Alliance® suPrim
Gegen Unkraut hilft vieles. Bei Kälte nur Alliance® suPrim.

Herbizid-Kombination zur umfassenden Unkrautbekämpfung in Getreide im Nachauflauf im Frühjahr.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. Alliance 3247
Amtl. Pfl. Reg. Nr. suPrim 2698-901


Handelsform: 2 x 250 g Alliance + 2 x 250 ml suPrim

Wirkstoff

Alliance: Metsulfuron-methyl (60 g/kg, 6,0 Gew.-%), Diflufenican (600 g/kg, 60 Gew.-%), wasserdispergierbares Granulat
suPrim: Florasulam (50 g/l, 4,9 Gew.-%), Suspensionskonzentrat

Zugelassene Anwendungen

Alliance

Schaderreger Kultur Aufwandmenge
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm Wintergerste, Winterroggen, Winterweichweizen, Winterhartweizen*, Wintertriticale, Winterhafer*, Dinkel* 100 g/ha in 200 – 400 l/ha Wasser nach dem Auflaufen der Kultur im Frühjahr, vom Stadium 13 (3-Blatt-Stadium) bis Stadium 29 (Ende der Bestockung) spritzen.
Maximal 1 Anwendung.
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm Sommerweichweizen, Sommerhartweizen* Sommergerste, Sommerroggen*, Sommertriticale*, Sommerhafer* 100 g/ha in 200 – 400 l/ha Wasser nach dem Auflaufen der Kultur, vom Stadium 13 (3-Blatt-Stadium) bis Stadium 29 (Ende der Bestockung) spritzen.
Maximal 1 Anwendung.

* Mögliche Schäden an der Kultur liegen im Verantwortungsbereich des Anwenders. Vor dem Mitteleinsatz ist daher die Pflanzenverträglichkeit und Wirksamkeit unter betriebsspezifischen Bedingungen zu prüfen.

suPrim

Schaderreger Kultur Aufwandmenge
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Wintergerste, Winterroggen, Winterweichweizen, Winterhartweizen, Wintertriticale, Winterhafer, Dinkel, Sommerweichweizen, Sommerhartweizen, Sommergerste, Sommerhafer 100 ml/ha in 200 – 400 l/ha Wasser nach dem Auflaufen der Kultur im Frühjahr, vom Stadium 13 (3-Blatt-Stadium) bis Stadium 29 (Ende der Bestockung) spritzen. Maximal 1 Anwendung.

Gebrauchsanleitung

Wirkungsweise

Alliance enthält zwei Wirkstoffe, die sich in ihrer Wirkung ergänzen: Metsulfuron-methyl wird systemisch über Blatt und Wurzel in die Pflanze aufgenommen. Der Wirkstoff wird dann mit dem Saftstrom in der Pflanze verteilt. Es kommt zu einer Inaktivierung der Aminosäuresynthese durch Hemmung des Enzyms Acetolactat-Synthase (ALS). Nach der raschen Hemmung der Wachstumsspitzen von Wurzeln und Spross beginnt ein langsamer Absterbeprozess.
Diflufenican wirkt als Kontakt- und Bodenherbizid auf die keimenden Unkräuter, indem es die Carotinoid- Biosynthese unterbindet. Dadurch kommt es zunächst zu einer Aufhellung des Blattgewebes und zum anschließenden Absterben. Ausreichend Bodenfeuchtigkeit ist günstig für eine gute Wirkung.
suPrim ist ein systemisch wirkendes Herbizid, das von den Unkräutern sehr schnell aufgenommen wird. Der Wirkstoff wird vorzugsweise über die Blätter der zu bekämpfenden Unkräuter aufgenommen und schnell verteilt. Der Transport erfolgt akropetal zu den Vegetationspunkten und basipetal mit den Reservestoffen in die Wurzeln. Es kommt zu einem Eingriff in die Eiweißbildung. Damit setzt der Absterbeprozess ein. Dieser kann sich je nach Witterung über mehrere Wochen erstrecken.

