Anwendungen
zweikeimblättriger Unkräuter Gemüseerbsen 4,5 l/ha in 200–400 l/ha Wasser nach dem Auflaufen der Kultur ab dem Stadium 13 [3. Laubblatt mit Stipeln und Ranke (oder 3. Ranke) entfaltet] bis zum Stadium 51 (Erste Blütenknospen sichtbar) der Kultur spritzen.
Max. 1 Anwendung.
zweikeimblättriger Unkräuter Gemüseerbsen 2 l/ha (1. Anwendung) und 2,5 l/ha (2. Anwendung) in 200–400 l/ha Wasser nach dem Auflaufen der Kultur (1. Anwendung: bei 8–15 cm Wuchshöhe der Kultur, 2. Anwendung: bis ca. 20 cm Wuchshöhe der Kultur) im Abstand von 7–14 Tagen spritzen.
Max. 2 Anwendungen.

Sonstige Auflagen und Hinweise
Der maximale Mittelaufwand darf 4,5 L/ha pro Vegetationsperiode nicht überschreiten.
Für die 1., 3. Anwendung:
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.
Für die 2., 4. Anwendung:
Insgesamt nicht mehr als 2 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode.

Wirkungsweise
Butoxone® ist ein Wuchsstoffherbizid zur Bekämpfung zweikeimblättriger Samenunkräuter und Wurzelunkräuter, insbesonders Weißer Gänsefuß und Distelarten und wirkt daher am besten bei warmem, wüchsigem Wetter. ln der Praxis haben sich Spritzungen am Vormittag – auch auf leicht taufeuchten Beständen – bewährt, da wüchsige Bedingungen am selben Tag die Wirkung fördern.
Anhaltend kaltes Wetter, Niederschläge kurz nach der Spritzung oder schwaches Unkrautwachstum durch starke Trockenheit mit starker Wachsschicht mindern den Bekämpfungserfolg.
Nicht bei Gefahr von Nachtfrösten anwenden, oder wenn die Erbsen durch Frost, Staunässe, etc. geschwächt sind.

Wirkungsspektrum

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Anwendungsempfehlungen
Butoxone® wird im Nachauflaufverfahren in Erbsen eingesetzt. Frühestmöglicher Einsatztermin ist im Stadium 13 der Erbsen. Empfohlen wird die Anwendung im Splittingverfahren mit 2 l/ha (1. Anwendung) + 2,5 l/ha (2.Anwendung). Dabei sollte die erste Anwendung bei einer Wuchshöhe der Erbsen von 8 – 15 cm erfolgen und ab dem 2 Blattstadium der Unkräuter. Bei gleichmäßig auflaufenden Unkräutern, wüchsigen Witterungsbedingungen und Unkräutern im Jugendstadium kann eine Anwendung ausreichend sein. Sollte dies nicht der Fall sein muss die 2. Spritzung rechtzeitig erfolgen.
Während der Anwendung und an den nachfolgenden Tagen sollen wüchsige Bedingungen herrschen und die Temperaturen nicht unter + 5 °C und über + 25 °C und die Luftfeuchtigkeit nicht unter 60 % liegen. Bei anhaltender Trockenheit, verbunden mit hohen Temperaturen und niedriger Luftfeuchtigkeit, können Wirkstoffaufnahme und -ableitung beeinträchtigt werden. Keine Anwendung wird empfohlen bei Frost bzw. frostgeschädigten Beständen, bei extremer Trockenheit, bei Staunässe bzw. in Beständen, die unter Nährstoffmangel, Krankheiten sowie Schädlingsbefall leiden.

Pflanzenverträglichkeit
Butoxone® ist grundsätzlich gut in Erbsen verträglich. Unter Stressbedingungen wie schwach ausgebildeter Wachsschicht zum Behandlungszeitpunkt, schlechter Bodenstruktur (z. B. Verdichtungen, Staunässe) sowie ungünstigen Witterungsverläufen nach der Anwendung (z. B. kühle und feuchte Witterung, extreme Trockenheit, starke Tag-Nacht-Temperaturschwankungen, niedrige Nachttemperaturen) können Blattaufhellungen auftreten, die sich jedoch normalerweise rasch auswachsen und den Ertrag nicht nachteilig beeinflussen.

