Aniten® Super
Der Baustein gegen Resistenzen.

Herbizid-Kombination zur Bekämpfung von zweikeimblättrigen Unkräutern in Winter- und Sommergetreide zur Nachauflaufbehandlung im Frühjahr.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. Aurora 40 WG 2880-901
Amtl. Pfl. Reg. Nr. Duplosan Super 3754


Handelsform: 125 g Aurora 40 WG + 5,0 Liter Duplosan Super

Vorteile

  • Noch stärker gegen Knöteriche durch neue Wirkstoffzusammensetzung
  • Optimale Kombination von 4 Wirkstoffen im trennbaren Doppelkanister zur leichten Handhabung
  • Zugelassen in allen Getreidearten im EC 13–32
  • Ausgezeichnete Breitenwirkung inkl. Klettenlabkraut, Klatschmohn, Ehrenpreis, Ausfallraps, Distel, Taubnessel, …
  • Sulfonylharnstoff-frei

Wirkstoff

Aurora 40 WG:
Carfentrazone-ethyl (400 g/kg; 40 Gew.-%), WG (Wasserdispergierbares Granulat)
Duplosan Super:
Dichlorprop-p (310 g/l; 26,7 Gew.-%); MCPA (160 g/l; 13,8 Gew.-%); Mecoprop-P (130 g/l, 11,2 Gew.-%), Wasserlösliches Konzentrat (SL)

Zugelassene Anwendungen

Aurora 40 WG

Schaderreger Kultur Aufwandmenge
Klettenlabkraut, Taubnessel- und Ehrenpreis-Arten alle Getreide-Arten 50 g/ha in 200 – 400 l/ha Wasser nach dem Auflaufen der Kultur im Frühjahr, vom Stadium 13 (3-Blatt-Stadium) bis Stadium 32 (2-Knoten-Stadium) spritzen.
Maximal 1 Anwendung.

Duplosan Super

Schaderreger Kultur Aufwandmenge
zweikeimblättriger Unkräuter Sommer-, Wintergetreide 2,5 l/ha nach dem Auflaufen der Kultur im Frühjahr ab dem 3-Blatt-Stadium bis zum Stadium 32 (2-Knoten Stadium) der Kultur in 200 bis 400 l/ha Wasser spritzen.
Maximal 1 Anwendung.

Wirkungsweise von Aniten Super
Die Kombination der Wirkstoffe Carfentrazone-ethyl (in Aurora 40 WG) und Dichlorprop-P, Mecoprop-P und MCPA (in Duplosan Super) ergibt ein sehr breites Wirkungsspektrum zur Bekämpfung zweikeimblättriger Samen- und Wurzelunkräuter in Getreide.
Carfentrazone-ethyl ist ein besonders schnell wirkendes Kontaktherbizid, das weitgehend unabhängig von den Witterungsbedingungen zur Wirkung kommt und somit auch bei niedrigen Temperaturen und geringer Strahlungsintensität sicher wirkt.
Dichlorprop-P, Mecoprop-P und MCPA werden über das Blatt der Unkräuter aufgenommen und führen zu einem übersteigerten Wachstum der empfindlichen Unkräuter. Getreide und Gräser werden aufgrund strenger Selektivität nicht beeinflusst.

Durch synergistische Effekte zwischen den Wirkstoffen werden alle im Wirkungsspektrum aufgeführten Unkrautarten auch bei frühem Einsatz unter für den jeweiligen Einzelwirkstoff nicht optimalen Anwendungsbedingungen sicher bekämpft.

Anwendungshinweise

Aufwandmenge
Wintergetreide: 2,0 l/ha Duplosan Super + 50 g/ha Aurora 40 WG. Die Kombipackung mit 5 l Duplosan Super und 125 g Aurora 40 WG reicht für 2,5 ha.
Sommergetreide: 1,6 l/ha Duplosan Super + 40 g/ha Aurora 40 WG. Bei dieser Aufwandmenge reicht eine Kombipackung für ca. 3 ha.

Anwendungszeit
Aniten Super kann im Getreide im Frühjahr ab dem 3-Blatt-Stadium des Getreides (EC 13), nachdem alle Unkräuter aufgelaufen sind, eingesetzt werden. Der ideale Anwendungszeitpunkt im Getreide geht bis zum 2-Knotenstadium (EC 32).