Aufwandmenge

Anwendungshinweise
Alliance suPrim kann in Wintergetreide im zeitigen Frühjahr nach dem Wiederergrünen ab dem 3-Blatt-Stadium bis zum Ende der Bestockung der Kultur eingesetzt werden. Wirkungssicherheit und Kulturverträglichkeit bleiben bei kühlen, feuchten Witterungsperioden und leichten Nachtfrösten bis - 3 °C erhalten. Die Unkräuter müssen aufgelaufen sein. Die beste Wirkung wird auf kleine, wüchsige Unkräuter erzielt. Auf gute Benetzung achten. Der Spritzbelag ist bereits 2 Stunden nach dem Antrocknen regenfest.

Wirkungsspektrum

Hinweise zur Schadensverhütung
Bei Gefahr von stärkeren Nachtfrösten oder unmittelbar danach sollte kein Einsatz durchgeführt werden. Nicht Spritzen nach Schwächung des Getreides durch starke Temperaturschwankungen (Wärme mit anschließend starkem Frost), Staunässe oder Trockenheit und Nährstoffmangel. Bei gestressten Beständen ist in Tankmischungen mit z.B. Gräser- bzw. Halmverkürzungsmitteln, Fungiziden oder N-Düngern die Gefahr der Unverträglichkeit gegeben. Der Einsatz in Tankmischungen sollte dann unterbleiben.
Abdrift vermeiden! Besonders empfindlich reagieren breitblättrige Kulturen wie z.B. Rüben, Raps, Leguminosen, Gemüse, usw.

Herstellung der Spritzbrühe
Nur so viel Spritzflüssigkeit ansetzen, wie tatsächlich benötigt wird.

  1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen.
  2. Rührwerk einschalten.
  3. Alliance in den Tank geben.
  4. suPrim zugeben.
  5. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben.
  6. Tank mit Wasser auffüllen.
  7. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritzenreinigung
Der Zusatz von Spezial-Reinigungsmitteln erhöht die Sicherheit bei der Spritzenreinigung und wird vor dem Einsatz in empfindlichen Kulturen (z.B. Raps, Rüben und Feldgemüse) empfohlen.

Vor Gebrauch auch die Gebrauchsanleitungen der Einzelprodukte lesen!

Hinweise für Transport und Lagerung
Nicht transportieren und lagern bei Temperaturen unter 0 °C und über 30 °C.

Lagerung LGK 11 (Lagerklasse nach VCI)
So lagern, dass Betriebsfremde keinen Zutritt haben. Lagerung und Transport haben in geschlossenen Originalverpackungen, getrennt von Lebensmitteln, Getränken und Futtermitteln zu erfolgen.


Alliance®

Breit wirksames Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern im Herbst und im Frühjahr in allen Winter- und Sommergetreide-Arten im Nachauflauf.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 3247
Handelsform: 250 g

Wirkstoff

Metsulfuron-methyl (60 g/kg, 6,0 Gew.-%), Diflufenican (600 g/kg, 60 Gew.-%), wasserdispergierbares Granulat

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm Wintergerste, Winterroggen, Winterweichweizen, Winterhartweizen*, Wintertriticale, Winterhafer*, Dinkel* 100 g/ha in 200 – 400 l/ha Wasser nach dem Auflaufen der Kultur im Frühjahr, vom Stadium 13 (3-Blatt-Stadium) bis Stadium 29 (Ende der Bestockung) spritzen.
Maximal 1 Anwendung.
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm Sommerweichweizen, Sommerhartweizen* Sommergerste, Sommerroggen*, Sommertriticale*, Sommerhafer* 100 g/ha in 200 – 400 l/ha Wasser nach dem Auflaufen der Kultur, vom Stadium 13 (3-Blatt-Stadium) bis Stadium 29 (Ende der Bestockung) spritzen.
Maximal 1 Anwendung.
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Wintergerste, Winterroggen, Winterweichweizen, Winterhartweizen*, Wintertriticale, Winterhafer*, Dinkel* 65 g/ha in 200 – 400 l/ha Wasser nach dem Auflaufen der Kultur im Herbst, vom Stadium 10 (1. Laubblatt aus der Koleoptile ausgetreten) bis Stadium 29 (Ende der Bestockung) spritzen.
Maximal 1 Anwendung.