Resistenzvorbeugung
Butoxone® enthält den Wirkstoff MCPB. Der Wirkmechanismus von MCPB wird der HRAC Gruppe O zugeordnet.
Geeignete Resistenzvorbeugungsstrategien (wie z. B. Tankmischungen mit Wirkstoffen aus anderen Gruppen) sind zu berücksichtigen. Weitere Informationen siehe Internet http://www.plantprotection.org.
Wenn diese Herbizide über mehrere Jahre auf demselben Feld eingesetzt werden, ist regional eine Selektion von resistenten Biotypen potenziell möglich.

Geeignete Resistenzvermeidungsstrategien sind zu berücksichtigen, wie z.B.:

Hinweise zur Anwendungstechnik

Mischbarkeit
Butoxone® ist mit Fungiziden und Insektiziden wie Kaiso® Sorbie mischbar.
Mischungen möglichst umgehend ausbringen. Für evtl. negative Auswirkungen von Tankmischungen mit von uns nicht als mischbar eingestuften Produkten haften wir nicht.
Bei Verwendung mehrerer Produkte in einer Tankmischung können unvorhergesehene Wechselwirkungen auftreten. Generell sind die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sowie die Grundsätze der Guten Landwirt schaftlichen Praxis zu beachten.

Spritzarbeit
Spritzgerät regelmäßig auf Prüfstand testen! Vor der Behandlung Gerät auslitern und Düsenausstoß kontrollieren. Während der Fahrt und während des Spritzens Spritzbrühe durch Rührwerk oder Rücklauf in Bewegung halten. Nach Arbeitspausen Spritzbrühe erneut aufrühren.

Ansetzen der Spritzbrühe
Spritzgeräte regelmäßig auf Prüfstand testen lassen.
Reihenfolge der Spritzarbeit:

  1. Tank zu 1/2 bis 3/4 mit Wasser füllen.
  2. Rührwerk einschalten.
  3. Produkt vor dem Einfüllen kräftig schütteln!
  4. Butoxone® über das Einspülsieb oder direkt in den Tank geben.
  5. Entleerten Produktbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben.
  6. Tank mit Wasser auffüllen; die Wasserzuleitung unter die Wasseroberfläche verhindert ein Schäumen der Lösung. Wasserschlauch nicht direkt in die Spritzbrühe eintauchen, da die Gefahr des Brühe-Rückflusses bei Druckabfall in der Wasserleitung besteht. Fülltrichter verwenden, der in die Spritzbrühe eintaucht. Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig.
  7. Spritzflüssigkeit nach dem Ansetzen umgehend bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritzenreinigung
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden:

Rührwerk für mindestens 15 Minuten einschalten. Anschließend Reinigungsflüssigkeit bei laufendem Rührwerk durch die Düsen auf der behandelten Fläche verspritzen. Die grobe Reinigung von Spritzen mit Wasser und Waschbürste auf dem Feld vornehmen. Reste von Reinigungswasser nicht über die Hofabläufe in die Kanalisation und Gewässer gelangen lassen. Spritzgeräte regelmäßig auf einem Prüfstand testen lassen.

Restmengenverwertung
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben.
Eventuell auftretende Reste von Spritzbrühe und aus der Gerätereinigung nie in die Kanalisation oder im Freiland ablassen, sondern verdünnt auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.

Maßnahmen im Unglücksfall

Erste Hilfe

Hinweise für den Arzt

Brand

Im Brandfall können (HCl,Cl2,CO) entstehen.Persönliche Schutzausrüstung verwenden. Im Brandfall, wenn nötig, umluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen. Übliche Maßnahmen bei Bränden mit Chemikalien. Kontaminiertes Löschwasser getrennt sammeln, darf nicht in die Kanalisation gelangen.

Hinweise für Transport und Lagerung

Transport
Nicht transportieren und lagern bei Temperaturen unter 0 °C und über 40 °C.

Lagerung
LGK 12/10 (Lagerklasse nach VCI)
In verschlossener Originalverpackung, getrennt von Nahrungsund Futtermitteln, nicht unter 0 °C und über 40 °C lagern und transportieren. So lagern, dass Betriebsfremde und Kinder keinen Zutritt haben.

Gefahrenhinweise

Gefahr