Anwendungsbedingungen
Die Anwendung von Aniten Super kann erfolgen, sobald die Tagestemperaturen über 5 °C liegen und keine Nachtfrostgefahr besteht. Wüchsiges Wetter begünstigt die Wirkung.
Wurzelunkräuter (Distel, Winde) werden dauerhaft bekämpft, wenn die Pflanzen zumindest 10 cm groß sind.
Der Spritzbelag ist bereits nach ca. 2 Stunden regenfest.
Nicht spritzen nach Schwächung des Getreides durch starke Temperaturschwankungen (Wärme mit anschließendem starken Frost) bzw. bei starkem Wind oder großer Hitze.

Mischbarkeit
Aniten Super ist mit praxisüblichen Getreideherbiziden (z. B. Lentipur 500) und -fungiziden mischbar.
Von einer Anwendung in Mischung mit AHL sowie AHL + Wasser sowie Mischungen zusammen mit Pflanzenschutzmitteln, die als EC (Emulsionskonzentrat) oder ME (Mikroemulsion) formuliert sind oder Öl-Zusätze aufweisen, wird abgeraten.

Spritztechnik
Zuerst das Spritzgefäß mit gut der Hälfte der erforderlichen Wassermenge füllen und Rührwerk einschalten. Sodann die erforderliche Menge Aurora 40 WG in den Tank schütten. Nach vollständigem Auflösen Duplosan Super zugeben und restliche Wassermenge auffüllen.
Wassermenge ca. 200 - 400 l/ha.

Gute Benetzung sichert die Wirkung!

Wirkungsspektrum

Unkräuter/
Ungräser
Aniten duo
2,0 l/ha + 50 g/ha
+ Lentipur 500
2 l/ha
Ackerdistel XXX* XXX*
Ackerwinde XXX* XXX*
Ackerstiefmütterchen X XX
Ackersteinsame XX XX
Ampfer XX XX
Ehrenpreis XXX XXX
Erdrauch XXX XXX
Hohlzahn XXX XXX
Kamille (Echte) X XXX
Klatschmohn XXX XXX
Klettenlabkraut XXX XXX
Knöterich (Winden-) XX XX
Kornblume XXX XXX
Melde/Gänsefuß XXX XXX
Pfeilkresse XXX XXX
Raps/Hederich/Senf XXX XXX
Besenrauke XXX XXX
Sonnenblume XX XX
Taubnessel XXX XXX
Vogelmiere XXX XXX
Windhalm - XXX
Einjährige Rispe - XXX
Ackerfuchsschwanz - XX
Raygräser - XX

Legende - Wirkung:
XXX = sehr gute, XX = gute, X = schwache, - = keine
* beste Wirkung ab 10 cm Höhe bzw. Trieblänge.

gut bekämpfbar
Ackerdistel, Ackersenf, Ampfer, Ehrenpreis-Arten, Erdrauch, Gänsefuß- Arten, Hahnenfuß, Hederich, Hellerkraut , Hirtentäschel, Hohlzahn-Arten, Klettenlabkraut, Knöterich-Arten, Kornblume, Melde-Arten, Mohn, Taubnessel- Arten, Vogelmiere, Wicke u.a.

weniger gut bekämpfbar
Kamille, Stiefmütterchen und ältere Pflanzen von Mohn, Taubnessel über 4-Blatt-Stadium, Vergissmeinnicht

nicht ausreichend bekämpfbar
Huflattich, Saatwucherblume, Spörgel, u.a.

nicht wirksam gegen
alle Ungräser wie Ackerfuchsschwanz, Flughafer, Gemeine Rispe, Quecke, Windhalm u.a.


Aurora® 40 WG

Herbizid zur Bekämpfung von Unkräutern wie Klettenlabkraut, Taubnessel und Ehrenpreis-Arten in Getreide im Nachauflauf

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 2880/901
Handelsform: 125 g

Wirkstoff

Carfentrazone-ethyl (400 g/kg; 40 Gew.-%), WG (Wasserdispergierbares Granulat)

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge
Klettenlabkraut, Taubnessel-, Ehrenpreis-Arten alle Getreide-Arten 50 g/ha in 200 – 400 l/ha Wasser nach dem Auflaufen der Kultur im Frühjahr, vom Stadium 13 (3-Blatt-Stadium) bis Stadium 32 (2-Knoten-Stadium) spritzen.
Maximal 1 Anwendung.

Wartefrist: Abgedeckt durch zugelassene Anwendung.

Gebrauchsanleitung

Wirkungsweise
Carfentrazone-ethyl, aus der chemischen Gruppe der Triazolinone, ist ein Wirkstoff, der ausschließlich über die Blätter der Unkräuter aufgenommen wird. Die Unkräuter müssen zum Zeitpunkt der Behandlung aufgelaufen sein. Carfentrazone-ethyl besitzt Kontaktwirkung und greift in die Chlorophyllsynthese ein. Bereits kurze Zeit nach der Anwendung wird eine Nekrotisierung an den Unkrautpflanzen sichtbar.