* Mögliche Schäden an der Kultur liegen im Verantwortungsbereich des Anwenders. Vor dem Mitteleinsatz ist daher die Pflanzenverträglichkeit und Wirksamkeit unter betriebsspezifischen Bedingungen zu prüfen.

Wartefrist: Abgedeckt durch zugelassene Anwendung.

Gebrauchsanleitung

Wirkungsweise
Alliance enthält zwei Wirkstoffe, die sich in ihrer Wirkung ergänzen: Metsulfuron-methyl wird systemisch über Blatt und Wurzel in die Pflanze aufgenommen. Der Wirkstoff wird dann mit dem Saftstrom in der Pflanze verteilt. Es kommt zu einer Inaktivierung der Aminosäuresynthese durch Hemmung des Enzyms Acetolactat-Synthase (ALS). Nach der raschen Hemmung der Wachstumsspitzen von Wurzeln und Spross beginnt ein langsamer Absterbeprozess.
Diflufenican wirkt als Kontakt- und Bodenherbizid auf die keimenden Unkräuter, indem es die Carotinoid- Biosynthese unterbindet. Dadurch kommt es zunächst zu einer Aufhellung des Blattgewebes und zum anschließenden Absterben. Ausreichend Bodenfeuchtigkeit ist günstig für eine gute Wirkung.

Wirkungsspektrum
Mit Alliance sind

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Anwendungsempfehlungen
Der ideale Anwendungszeitpunkt in Wintergetreide ist im Frühjahr nach dem Wiederergrünen ab dem 3-Blatt- Stadium bis zum Ende der Bestockung gegeben. Die Unkräuter müssen aufgelaufen sein. Die beste Wirkung wird auf kleine, wüchsige Unkräuter erzielt. Die Wirkung ist weitgehend temperaturunabhängig. Nur bei Gefahr von stärkeren Nachtfrösten oder unmittelbar danach sollte kein Einsatz durchgeführt werden. Der Spritzbelag ist bereits 2 Stunden nach dem Antrocknen regenfest.

I. Wintergetreide:
Im Nachauflauf Frühjahr, zwischen BBCH 13-29 der Kultur, mit 100 g/ha in 200 - 400 l Wasser.
Im Nachauflauf Herbst zwischen BBCH 13-29 der Kultur, mit 65 g/ha in 200 - 400 l Wasser.
Maximal 1 Anwendung.

II. Sommergetreide:
Im Nachauflauf Frühjahr, zwischen BBCH 13-29 der Kultur, mit 100 g/ha in 200 - 400 l Wasser.
Maximal 1 Anwendung.

Resistenzvorbeugung
Alliance enthält die Wirkstoffe Metsulfuron-methyl und Diflufenican. Metsulfuron-methyl gehört zur Gruppe der Sulfonylharnstoffe, dessen Wirkungsmechanismus in die Gruppe B der HRAC-Klassifizierung eingestuft ist. Diflufenican gehört zur Gruppe der Pyridincarboxamide, dessen Wirkungsmechanismus in die Gruppe F1 der HRAC-Klassifizierung eingestuft ist. Weitere Informationen siehe Internet www.plantprotection.org. Die langjährige Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, deren Wirkstoffe den gleichen Wirkungsmechanismus besitzen, kann zur Entstehung von resistenten Biotypen führen. Dies gilt insbesondere auch für Sulfonylharnstoffe bzw. sulfonylharnstoffähnliche Wirkstoffe. Geeignete Resistenzvermeidungsstrategien sind zu berücksichtigen, wie z.B.:

Verträglichkeit
Alliance ist nach bisherigen Erfahrungen in allen geprüften Getreidearten und -sorten gut verträglich.

