Austriebsspritzmittel 7 E
Für einen guten Start.

Austriebsspritzmittel gegen überwinternde Schädlinge im Obstbau und Rote Spinne im Weinbau.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 1739
Handelsformen: 10 Liter, 25 Liter, 200 Liter

Vorteile

  • Einzigartiges Wirkprinzip
  • Keine Resistenzgefahr
  • Frühzeitige Schädlingsreduktion
  • Große Wirkungsbreite gegen überwinternde Schädlinge
  • Erfasst auch Schildläuse

Wirkstoff

Paraffinöl (836,5 g/l, 99 Gew.-%), Emulsionskonzentrat

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge
Überwinternde Schädlinge
(Jungstadien)
zwischen Knospenschwellen und Mausohrstadium bei Temperaturen über 0 °C
Obstbau 3 %
Obstbaumspinnmilbe
(Rote Spinne, Panonychus ulmi)
im Grünknospenstadium bei Temperaturen über 0 ° C
Obstbau 2 %
Obstbaumspinnmilbe
(Rote Spinne, Panonychus ulmi)
vom Grünknospen- bis zum Rotknospenstadium
Obstbau 1 %
Obstbaumspinnmilbe
(Rote Spinne, Panonychus ulmi)
bei Temperaturen über 0 ° C
Weinbau 2 %

Wartefrist:
Abgedeckt durch zugelassenen Anwendungszeitraum.

Wirkung

Austriebsspritzmittel 7 E überzieht die Schädlinge mit einem Ölfilm, unter welchem diese dann ersticken. Eine Selektion von resistenten Stämmen kann deshalb nicht stattfinden.

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Obstbau: Gegen überwinternde Stadien von San-José-Schildlaus, Zwetschkenschildlaus, Blattläusen, Frostspanner, Apfelblattsauger und Obstbaumspinnmilben in der Zeit vom Knospenschwellen bis zum Mausohrstadium 3 %-ig.
Gegen Spinnmilben im Grünknospenstadium 2 %-ig.
Gegen Spinnmilben vom Grünknospen- bis zum beginnenden Rotknospenstadium 1 %-ig. Die Anwendung von Austriebsspritzmittel 7 E muss bei Temperaturen über 0°C erfolgen.

Weinbau: Gegen Rote Spinne im Weinbau 2 %-ig. Günstigster Spritzzeitpunkt ist zu Beginn des Knospenaufbruchs. Auf eine allseitige, gute Benetzung achten. Keine Anwendungen in Tankmischungen.
10 - 14 Tage Abstand zu anderen Pflanzenschutzmaßnahmen einhalten.

Anwendungsbedingungen
Die günstigsten Voraussetzungen für die Anwendung von Austriebsspritzmittel 7 E sind gegeben, wenn Temperaturen von über 7 °C herrschen und die Kulturen trocken sind. Austriebsspritzmittel 7 E nicht anwenden während Frostperioden oder wenn in der Nacht nach der Spritzung Frost zu erwarten ist. Frostschäden können durch Austriebsspritzmittel 7 E verstärkt werden.
Austriebsspritzmittel 7 E nicht einsetzen bei Kulturen, die kurz zuvor unter Frost gelitten haben. Ebenso nicht bei Kulturen verwenden, die Mangelerscheinungen zeigen. Keine Anwendung in der Mittagshitze.

Hinweise zur Anwendungstechnik
Auf gründliche Benetzung aller Pflanzenteile achten. Mit hohem Brühenaufwand spritzen, im Obstbau mindestens 1000 Liter pro Hektar, im Weinbau mindestens 500 Liter pro Hektar.
Die Ausbringung von Austriebsspritzmittel 7 E muss mit einem Spritzgerät erfolgen, welches ein Rührwerk besitzt. Das Rührwerk muss vom Ansetzen der Spritzbrühe an bis zur vollständigen Entleerung des Tanks laufen.
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser mehrmals gründlich ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben. Unvermeidlich anfallende Spritzflüssigkeitsreste im Verhältnis 1:10 verdünnen und auf der behandelten Fläche ausbringen.

Mischbarkeit
Austriebsspritzmittel 7 E darf in der Regel nicht mit anderen Präparaten gemischt werden. Ist die gleichzeitige Ausbringung von Fungiziden notwendig, kommt eine Mischung mit Kupferpräparaten in Frage. Zwischen der Anwendung von Austriebsspritzmittel 7 E und anderen Präparaten muss eine Wartefrist eingehalten werden.
Die Mindestwartefrist beträgt z.B.

Maßnahmen im Unglücksfall

Betroffene Personen aus dem Gefahrenbereich in einen gut belüfteten Raum oder an die frische Luft bringen und vor Unterkühlung schützen. Lebensfunktionen aufrecht erhalten.

Erste Hilfe

Hinweise für den Arzt

Brand

Lösch- und Brandrückstände nicht in Gewässer bzw. Kanalisation einleiten.

Auslaufen
Werden Packungen beschädigt und läuft Inhalt aus, mit inertem, flüssigkeitsbindendem Material aufnehmen (z.B. Sand, Silikagel, Säurebindemittel, Universalbindemittel). Mechanisch aufnehmen. Verschüttetes Produkt nie in den Originalbehälter zwecks Wiederverwertung geben. Material mit defekten Packungen in stabile, fest verschließbare Kunststoffbehälter packen. Verschmutzte Umgebung mit feuchtem Lappen reinigen und Lappen ebenfalls mit den Abfällen entsorgen. Benetzte Körperteile gründlich waschen.

Lagerung
Lagerklasse (LGK): 10
Produkt bei Raumtemperatur im Originalgebinde so lagern, dass Betriebsfremde keinen Zutritt haben. Getrennt von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln lagern. Von Hitze- und Zündquellen fernhalten.

Gefahrenhinweise