Wirkungsspektrum
Mit Aurora 40 WG sind

* Ab der Blüte nur noch weniger gut bekämpfbar.
** Gegen Klettenlabkraut wurde eine größere Schwankungsbreite beobachtet. Optimale Bekämpfungserfolge werden bei einer Wuchshöhe von ca. 10 bis 20 cm erzielt. Unter ungünstigen Bedingungen (z. B. zu kleine Klettenlabkraut-Pflanzen, lückige Kulturbestände) besteht die Gefahr des Wiederaustriebs. Daher werden Tankmischungen mit Wuchsstoffpräparaten empfohlen.
*** Optimale Erfolge werden erzielt, wenn die Bekämpfung zwischen dem 2-Blatt- und dem 4-Blatt-Stadium erfolgt.

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Anwendungsempfehlungen
Die Anwendung von Aurora 40 WG erfolgt im Frühjahr beginnend vom 3-Blatt-Stadium (BBCH 13) bis zum 2-Knoten-Stadium (BBCH 32) des Getreides. Die Unkräuter sollen zum Zeitpunkt der Behandlung das 4 bis 6-Blatt-Stadium nicht überschritten haben. Nach der Anwendung sollte 2 Stunden kein Niederschlag fallen, damit der Wirkstoff in die Unkräuter eindringen kann.

Aufwandmenge
In allen Getreide-Arten 50 g/ha
Maximal 1 Anwendung in der Kultur bzw. je Jahr.

Anwendungstechnik
Beim Ausbringen von Aurora 40 WG ist auf eine fein- bis mitteltropfige, gleichmäßige Verteilung der Spritzflüssigkeit sowie eine gute Benetzung der Unkräuter zu achten.
Bewährte Wasseraufwandmenge: 200 – 400 l/ha
200 l/ha sollten nicht unterschritten werden. Überdosierung und Abdrift sind zu vermeiden.

Resistenzvorbeugung
Aurora 40 WG enthält den Wirkstoff Carfentrazone-ethyl. Dieser gehört zur Gruppe der Triazolinone, der Wirkungsmechanismus ist in die Gruppe E der HRAC-Klassifizierung eingestuft ist. Weitere Informationen siehe Internet http://www.plantprotection.org. Wenn diese Herbizide über mehrere Jahre auf demselben Feld eingesetzt werden, ist regional eine Selektion von resistenten Biotypen potenziell möglich. Geeignete Resistenzvermeidungsstrategien sind zu berücksichtigen, wie z.B.:

Verträglichkeit
Aurora 40 WG ist nach bisherigen Erfahrungen bei Einhaltung der Anwendungsempfehlungen in allen Getreidearten und -sorten gut verträglich. Nicht in Beständen anwenden, die durch Staunässe, Kälte, Schädlinge, Krankheiten, Nährstoff- oder Kalkmangel bzw. andere wachstumshemmende Faktoren gestresst sind. Untersaaten dürfen nicht behandelt werden.

Behördliche Auflage
Schäden an der Kulturpflanze möglich.

Wartezeit
Abgedeckt durch die Zulassungsbedingungen.

Nachbau
Nach der vorschriftsmäßigen Anwendung von Aurora 40 WG können im Rahmen der betriebsüblichen Fruchtfolge alle Kulturen nachgebaut werden, auch im Falle eines vorzeitigen Umbruchs.

Hinweise zur Anwendungstechnik

Mischbarkeit
Zur Wirkungsverbreiterung gegen breitblättrige Unkräuter empfehlen wir eine Tankmischung mit Duplosan® Super. Sollen auch Gräser wie Windhalm und Einjährige Rispe mit erfasst werden, kann mit Lentipur® 500 gemischt werden. Mischungen mit Stabilan® 400 sind möglich. Der Einsatz in Tankmischung mit AHL wird nicht empfohlen. Bei Mischungen mit Produkten, die auf Esterbasis oder als EC formuliert sind bzw. eine Penetrationshilfe (z. B. Additiv) enthalten, können bei schlecht ausgebildeter Wachsschicht Blattverätzungen an der Kultur auftreten.
Mischungen umgehend ausbringen. Bei Verwendung mehrerer Produkte in einer Tankmischung können unvorhergesehene Wechselwirkungen auftreten. Generell sind die Gebrauchsanweisungen der Mischpartner sowie die Grundsätze der guten Landwirtschaftlichen Praxis zu beachten.

Herstellung der Spritzbrühe
Spritzgerät regelmäßig auf dem Prüfstand testen!