Untersaaten
Keine Untersaaten behandeln. Nach der Anwendung dürfen keine Untersaaten eingesät werden.

Hinweise zur Schadensverhütung
Nicht Spritzen nach Schwächung des Getreides durch Frost, starke Temperaturschwankungen (Wärme mit anschließend starkem Frost), Staunässe oder Trockenheit und Nährstoffmangel. Bei Nichtbeachtung kann es zu vorübergehender Aufhellungen des Bestandes kommen. Bereits nach einigen Tagen ist diese Beeinträchtigung überwunden, ohne dass es Auswirkungen auf den Ertrag gibt.
Abdrift vermeiden! Besonders empfindlich reagieren breitblättrige Kulturen wie z.B. Rüben, Raps, Leguminosen, Gemüse usw.

Wartefrist
Die Wartefrist ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt, bzw. die Festsetzung einer Wartefrist in Tagen ist nicht erforderlich.

Nachbau
Nach dem Einsatz von Alliance können im Rahmen der üblichen Fruchtfolge alle ackerbaulichen Kulturen nachgebaut werden. Bei vorzeitigem Umbruch können Mais, Sommergerste oder Sommerweizen nach vorheriger Pflugfurche nachgebaut werden.

Hinweise zur Anwendungstechnik

Mischbarkeit
Zur Bekämpfung einer großen Breite von Unkräutern im Wintergetreide im zeitigen Frühjahr empfehlen wir die Tankmischung mit suPrim. Dabei werden 100 g/ha Alliance + 100 ml/ha suPrim gemeinsam ausgebracht.

Herstellung der Spritzbrühe
Nur so viel Spritzflüssigkeit ansetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen.

  1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen.
  2. Rührwerk einschalten.
  3. Produkt über das Einspülsieb oder direkt in den Tank geben.
  4. Gegebenenfalls weitere Mischpartner zugeben.
  5. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben.
  6. Tank mit Wasser auffüllen.
  7. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritztechnik
Beim Ausbringen von Alliance ist auf eine gleichmäßige Benetzung der Unkräuter zu achten.
Bewährte Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha
Geeignet sind alle modernen Flachstrahldüsen. Überdosierung und Abdrift sind zu vermeiden.
Überdosierungen können Schäden an den Folgekulturen verursachen.

Ausbringung der Spritzflüssigkeit
Während der Fahrt und während der Ausbringung Rührwerk laufen lassen. Nach Arbeitspausen Spritzbrühe erneut sorgfältig aufrühren.

Spritzenreinigung
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden:

Die grobe Reinigung von Spritzen mit Wasser und Waschbürste auf dem Feld vornehmen.
Reste von Reinigungswasser nicht über die Hofabläufe in die Kanalisation und Gewässer gelangen lassen.
Spritzgeräte regelmäßig auf einem Prüfstand testen lassen.

Restmengenverwertung
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben. Eventuell auftretende Reste von Spritzbrühe und aus der Gerätereinigung nie in die Kanalisation oder im Freiland ablassen, sondern verdünnt auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.

Vorsichtsmaßnahmen

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Hinweise für den Arzt

Brand

Lösch- und Brandrückstände nicht in Gewässer oder Kanalisation gelangen lassen.

Hinweise für Transport und Lagerung

Transport
Nicht transportieren und lagern bei Temperaturen unter 0 °C und über 30 °C.

Lagerung
LGK 13/11 (Lagerklasse nach VCI)
So lagern, dass Betriebsfremde keinen Zutritt haben. Lagerung und Transport haben in geschlossenen Originalverpackungen, getrennt von Lebensmitteln, Getränken und Futtermitteln zu erfolgen.

Gefahrenhinweise

Gefahr



suPrim

Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern in allen Winter- und vielen Sommergetreide-Arten im Nachauflauf.

Amtl. Pfl. Reg. Nr. 2698-901
Handelsform: 250 ml

Wirkstoff

Florasulam (50 g/l, 4,9 Gew.-%), Suspensionskonzentrat

Zugelassene Anwendungen

Schaderreger Kultur Aufwandmenge
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Wintergerste, Winterroggen, Winterweichweizen, Winterhartweizen, Wintertriticale, Winterhafer, Dinkel, Sommerweichweizen, Sommerhartweizen, Sommergerste, Sommerhafer 100 ml/ha in 200 – 400 l/ha Wasser nach dem Auflaufen der Kultur im Frühjahr, vom Stadium 13 (3-Blatt-Stadium) bis Stadium 29 (Ende der Bestockung) spritzen.
Maximal 1 Anwendung.
zweikeimblättrige Unkräuter Wintergerste, Winterroggen, Winterweichweizen, Winterhartweizen, Wintertriticale 150 ml/ha in 200 – 400 l/ha Wasser zur Spätanwendung nach dem Auflaufen der Kultur im Frühjahr, vom Stadium 30 (Beginn des Schossens) bis Stadium 39 (Blatthäutchen des Fahnenblattes gerade sichtbar, Fahnenblatt voll entwickelt) spritzen.
Maximal 1 Anwendung.
einjährige zweikeimblättrige Unkräuter Wintergerste, Winterroggen, Winterweichweizen, Winterhartweizen, Wintertriticale, Winterhafer 75 ml/ha in 200 – 400 l/ha Wasser nach dem Auflaufen der Kultur im Herbst, vom Stadium 13 (3-Blatt-Stadium) bis Stadium 29 (Ende der Bestockung) spritzen.
Maximal 1 Anwendung.

Wartefrist: Abgedeckt durch zugelassene Anwendung.

Gebrauchsanleitung

Wirkungsweise
suPrim ist ein systemisch wirkendes Herbizid, das von den Unkräutern sehr schnell aufgenommen wird. Der Wirkstoff wird vorzugsweise über die Blätter der zu bekämpfenden Unkräuter aufgenommen und schnell verteilt. Der Transport erfolgt akropetal zu den Vegetationspunkten und basipetal mit den Reservestoffen in die Wurzeln. Es kommt zu einem Eingriff in die Eiweißbildung. Damit setzt der Absterbeprozess ein. Dieser kann sich je nach Witterung über mehrere Wochen erstrecken.
Im Frühjahr kann suPrim temperaturunabhängig ab Vegetationsbeginn eingesetzt werden. Auch Anwendungen bei gefrorenem Boden sind möglich, wenn das Pflanzenwachstum bereits eingesetzt hat. Die Wirkungsgeschwindigkeit ist temperaturabhängig. Die schnellste Wirkung wird erzielt, wenn unter günstigen Wachstumsbedingungen behandelt wird. Wirkungssicherheit und Kulturverträglichkeit bleiben bei kühlen, feuchten Witterungsperioden und leichten Nachtfrösten erhalten.

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Anwendungshinweise
Der Einsatz erfolgt im Nachauflauf im Frühjahr oder im Nachauflauf im Herbst. Maximal eine Anwendung des Mittels für die Kultur bzw. je Jahr. Zur Zeit der Behandlung müssen die Unkräuter aufgelaufen sein und genügend Blattmasse zur Aufnahme des Wirkstoffes gebildet haben. Nach dem Antrocknen des Spritzbelages ist suPrim etwa eine Stunde nach Anwendung regenfest.