  1. Tank zur 1/2 mit Wasser füllen.
  2. Rührwerk einschalten.
  3. Aurora 40 WG in den Tank geben. Das Produkt darf nicht in warmem Wasser gelöst werden.
  4. Bei Anwendung in Tankmischung mit anderen Produkten den Mischpartner erst nach vollständigem Dispergieren des Granulates hinzufügen.
  5. Restliche Wassermenge auffüllen; die Wasserzuleitung unter die Wasseroberfläche verhindert ein Schäumen der Lösung. Wasserschlauch nicht direkt in die Spritzbrühe eintauchen, da die Gefahr des Brüherückflusses bei Druckabfall in der Wasserleitung besteht. Fülltrichter verwenden, der in die Spritzbrühe eintaucht.
  6. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.
    Vor der Behandlung Gerät auslitern und Düsenausstoß kontrollieren.
    Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser mehrmals gründlich ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben.

Spritzenreinigung
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden:

Restmengenverwertung
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben. Eventuell auftretende Reste von Spritzbrühe und aus der Gerätereinigung nie in die Kanalisation oder im Freiland ablassen, sondern unverdünnt auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.

Maßnahmen im Unglücksfall

Erste Hilfe Maßnahmen

Hinweise für den Arzt

Brand

Lösch- und Brandrückstände nicht in Gewässer oder Kanalisation gelangen lassen.

Hinweise für Transport und Lagerung

Transport
Nicht transportieren und lagern bei Temperaturen unter 0 °C und über 30 °C

Lagerung
LGK 12/10 (Lagerklasse nach VCI)
So lagern, dass Betriebsfremde keinen Zutritt haben. Lagerung und Transport haben in geschlossenen Originalverpackungen, getrennt von Lebensmitteln, Getränken und Futtermitteln zu erfolgen.

Gefahrenhinweise

Achtung



Duplosan® Super
Allround-Herbizid im Getreidebau - effektiv und günstig.

Herbizid zur Bekämpfung zweikeimblättriger Unkräuter im Sommer- und Wintergetreide.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3754
Handelsform: 5 Liter

Wirkstoff

Dichlorprop-p (310 g/l; 26,7 Gew.-%); MCPA (160 g/l; 13,8 Gew.-%); Mecoprop-P (130 g/l, 11,2 Gew.-%), Wasserlösliches Konzentrat (SL)

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge
zweikeimblättrigen Unkräutern Winter- und Sommergetreide
(Winterhartweizen, Winterweichweizen, Wintergerste, Winterroggen, Winterhafer, Dinkel, Wintertriticale, Sommerhartweizen, Sommerweichweizen, Sommergerste, Sommerroggen, Sommerhafer, Sommertriticale)
2,5 l / ha in 150-400 l/ha Wasser im Frühjahr ab Stadium 13 (3-Blatt-Stadium: 3. Laubblatt entfaltet, Spitze des 4. Blattes sichtbar) bis Stadium 32 (2-Knoten-Stadium: 2. Knoten wahrnehmbar, mind. 2 cm vom 1. Knoten entfernt) der Kultur spritzen,
max. 1 Anwendung.

Keine Wartefrist

Anwendungshinweise

Wirkungsweise
Duplosan® Super enthält die drei Wuchsstoffe Dichloroprop-p, Mecoprop-P und MCPA. Durch diese Kombination wird eine besonders große Wirkungsbreite erzielt. Die Wirkstoffe werden über das Blatt der Unkräuter aufgenommen und führen zu einem übersteigerten Wachstum der empfindlichen Unkräuter. Das Getreide wird aufgrund strenger Selektivität nicht beeinflusst.

Wirkungsbreite
Wirkungsbreite in Getreide

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Anwendungsempfehlungen
Zur Bekämpfung von zweikeimblättrigen Unkräutern im Getreide im Frühjahr bis BBCH32 bei Nachttemperaturen höher +10°C mit 2,5 l/ha in 200 bis 400 l/ha Wasser spritzen, max. 1 Anwendung Möglichst frühe Spritzung bei entsprechenden Temperaturen bringt bei den meisten Unkräutern sicheren Erfolg.
Bei Disteln hingegen soll die Wuchshöhe ca. 15 cm betragen.
Vorrangig ist aber das Entwicklungsstadium der Kultur zu berücksichtigen.
Anwendung bei wüchsigem, wenigstens für einige Stunden regenfreiem Wetter bringt den besten Erfolg. Nicht anwenden, wenn das Getreide durch Frost, Nässe, Eggen u. a. geschwächt ist oder wenn Nachtfrost zu befürchten ist (Nachttemperaturen nicht unter +5 °C).
Nicht in Getreide anwenden, in welches Untersaaten eingesät sind oder eingesät werden sollen.
Roggen- und Haferbestände können vor allem bei später Anwendung mit Halmverkürzungen und unter ungünstigen Bedingungen mit Ertragsminderungen reagieren. Daher Duplosan® Super in Roggen und Hafer nur bei sehr starker Verunkrautung mit Klettenlabkraut und Vogelmiere einsetzen. Keinesfalls überdosieren.

Resistenzvorbeugung
Duplosan® Super enthält die Wirkstoffe Dichlorprop-p, Mecoprop- P und MCPA. Alle gehören zur Gruppe der synthetischen Auxine, deren Wirkmechanismus in die Gruppe O der HRAC-Klassifi - zierung eingestuft ist.
Weitere Informationen siehe Internet www.plantprotection.org. Wenn diese Herbizide über mehrere Jahre auf demselben Feld eingesetzt werden, ist regional eine Selektion von resistenten Biotypen potenziell möglich.

Geeignete Resistenzvermeidungsstrategien sind zu berücksichtigen, wie z.B.:

Nachbau
Bei vorzeitigem Umbruch ist der Nachbau von breitblättrigen Kulturen frühestens 4 Wochen nach der Spritzung möglich. Grasartige Kulturen (Getreide, Mais, Sorghum, Gräser in Reinsaat) können bereits 2 Wochen nach vorangegangener Bodenbearbeitung nachgebaut werden.

Besondere Hinweise
Duplosan® Super nur in den zugelassenen Kulturen anwenden. Von anderen Kulturen so weit wegbleiben, dass kein Spritznebel auf sie abgeweht werden kann. Besonders empfindlich sind Rüben, Raps, Obst, Wein, Tabak und Gemüse.

Verträglichkeit
Duplosan® Super ist nach bisherigen Erfahrungen gut in allen Getreidearten verträglich. Roggen- und Haferbestände können vor allem bei später Anwendung mit Halmverkürzungen und unter ungünstigen Bedingungen mit Ertragsminderungen reagieren.
In den anderen zugelassen Getreidearten ist Duplosan® Super gut verträglich.

Hinweise zur Anwendungstechnik

Mischbarkeit
Zur Blattdüngung kann zu Duplosan® Super auch Folifert super oder Harnstoff zugesetzt werden. Weiters ist Duplosan® Super mit Wachstumsregulatoren wie Stabilan® 400 und mit Getreide fungiziden wie Mystic® 250 EW mischbar.

Spritztechnik
Spritzgerät regelmäßig auf dem Prüfstand testen!

  1. Tank zu 1/2 mit Wasser füllen.
  2. Duplosan® Super in Tank schütten.
  3. Restliche Wassermenge auffüllen; die Wasserzuleitung unter die Wasseroberfläche verhindert ein Schäumen der Lösung. Wasserschlauch nicht direkt in die Spritzbrühe eintauchen, da die Gefahr des Brühe-Rückflusses bei Druckabfall in der Wasser leitung besteht. Fülltrichter verwenden, der in die Spritzbrühe eintaucht.

Vor der Behandlung Gerät auslitern und Düsenausstoß kontrollieren. Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser mehrmals gründlich ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben.

Spritzenreinigung
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden:

Die grobe Reinigung von der Spritze mit Wasser und Waschbürste auf der behandelten Fläche vornehmen. Reste von Reinigungswasser nicht über Wasserabläufe in die Kanalisation und Gewässer gelangen lassen.

Restmengenverwertung
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben.
Eventuell auf tretende Reste von Spritzbrühe und aus der Gerätereinigung nie in die Kanalisation oder im Freiland ablassen, sondern verdünnt auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.

Vorsichtsmaßnahmen

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Hinweise für den Arzt

Brand

Persönliche Schutzausrüstung verwenden. Im Brandfall, wenn nötig, umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen. Im Brandfall können (HCl,Cl2,NOx,CO) entstehen. Übliche Maßnahmen bei Bränden mit Chemikalien. Kontaminiertes Löschwasser getrennt sammeln, darf nicht in die Kanalisation gelangen.

Hinweise für Transport und Lagerung

Transport
Nicht transportieren und lagern bei Temperaturen unter 0 °C und über 40 °C.

Lagerung
LGK 12/10 (Lagerklasse nach VCI)
In verschlossener Originalverpackung, getrennt von Nahrungs- und Futtermitteln, nicht unter 0 °C und über 40 °C lagern und transportieren. So lagern, dass Betriebsfremde und Kinder keinen Zutritt haben.

Gefahrenhinweise

Gefahr