Zugelassene Aufwandmengen im Frühjahr

Wirkungsspektrum im Frühjahr
Mit suPrim sind

Anwendungsempfehlung im Frühjahr
Im Entwicklungsstadium 13-29 des Getreides, auch bei kalter Witterung:
Gegen Klettenlabkraut, Kamille, Vogelmiere, Kreuzblütler inkl. Ausfallraps, Kornblume und Mohn:
100 ml/ha suPrim

Zugelassene Aufwandmengen im Herbst
Wintergetreide zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern:
Stadium BBCH 13-29: 75ml/ha

Wirkungsspektrum im Herbst
Mit suPrim sind

Anwendungsempfehlung im Herbst
Im Entwicklungsstadium 13-29 des Getreides:
Gegen Ausfallraps und andere Kruziferenunkräuter, Kamille-Arten, Vogelmiere, Ackervergissmeinnicht, Kornblume, Klettenlabkraut und Klatschmohn:
75ml/ha suPrim

Resistenzvorbeugung
suPrim enthält den Wirkstoff Florasulam. Dieser zählt zur Gruppe der Triazolpyrimidine, dessen Wirkungsmechanismus in der Gruppe B der HRAC-Klassifizierung eingestuft ist. (Weitere Informationen siehe Internet: www.plantprotection.org)
Die langjährige Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, deren Wirkstoffe den gleichen Wirkungsmechanismus besitzen, kann zur Entstehung von resistenten Biotypen führen. Dies gilt insbesondere auch für Sulfonylharnstoffe bzw. sulfonylharnstoffähnliche Wirkstoffe, und hier könnte insbesondere die Vogelmiere betroffen sein. Es muss hier auf die Notwendigkeit eines aktiven Resistenzmanagements basierend auf einem Wirkstoffwechsel hingewiesen werden.

Untersaaten
Klee- bzw. Luzerneuntersaaten nicht behandeln.

Verträglichkeit
suPrim ist nach bisherigen Erfahrungen in allen geprüften Getreidesorten gut verträglich.

Hinweise zur Schadensverhütung
Bei ungünstigen Witterungsbedingungen, wie zu erwartenden Nachtfrösten und/oder gestressten Beständen, ist in Tankmischungen mit z.B. Gräser- bzw. Halmverkürzungsmitteln, Fungiziden oder N-Düngern die Gefahr der Unverträglichkeit gegeben. Der Einsatz in Tankmischungen sollte dann unterbleiben. Ebenso empfehlen wir keine Behandlungen bei Nachttemperaturen unter -5°C und von z.B. durch Staunässe oder Trockenheit geschwächten Getreidebeständen durchzuführen. Abdrift vermeiden!

Wartefrist
Die Wartefrist ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt, bzw. die Festsetzung einer Wartefrist in Tagen ist nicht erforderlich.

Nachbau
Im Rahmen der Fruchtfolge kann jede Kultur ohne Einschränkungen nachgebaut werden. Bei vorzeitigem Umbruch können Getreide, Mais und Grassaaten nachgebaut werden.

Hinweise zur Anwendungstechnik

Mischbarkeit
Zur Bekämpfung einer großen Breite von Unkräutern im Wintergetreide im zeitigen Frühjahr empfehlen wir die Tankmischung mit Alliance®. Dabei werden 100 ml/ha suPrim + 100 g/ha Alliance® gemeinsam ausgebracht.

Ansetzen der Spritzbrühe, Spritztechnik und Spritzenreinigung

Vorsichtsmaßnahmen

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Hinweise für den Arzt

Brand

Lösch- und Brandrückstände nicht in Gewässer oder Kanalisation gelangen lassen.

Hinweise für Transport und Lagerung

Transport
Nicht transportieren und lagern bei Temperaturen unter - 5 °C und über 30 °C.

Lagerung
So lagern, dass Betriebsfremde keinen Zutritt haben. Lagerung und Transport haben in geschlossenen Originalverpackungen, getrennt von Lebensmitteln, Getränken und Futtermitteln zu erfolgen.

Gefahrenhinweise

Achtung